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Vertraue und höre auf die Anweisungen des göttlichen Gemüts!

Craig L. Ghislin, C.S., Glen Ellyn (Bartlett), IL
Posted Monday, February 13th, 2017

[Vertraue und höre auf die Anweisungen des göttlichen Gemüts!]
Metaphysische Anwendungsideen zur christlich-wissenschaftlichen Bibellektion zum Thema „Gemüt“ für die Woche vom 13. — 19.2. 2017
Von Craig L. Ghislin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett)
craig.ghislincs@icloud.com / (630) 830-8683

Entscheidung über Entscheidung - fast jeder Moment unseres Lebens besteht aus Entscheidungen, die unsere Erfahrung bestimmen. Ich lese gerade „Der Alchemist“ von Paulo Coelho. Das Buch beschreibt den Lebensweg eines Jungen namens Santiago, auf welchem er viele lebensverändernde Entscheidungen treffen muss. Am Anfang der Geschichte trifft er einen Mann, der ihm von der „größten Lüge des Lebens“ berichtet. Der alte Mann erzählt ihm: „Es ist so: An einem bestimmten Punkt im Leben verlieren wir die Kontrolle darüber, was uns passiert und unser Leben wird fortan vom Schicksal kontrolliert. Das ist die größte Lüge der Welt“. Der Junge findet heraus, dass der alte Mann ein König ist. Dieser nimmt zwei Edelsteine aus seinem Brustharnisch und reicht sie dem Jungen: „Nimm diese“, sagt er, „Sie heißen Urim und Thummim. Der schwarze bedeutet ‚Ja‘ und der weiße ‚nein‘.“ Sie sollen dem Jungen bei schwierigen Entscheidungen helfen.

Nach einer Weile jedoch muss der Junge seinen eigenen Entscheidungen treffen anstatt sich auf die willkürliche Wahl eines Steines zu verlassen. Die Geschichte zeigt, dass wir, sobald wir unsere „persönliche Legende“ oder unseren wirklichen Weg kennen, „das Universum“ uns dabei hilft, diesem Weg zu folgen. Was leitet Deine Entscheidungen? Wie gehen wir, die wir an den einen Gott glauben, an große und kleine Scheidewege heran?

Im Goldenen Text ermutigt uns der Prophet Jesaja, uns für jeden Weg im Leben nicht auf Steine zu verlassen, sondern vielmehr auf die Stimme Gottes. Der Hinweis“, „hinter dir her das Wort hören“ soll die Stimme eines Schuldirektoren repräsentieren, der hinter den Schülern steht, oder eines Schäfers hinter der Herde, oder eines weisen Reisenden, der jenen Hilfe anbietet, die sich verirrt haben.

Der Theologe Albert Barnes (1798–1820) erklärt, „Der entscheidende Gedanke ist, dass sie nicht ohne einen Führer oder Lehrer zurückbleiben; dass, wenn sie womöglich fehl gehen, sie auf den Weg der Wahrheit und der Pflicht zurückgeführt würden..“ Barnes ist auch der Ansicht, dass der Prophet mit dem allegorischen Gehen „nach rechts oder nach links“ jedwede unserer Handlungen meint, auf dass wir Gott als unseren Führer haben mögen, und all unsere Handlungen durch seine Autorität lenken lassen, ganz gleich, ob wir „nach rechts oder nach links“ gehen müssen.

Das Wechselseitige Lesen drängt uns weiter dazu, in allen unseren Angelegenheiten auf Gott zu schauen. „Sound wisdom“ („Rechtes Wissen“ - In der englischen Bibel heißt es bei Sprüche 2:7 „He layeth up sound wisdom for the righteous“ Anm. d. Übers.) bedeutet wahre Weisheit, die ewig währt, im Gegensatz zur Wechselhaftigkeit weltlicher Weisheit. Weisheit, die nur theoretisch ist, reicht einfach nicht. Wir werden auch angehalten: „Erwirb Weisheit“. Mit anderen Worten wir müssen die Lektionen verinnerlichen und lernen. Wenn wir uns den Ratschlag und die empfohlenen Qualitäten in diesen Versen aus den Sprüchen anschauen, dann wird klar, dass die Welt noch immer daran Mangel hat. Um wie vieles wäre unsere Welt besser, wenn mehr Fokus und Mühe auf Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit, Fairness, Umsicht und Verständnis gelegt würde?

In der heutigen Zeit werden wir bombardiert mit Sofort-Informationen, rückschrittlichen „Tweets“, und bekommen obendrauf noch eine Menge giftiger Kommentare zu all den anderen Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen. Wir können leicht abgelenkt werden. Die Bibel nötigt uns: „Lass deinen Fuss auf ebener Bahn gehen“ und wir sollen die Augen auf den Weg halten. Bei so viel Fokus auf elektronische Medien, die unser Leben übernehmen, kann man die biblische Warnung auch gut derart formulieren: „Hör auf, auf diese Bildschirme zu schauen! Schau auf und pass auf, wo du gehst!“ Wir dürfen uns nicht länger in die Aufregung und das Durcheinander widersprüchlicher Meinungen in den Medien hineinziehen lassen, und müssen uns auf die geistige Wirklichkeit konzentrieren, um nicht zu stolpern!

Höchste Zeit, um auf Gott zu vertrauen und auf seine Weisungen zu hören.

Abschnitt 1: Den graden, engen Weg finden

Wenn wir das nächste Mal eine Entscheidung treffen müssen, warum schauen wir dann nicht zu Gott, anstatt dass wir uns auf uns selbst verlassen, auf den Rat von Freunden, Familie oder dem Internet, oder dass wir eine Münze werfen oder gar nach einem weißen oder schwarzen Stein greifen? Schließlich ist Gott die einzige Macht und sein Verständnis (B1) hat keine Grenzen. Tatsächlich ist Gott das einzige Gemüt, und es existiert nichts, was er nicht geschaffen hat (B2). Der Psalmist schaut zu Gott, auf dass Er ihm zeigt, wie die Dinge wirklich sind (B3). Wenn wir unsere eigenen Entscheidungen treffen, stecken wir normalerweise bald fest in den Überlegungen zu Vor- und Nachteilen, Statistiken und Details, aber wenn wir uns an das allwissende Gemüt wenden für eine Richtung, dann hilft uns das, das mentale Durcheinander zu überwinden. Im Buch Hiob leitet Elihu seine Rede damit ein, dass er Gott als seine einzige Quelle der Inspiration anerkennt (B4). Paulus sagt uns, dass alle Dinge „von Ihm“ sind, von Gott als einzige Quelle stammen; „durch Ihn“ - gewährt, erhalten und regiert durch Ihn; „und zu Ihm“ - das Königreich des Himmels ist unser endgültiges Ziel (B5).

Um Weisheit von Gott zu erhalten, geben wir menschliche Meinungen wirklich auf und bringen unsere Gedanken in Einklang mit Ihm. Wissenschaft und Gesundheit erklärt: „Gott ist nich getrennt von der Weisheit, die Er verleiht“ (S1). Wenn wir uns auf seine Weisheit einstimmen, stimmen wir uns auf Gott ein. Es gibt wirklich keine andere Weisheit als Seine; keine Wahrheit, keine Liebe, kein Leben oder kein Gutes existiert als jene, die Er verleiht. (S2). Jedes unserer Talente, alles Gute, das wir besitzen, sind von Gott. Alles wahre ist die Manifestation von Gemüt, Gott. Wir müssen aber daran denken, dass dies nicht bedeutet, Gott ist „in der Schöpfung“. Nein. Alle Schöpfung ist in Ihm, und alles, was existiert, ist in und aus Gott. Deshalb kann unser Lehrbuch erklären: „Alles ist Gemüt.“

Wenn wir vor Entscheidungen stehen, ist es immer hilfreich, sich klar zu machen, dass Gott der einzige „ICH BIN“ oder Ego ist (S3). Dies anzuerkennen ist mit am schwersten anzuerkennen, denn es kommt uns so vor, als ob wir alle getrennte Egos sind mit unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen, Ängsten und Herausforderungen. In Wirklichkeit jedoch ist Gott das einzige Ego und Gott wird in der geistigen Individualität eines jeden von uns widergespiegelt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Mensch die Idee Gottes ist. Das ist etwas ganz anderes, als wenn Gott die Idee des Menschen ist. Das ist absurd. Unser Bewusstsein und unsere Individualität kommen sind Widerspiegelungen Gottes. Das bedeutet, wir können nichts separat oder getrennt von Gott denken. Aufgrund dessen können wir nicht voller Angst oder verwirrt sein, welchen Weg wir einschlagen sollen. Gott versorgt uns mit dem notwendigen Verständnis, um in die richtige Richtung fortzuschreiten (S4).

Denken wir auch daran, dass dieses Verständnis direkt von Gott kommt, und dass es kein intellektueller Prozess ist. Wir verbringen oft so viel Zeit damit, „es herauszufinden“, „es zu durchdenken“ oder „es zu begreifen“. Doch solch eine Herangehensweise verführt uns zu den Annahme, dass wir kleine von Gott getrennte Gemüter sind, die herausfinden müssen, was Er von uns will. Aber Gott braucht keine kleinen sterblichen Gemüter für sein Arbeit. Gott hat seine Arbeit bereits getan und geistiges Verständnis ist „die ans Licht gebrachte Wirklichkeit aller Dinge“ (S4). Um den „schmalen und graden Weg“ (S5) zu finden, müssen wir anerkennen: „Alles, was wirklich existiert, ist das göttliche Gemüt und seine Idee“.

Abschnitt 2: Aus unserer Komfort-Zone herauskommen

Anzuerkennen, dass „alles Gemüt und die Ideen des Gemütes“ sind, bedeutet, dass wir vor allem unseren persönlichen Willen aufgeben. Das Buch der Sprüche sagt: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen“ (B6).

Manchmal fühlen wir uns durch unsere ursprüngliche Entscheidung ermutigt, und kommen aus unserer Komfort-Zone heraus, ohne vollständig auf die Anweisungen gehört zu haben, und wir treffen auf dem halben Weg auf ein unvorhergesehenes Hindernis. Das war der Fall mit Moses und den Kindern Israels, als sie vor dem Pharao flohen (B8). Als sie erstmal unterwegs waren, wurde ihnen klar, dass sie verfolgt wurden. Ob unerwartet oder nicht, aber wenn man dann wirklich eine Armee auf den Fersen hat, ist das schon Grund zur Panik. Eine Bedrohung von hinten, vor ihnen das Rote Meer - sie schienen in der Falle zu stecken. Moses ermutigte die Menschen, keine Angst zu haben und Zeuge zu sein, wie die Macht Gottes sie befreien würde. Obwohl Moses zuversichtlich klingt, berichtet doch die Bibel, wie Gott ihn tadelt: „Was schreist du zu mir?“ Der Theologe Adam Clarke (1760-1832) macht hierzu eine interessante Bemerkung. Entgegen Gottes Anweisung für Moses erwähnt doch der Text nicht, dass Moses zu Gott „geschrieen“ oder sonst irgendeine Sorge geäußert hätte. Adam Clarke postuliert, dass Moses innerlich zutiefst beunruhigt gewesen sein musste und er weist darauf hin, dass Gott alle Rufe nach ihm hört und beantwortet, selbst wenn sie nicht verbal geäußert werden. Manchmal sind wir zu sehr in Aufruhr, um mit Worten ein Gebet zu formulieren, und wir weinen, seufzen, oder greifen in Verzweiflung nach Gott. Die Idee ist hier, dass Gott auch unsere stillen Gebete beantwortet. In der Geschichte weist Gott Mose an, vorwärts zu schreiten ungeachtet des Hindernisses vor ihm, und das Meer teilt sich und bietet damit einen Weg der Errettung vor den Feinden. Es muss einschüchternd gewesen sein, durch das Meer zu gehen - umringt von Wasserwänden, aber sie gingen weiter.

Die Überlegungen des Psalmisten dazu, nicht länger auf herkömmliche Methoden zu vertrauen, erinnern uns daran, dass, ganz gleich, wie beeindruckend materielle Lösungen zu sein scheinen, wahre Gläubige für ihre Antworten auf Gott schauen (B10).

Wenn wir in bedrohlichen Situationen sind, die ausweglos erscheinen, können wir dennoch unser ganzes Vertrauen in Gott legen (S6). Mrs. Eddy weist darauf hin, dass Moses eine ganze Nation zu einem höheren Verständnis von Gott brachte (S7). Die Kinder Israels waren in Gefangenschaft, und dennoch ging es ihnen gut genug, um bequem zu werden. Selbst auf dem Weg in die Freiheit überlegten sie, ob sie vielleicht umkehren und zurück in ihre vorherige Situation gehen sollen. Es ist hart, seine Komfort-Zone zu verlassen - selbst wenn diese Komfort-Zone Gefangenschaft bedeutet. Es ist mühevoll, voran zu schreiten.

Heute drängt uns Mrs Eddy, aus unserer Komfort-Zone des materiellen Denkens und dessen Gefangenschaft heraus zu treten. Wir müssen entscheiden, ob wir weiterhin auf das sterbliche Gemüt hören oder stattdessen uns dem einen göttlichen Gemüt zuwenden und von unseren alten Denkmustern ablassen wollen (S8). Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, dass Gott uns fehlleiten könnte, denn das ist unmöglich. Alles, was Gott tun, ist gut. Wenn es von Gott kommt, ist es harmonisch (S9). Einen kleinen Schritt aus dem Irrtum herauszumachen ist gut, aber bereit zu sein, in das „Rote Meer“ zu gehen - die Situation wirklich mutig aus der Perspektive der Christlichen Wissenschaft zu betrachten - das ist ein echter Schritt hin zur Freiheit (S10).

Die sogenannte Komfort-Zone des sterblichen Denkens scheint real und ruft uns zur Umkehr, doch solche Überzeugungen sind leer (S11). Wenn wir Gott genug vertrauen, um uns auf Ihn zu stützen, und vollständig aus dem materiellen Denken herauskommen, dann üben wir unsere göttlichen Rechte der „Selbstregierung, Vernunft und Gewissen“ (S12) aus. Eine ganze Menge an Theorien und Praktiken buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Machmal denken wir vielleicht, dass wir mutige Schritte in die Freiheit machen, wenn wir uns tatsächlich tiefer in die Gefangenschaft bringen. Wir sind nur dann wahrhaft „selbst-regiert“, wenn wir von Gott regiert werden.

Abschnitt 3: Fakten von Fiktion trennen

Dieser Abschnitt bringt uns eine interessante Geschichte, die wir nicht sehr oft lesen. Abgesehen von der unmittelbaren Geschichte, wie durch Führung etwas Verlorenes wiedergefunden wird, gibt es das tiefer-schichtige Thema der geistigen Erkenntnis. In Abschnitt 2 (B9) wird die Prophetin Miriam erwähnt, die Gottes Lob singt nach der Sache am Roten Meer. In diesem Abschnitt haben wir Saul, wie er unterwegs ist, um verlorene Esel wieder zu finden (B12). Er bittet einen „Seher“, Samuel, um Hilfe, der ihm bereitwillig Antwort gibt. In Matthäus haben wir die zuversichtliche Aussage: „Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird“ (B13).

In den Vereinigten Staaten von Amerika herrscht heute ein Klima der „Falsch-Meldungen“ (fake news), das ganz besonders nach geistiger Sichtweise schreit. Es war schon immer wahr, dass man nicht alles glauben kann, was man liest, hört oder sieht - mit den Sinnen. Von einem geistigen Standpunkt aus können wir garnichts davon glauben. Deshalb ist für uns ein geistiger Sinn so wichtig. Doch heutzutage wird alles hinterfragt, selbst von traditionell glaubwürdigen Quellen. Wenn wir nicht Gott um Antworten bitten, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Wahrheit jemals ans Licht kommt. Gott ist Wahrheit und Wahrheit ist Gemüt. Wenn wir uns mit dem einen Gemüt in Übereinstimmung bringen, haben wir zu der Wahrheit Zugang.

Unser Lehrbuch sagt uns: „Gemüt, nicht Materie, sieht, hört, fühlt, spricht.(S13). Wissenschaft und Gesundheit erklärt uns auch, dass die alten Propheten sich vollkommen auf ihr geistigen Input, um festzustellen, was wirklich und was falsch war (S14). Mrs. Eddy ist ganz klar der Ansicht, dass die Fähigkeit zur prophetischen oder geistigen Sicht auch heute möglich ist, und dass wir dafür mit dem göttlichen Gemüt Zwiesprache halten müssen. Wir müssen „über die schwindenden, endlichen Formen hinausschauen“, um „die wahre Auffassung von den Dingen“ zu erlangen (S15). Wo sonst, fragt sie, sollten wir schauen, wenn nicht „in dem unerforschlichen Reich des Gemüts.“

Auch die folgenden Sätze sind ebenso unabkömmlich: „Wir müssen dorthin schauen, wohin wir gehen wollen, und wir müssen handeln, wie einer, der alle Macht von Ihm besitzt, in dem wir unser Sein haben. Wenn die Sterblichen korrektere Anschauungen über Gott und den Menschen erlangen, werden zahllose Dinge der Schöpfung sichtbar werden, die vorher unsichtbar waren.“

Sie mahnen uns, vom materiellen Beweis wegzuschauen und unseren Blick auf das Reich der geistigen Realität zu werfen. Wenn wir das erstmal tun, werden wir Dinge zu sehen bekommen, deren Existenz wir nicht einmal erahnten. Früher oder später hatte jeder mal das Gefühl, dass es in Wirklichkeit mehr gibt als man sehen kann. Science-Fiction und Fantasy Autoren leben von dieser Möglichkeit. Ist es nicht erstaunlich, dass die Christliche Wissenschaft erklärt, was wir tun müssen, um es zu sehen? Jeden Tag, wenn wir die Wahrheit sehen, bekommen wir einen kleinen Eindruck davon und erleben Heilung. Jede geistige Idee, der wir folgen, die wir aufnehmen und verinnerlichen, erweitert unseren Horizont ein kleines Stückchen. Den nächsten Schritt zu machen und durch die begrenzte Sicht der Sinne hindurch zu schreiten, ist möglich, wenn wir mehr über Gott lernen. Wenn wir diesen geistigen Ideen folgen, führen sie uns zur Wirklichkeit und zum geistigen Sinn des Seins (S16). Dann werden wir nicht nur in der Lage sein, zu wissen, wer lügt und wer die Wahrheit sagt, sondern wir werden auch jede Lüge der Sünde, der Krankheit und des Todes durchschauen und die geistige Wahrheit des Sein sehen können.

Abschnitt 4: Das Gemüt Christi haben

Der Psalmist sehnt sich danach, die höheren Wege Gottes besser zu verstehen - die tiefen Wahrheiten des Seins, die im täglichen Leben praktisch verwirklicht werden können (B14). Barnes, der den tiefen Wunsch des Psalmisten aufklären möchte, schreibt, „der Psalmist möchte das Gesetz Gottes begreifen, die Prinzipien und Methoden der göttlichen Handhabung; die Art und Weise, in der Gott die Menschheit regiert und in der er den Menschen seinen Segen schenkt." Er sagt, dass das Glück und die Erfüllung der Menschheit davon abhängen, die erfüllten Antworten für diese Sehnsüchte zu finden.

Die Lehre Christi Jesu erfüllt den Wunsch des Psalmisten. Jesus kam, predigte, lehrte und heilte. Er wollte, dass seine Anhänger lernen, was Wirklichkeit ist, und dieses durch Heilung zu beweisen. Er forderte die Jünger auf, das weltliche Denken aufzugeben und den Pfad geistigen Erwachens und geistiger Praxis zu betreten (B15). Der Apostel Paulus schärfte uns ein, den „Geist Christi" zu haben (B16).

Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass es nicht nur möglich ist, den Geist Christi zu haben, sondern dass es eine wesentliche Einleitung für ein wirksames Heilen ist (S17). Jesus lehrte seine Jünger, wie man durch Gemüt heilen kann. Diese heilende Kraft kann jeder von uns lernen und ausüben. Einigen scheinen die Beispiele der Jünger Jesu, der Propheten und Apostel Vorbilder zu sein, die, nachzumachen, wir nur träumen können. Ist es heute praktisch, für Christus wirklich alles hinter sich zu lassen?

Mrs. Eddy - so sehr sie auch darauf drang, eine Heilerin zu sein - erlaubt es jedem ihrer Schüler, den Übergang von Materie zu Geist zu einem selbst gewählten Zeitpunkt und auf seine eigene Weise zu machen. Sie beschränkt die Fähigkeit zu heilen, nicht auf diejenigen, „die ihre Netze auswerfen“. Sie gibt denen, die „ihre Netze auf der rechten Seite auswerfen“, die gleiche Gelegenheit und das gleiche Wirkungsvermögen (S18). Es ist wahr, dass man, um sich dem Heilen zu nähern, wie es Jesus und Mrs. Eddy getan haben, alle anderen Betätigungen aufgeben müsste. Aber wenn man sich dahin bewegt, ist es wichtig, "die Grundlage der materiellen Systeme zu verlassen" (S19). Das ist sogar noch anstrengender, als eine Karriere zu beenden und vorgeblich in die Heilpraxis einzutreten. In der Tat ist das Aufgeben des Glaubens an materielle Grundlagen wesentlich wichtiger als der Berufung zu entsagen. Es ist die Gemeinschaft mit dem einen Gemüt durch die Tätigkeit des Christus, welches heilt (S20).

Menschliches Argumentieren und intellektuelles Streiten reicht nicht aus, um Krankheit zu überwinden. Wenn wir sterbliches Denken aufgeben und uns von Gott leiten lassen, wird sich das Heilen einstellen (S21).

Abschnitt 5: Gemüt ist ein sicherer Ort.

An vielen Orten überall auf der Welt, einschließlich der Vereinigten Staaten, scheinen politische Unruhen und Verbrechen so in Erscheinung zu treten, so dass viele ihre Sicherheit bedroht fühlen. Schulen, Einkaufszentren, Theater und sogar Orte der Anbetung - traditionell, und fast überall als Heiligtümer der Sicherheit behandelt - sind Ziele der Gewalt geworden. Polarisierung von Idealen und Tagesordnungen zerren auf alarmierende Weise am Zusammenhalt der Gesellschaft. Gibt es irgendwo noch einen Ort, wo wir uns wirklich sicher fühlen können? In der heiligen Schrift wird durchweg festgestellt, dass das Vertrauen auf den Herrn eine Zuflucht und einen Ort völliger Sicherheit bietet (B17). Soziale Ungerechtigkeit, die denjenigen angetan wird, die sich am wenigsten helfen können, hat es im Laufe der Jahrhunderte immer gegeben, und doch versprechen die Worte des Psalmisten Gottes Schutz. Der Ausdruck „unterdrückt werden" bedeutet, „zu verachten und mit äußerster Verachtung und Spott zu behandeln" (nach John Gills Exposition der vollständigen Bibel). Im politischen Klima der Vereinigten Staaten nehmen die Menschen überhand, die sich einander „verachten". Die einzige Antwort ist, sich an Gott um Führung zu wenden (B19). Barnes bedient sich Jeremias Sprache: „Die Idee ist die von jemand, der einem anderen sagt, wohin er gehen soll ... und ihm sagt, er werde ihn beobachten oder ihn im Auge behalten; er wird ihn nicht fehlgehen lassen." Das erinnert mich an die liebevolle Fürsorge eines Elternteils oder von Großeltern, die ein Kleinkind leiten, während es gehen lernt.


Das göttliche Gemüt - das einzige Gemüt, das es gibt, betrachtet alle seine Ideen mit äußerstem Erbarmen und Zärtlichkeit. Es gibt keine ungewisse Zukunft oder Angst vor dem ausgelöscht oder misshandelt werden. Gott, das eine Gemüt, sieht das Ende von Anfang an und die Folge ist immer Sicherheit, Erfüllung und Frieden (B20). Diese Zuflucht finden wir, wenn wir uns mit ganzem Herzen Gott zuwenden. Im 2. Brief an die Thessalonicher wird zu Gebet aufgerufen für die Befreiung von „unverständigen und bösen Menschen", die „keinen Glauben haben" (B21). Dieses Gebet könnte leicht gestern geschrieben worden sein. Die Lösung ist auch heute so wahr, wie sie es vor zweitausend Jahren war. Wir müssen unser Herz von politischen oder religiösen Ideologien abwenden, und uns der „Liebe Gottes und der geduldigen Erwartung Christi“ zuwenden.

Es versteht sich, dass dies keine Schmähungen anderer Religionen bedeutet. Der Christus ist in dem menschlichen Bewusstsein universell und stets gegenwärtig, unabhängig von der religiösen Überzeugung, mit der man sich identifizieren kann. Selbst Atheisten haben den Christus. Unser Lehrbuch erklärt, ohne Vorbehalt, dass der einzige Weg, Sicherheit zu finden, durch den Christus, die göttliche Wissenschaft geschehen kann (S22). Diese Wissenschaft unterstellt alle Menschen der „Rüstung der Liebe" (S23). Man beachte, dass es sich nicht um Schutz vor anderen Menschen, Nationen, politischen Parteien oder Religionen handelt, sondern vor „menschlichem Hass". Hass ist eine Bedrohung für jeden. Hass ist der Feind. Liebe macht ihn unbrauchbar.

Wissenschaft und Gesundheit bietet eine erstaunliche Lösung für alle unsere Leiden: „Irrtum wird durch die große Wahrheit ausgerottet, dass Gott, das Gute, das einzige Gemüt ist" (S24). Denke darüber nach, das EINZIGE Gemüt. Wenn wir das verstehen können, wird Konflikt unmöglich. Unsere Führerin war sich der „despotischen Neigungen" (S25), des sterblichen Glaubens, bewusst und diese Tendenzen erfinden sich ständig neu. Ihre Beobachtung der im Sterblichen vor sich gehenden Umwälzung (S26) wurde vor über hundert Jahren niedergeschrieben. Sie sah voraus, dass diese Zeiten „den letzten Konflikt" bedeuten können, aber, mit dieser Vision, sah sie, dass Christliche Wissenschaftler einen Platz bei der Heilung dieser großen Teilung haben würden. Daher haben wir eine besondere Aufgabe für die Welt und für die Menschheit. Wie werden wir dieser Pflicht nachkommen? Wir kommen ihr nach, indem wir geduldig auf Gott warten und Wahrheit aufrichtig suchen (S27).

Abschnitt 6: „Seid gewiss, dass Gott euren Weg bestimmt, dann beeilt euch, unter allen Umständen zu folgen.“ *

Sollten noch anhaltende Zweifel bestehen, geht der letzte Abschnitt auf das Thema des Goldenen Textes zurück. In unserer Lebensreise treffen wir manchmal Stolpersteine auf dem Weg, und jeden Tag entscheiden wir, wie wir weitergehen. Der sicherste Weg zu wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, ist Gott ganz vertrauen. Wo führt dieser Weg wohl hin? Das Zitat B22 sagt: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was nützlich ist." Raten Sie! Laut Strongs Konkordanz zur Bibel ist die erste Definition des Wortes „profit"(im deutschen „nützlich“) übersetzt mit „aufsteigen!" Das lässt den Text in ganz anderem Licht erscheinen. Der richtige Weg ist immer der Weg, der zum Aufstieg führt. Der Goldene Text wird wiederholt (B23), was darauf hindeutet, dass Gott immer zur Hand ist, und uns leitet und lenkt. Aber die Bibel sagt nicht, dass Gott uns drängt. Paulus ermutigt uns, "nach dem vorgesteckten Ziel zu jagen" (B24). Das Bild, das ich vor mir sehe, ist ein Läufer bei olympischen Wettkämpfen, der jedes bisschen Kraft mobilisiert, um die Ziellinie zu überqueren und sich so weit wie möglich nach vorne legt, um zuerst am Zielband sein. Diese völlige Hingabe, persönliches Gefühl, materielles Denken beiseite zu lassen und auf Gott zu hören, damit Er uns leite, führe, und uns auf dem Weg zum Himmel schütze, ist das „Gemüt Christi", das wir brauchen.

Mrs. Eddy lehrt ihre Schüler, den Lehren des göttlichen Gemütes treu zu gehorchen und durch Demonstration zu beweisen, dass Christi Weg tatsächlich der einzige Weg zur Erlösung ist (S28). Um dies zu tun, müssen wir über die mediengetriebenen Erfolgsmodelle hinausgehen und Jesus als unser Vorbild behalten (S29). Wir können das nicht für Anerkennung, Reichtum oder Ruhm tun. Unser Motiv der Liebe zu Gott, und dem Menschen muss vorherrschen (S30). Wenn unsere Motive richtig sind und Gott unser einziger Führer ist, ist es, als ob wir alles bestens organisiert haben, wobei alle Pfade offen sind und unsere Gedanken mit Christus übereinstimmen (S31). Dies bedeutet das "Gemüt Christi" zu haben. Wenn wir das tun, finden wir, dass die Entscheidungen für uns bereits getroffen sind. Wir sind in Harmonie und Sympathie mit Gott, und unsere Richtung ist klar, die den Weg zur Auferstehung führt.

*(Verm. Schr. 117:32)

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