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Richte Dein Denken im Gebet auf Gott aus!

Craig L. Ghislin, C.S., Glen Ellyn (Bartlett), IL
Posted Monday, December 29th, 2014

Richte Dein Denken im Gebet auf Gott aus!

 

Gedanken zur Anwendung für die christlich-wissenschaftliche 

Bibellektion über 

Gott 

für die Woche vom 29. Dezember 2014 bis zum 4. Januar 2015

ausgearbeitet von

Craig L. Ghislin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett)  craig.ghislincs@icloud.com / +1(630) 830-8683

 

[Ergänzungen in eckigen Klammern und Kursivschrift von CedarS-Direktor Warren Huff, der sehr dankbar ist für die schon eingegangenen Spenden - und für die, die noch kommen müssen - in die folgenden Fonds: “Maintenance Musts” & “Adopt the Herd”!]

 

Wie betest du? Ist Dein Gebet eine technische Übung oder die Wiederholung von Regelsätzen? Ist Dein Gebet eine Liste von Bitten an eine über Dir stehende Macht? Oder eine Erinnerung daran, dass es etwas gibt, was außer Deiner Macht steht, das Deine Welt regiert? 

Ich schätze sehr, was John Calvin darüber sagt:

„Gläubige beten nicht, um Gott etwas mitzuteilen, was er noch nicht weiß oder um ihn anzuregen, Seine Pflicht zu erfüllen oder ihn anzutreiben, als ob noch zögere. Im Gegenteil. Sie beten, um sich selbst so zu erheben, dass sie ihn suchen, dass sie ihren Glauben dazu verwenden, um über seine Verheißungen nachzudenken, dass sie sich von ihren Ängsten befreien, indem sie sich an seine Brust werfen; in einem Wort, dass sie erklären mögen, dass sie nur von Ihm alle guten Dinge für sich und andere erhoffen und erwarten.“

Gebet ist die Abstimmung unseres Denkens auf Gott. Die Christliche Wissenschaft lehrt uns, dass das Gebet mit Gott beginnen und enden sollte - mit der Wahrheit. So ist es passend, das Neue Jahr mit einem neuen Kreis der Wochenlektionen und den Goldenen Text mit der Erklärung von Gottes Erstklassigkeit und Herrlichkeit zu beginnen.

Das Wechselseitige Lesen erinnert uns daran, dass selbst das von Jesus verkündigte Evangelium nicht sein eigener Entwurf oder das Produkt seiner intellektuellen Fähigkeit war.  Alles, was Jesus lehrte, kam direkt von Gott, und das gilt auch für alles, was wir in der Christlichen Wissenschaft lernen. Als Christliche Wissenschafter betonen wir manchmal den Aufbau oder die wissenschaftliche Argumentation des Gebets. Aber wir müssen daran denken, dass sich alles um Gott dreht.

Jesus gab seinen Zuhörern gewisse spezifische Richtlinien für das Gebet. Zu allererst sollten wir mit heiliger Verehrung an das Gebet herangehen. Wir müssen Gott keinen Waschzettel mit allen unseren Problemen geben, weil Jesus sagt, dass Gott, selbst bevor wir bitten, auf das antwortet, was wir brauchen. Mrs. Eddy sagt: „Verlangen ist Gebet;“ (Wissenschaft und Gesundheit 1:11) und „... Gott [weiß], was wir brauchen, bevor wir Ihm oder unseren Mitmenschen etwas davon sagen.“ (W.u.G. 13: 15-16) 

Wenn Gott also schon auf unsere Nöte antwortet, warum dann noch beten? Wir beten, um unser Denken in Übereinstimmung mit dem zu bringen, was Gott weiß. Jesus hat sein Denken ständig mit Gott abgestimmt. Tatsächlich kam alles, was er tat und sagte, direkt von Gott. Er sagte: „ ... ich habe nicht aus mir selber geredet; sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir einen Auftrag gegeben, was ich tun und reden soll.“ (Joh 12: 47) Jesus gab seinen Jüngern das, was wir das Gebet des Herrn nennen. Die meisten protestantischen Gelehrten stimmen darin überein, dass das Gebet des Herrn nicht als liturgisches Rezitieren gedacht ist, sondern eine allgemeine Anleitung für das Verhalten und die Einstellung beim Gebet. Das Gebet des Herrn ist eine Mustervorlage (Template) für die Ausrichtung des Denkens auf Gott. Mit dieser Wochenlektion werden wir Zeile für Zeile durch das Gebet geführt.

Abschnitt 1: Gott ist Alles-in-Allem

Wir beginnen diesen Abschnitt mit der unbestreitbaren Tatsache, dass Gott alles ist und „sonst keiner mehr.“ (B1) Mehrere Übersetzer und Kommentatoren stellen Jes, 45: 11 so dar, dass es so aussieht, als ob Gott mit der Tatsache angegriffen würde, dass die Menschen es wagen, sich über das zu beklagen, was Er getan hat und Seine Absicht in Frage stellen. Aber die King James Übersetzung macht diese Phrase zu einer Feststellung, fast so, als würde Gott den Menschen Seine Dienste anbieten, als ob Er sagen würde, „schaut nicht woanders hin oder geht nicht zu irgendjemand anders, um herauszufinden, was vorgeht. Ich habe alles geschaffen, also kommt zu mir und seht, was ich tue!“ Das ist, kurz gesagt, eine offene Einladung an uns, uns an Gott, den Schöpfer, zu wenden und das Verständnis direkt bei Ihm zu suchen. Gott wird als allmächtig und ohne gleichen gekennzeichnet, indem Seine Herrschaft über Himmel und Erde anerkannt wird. (B2) Joseph Benson, ein Zeitgenosse von John Wesley, bemerkt, dass der Satz, „Unser Vater im Himmel“ Gott von denen unterscheidet, die wir Väter auf Erden nennen und von denen, die wir Götter nennen, aber nicht im Himmel. Er erwähnt auch, dass das „Heiligen“ oder Weihen von etwas die höchste Ehrfurcht dafür zeigen soll.

Adam Clark erinnert uns daran, dass wir Gott mit unseren Lippen ehren, die das sagen, was unseren Zuhörern die Gnade vermittelt; in unseren Gedanken, wenn wir das Böse unterdrücken und unsere Neigungen durch den Geist bestimmen lassen; in unserem Leben, wenn wir alles, was wir tun, zur Ehre Gottes geschehen lassen; in unseren Familien, wenn wir unsere Kinder lehren, Gott zu folgen; und im Geschäftsleben, wenn wir Ehrlichkeit und Fairness praktizieren. Jesaja erweitert die traditionelle Ansicht von Gott als Vater und schließt Gottes Mutterschaft ein. Alles, was wir sind und haben, schulden wir Gott. (B3)

Auch Mary Baker Eddy führt die Mutterschaft Gottes in die theologische Gedankenwelt der Moderne ein. (S1) Obwohl das Konzept einer Weiblichkeit Gottes hin und wieder in theologischen Diskussionen der Jahrhunderte auftauchte, war Mrs. Eddys Idee vom „Vater-Mutter-Gott“ doch für die religiöse Szene des 19. Jahrhunderts ein ziemlich anstrengender Gedanke. Traditionelle Ansichten beförderten Gott auch in ferne Himmel, weit weg von den erdgebundenen Sterblichen, die man für unwürdige Sünder hielt. Mrs. Eddy betonte Gottes „Allheit“ (S2, S3). Das brachte den Menschen die Ein-heit mit Gott und erhob den Menschen aus der sterblichen Verdammung in die Sohnschaft mit seinem Schöpfer. Die Puritaner glaubten, dass nur die „Geretteten“ in die religiöse Gemeinde aufgenommen werden sollten, doch die Christliche Wissenschaft offenbart den Menschen als universale Familie, in der jeder bereits durch den gemeinsamen göttlichen Vater erlöst ist. (S4) Gott als Gemüt, Leben, Wahrheit und Liebe zu sehen, statt als vergrößertes menschliches Wesen, öffnet die Tür zu endlosen Heilungsmöglichkeiten und endloser Erneuerung. 

Niemand wird aus Gottes Reich ausgeschlossen, und das Gebet beginnt mit dieser Anerkennung. Es geht nicht nur um „meinen Vater“, er ist „unser Vater-Mutter-Gott“ (S6). Die Verkörperung des Geistes der ersten Zeile des Gebets des Herrn trägt die erneuernde Wirkung schon in sich. Das ist die Grundlage für alles, was folgt. 

Abschnitt 2: Gott ist immer gegenwärtig.

Wie schon erwähnt, trennte ein Teil der traditionellen Theologie den Menschen von Gott. Der Mensch wurde so betrachtet, als sei er hier unten auf der Erde und kämpfe mit Sünde, Krankheit und Tod, während Gott ganz weit oben im Himmel gelegentlich gnädig nickt und uns hilft, wenn wir auf die richtige Weise bitten und uns entsprechend benehmen. Aber die biblische Idee vom Gott im Himmel weist auf Seine mächtige Souveränität hin. Anders als bei Monarchen, die kommen und gehen, steht Gott fest, und nichts kann Seine Herrschaft umstürzen. (B4) Und noch eins, Gott ist nicht weit entfernt. Er ist das immer gegenwärtige Gute - genau hier und immer. (B5) Selbst diejenigen, die versuchen, Gott zu leugnen, können sich nicht vor Seinem Gesetz verbergen, können nicht von Seiner Liebe getrennt werden. Jesus Christus war sich der Gegenwart Gottes vollkommen bewusst, und dieses Bewusstsein gab ihm die Kraft für sein Leben und seine heilende Tätigkeit. (B6) Jesus war sich der Gegenwart Gottes so vollständig bewusst, dass er sagte: „... das Reich Gottes ist inwendig in euch.“ (B7) Das ist eine sehr deutliche Aussage. Kein äußerer Umstand kann das Himmelreich bestimmen. Es existiert in unseren Herzen, und wir können es überall finden, wo unsere Herzen auf Gott ausgerichtet sind.

In der geistigen Auslegung dieser Zeile fügt unsere Führerin hinzu: „Du bist immer-gegenwärtig.“ (S7) Das ist ein weiterer Hauptpunkt des heilenden Gebets. Wir erkennen nicht nur an, dass Gott souverän ist, sondern auch, dass Seine Regierung genau hier und jetzt ist. Das Gebet wird oft durch irgendwelche Umstände motiviert, die gefährlich zu sein scheinen - durch Krankheit, finanzielle Schwierigkeiten, kontroverse Meinungen oder durch irgendwelche drohenden Bedenken. Allgemein gilt, wenn Menschen überhaupt beten, dann tun sie es, wenn sie in Schwierigkeiten stecken. Wenn man aber wirklich versteht, dass Gott unendlicher, immer-gegenwärtiger Geist ist, finden wir nicht nur Erlösung von allen gegenwärtigen Herausforderungen, es beseitigt auch jeglichen Glauben an die Materie. (S8) Wenn Gott wahrhaft Alles-in-Allem ist, kann Ihm nichts entgegenstehen. (S9) Es kann nicht mehr als Alles geben.

Jesus wusste, dass genau da, wo ein sündiger Sterblicher zu sein scheint, die Schöpfung Gottes ist. Er sah den Menschen so, wie Gott ihn geschaffen hat - „nicht gefallen“ und „ewig“. Mrs. Eddy sagt, dass Jesus lehrte, „dass das Reich Gottes intakt ... ist.“ (S10) „Intakt“ bedeutet „unberührt“. Was also die menschlichen Umstände auch sein mögen, so herrscht doch die geistige Tatsache über das, was Gott geschaffen hat und tut, und das bringt Heilung.

Abschnitt 3: Gott ist allmächtig. 

Die Gegenwart des Reiches Gottes ist keine passive Angelegenheit. Es bedeutet aktive, ununterbrochene Arbeit, um Gottes Gesetz ununterbrochen zu erhalten. Wie Jeremia sagt, „kein Ding ist vor dir unmöglich; ... du großer und starker Gott; Herr Zebaoth ist dein Name.“ (B8) Das Reich Gottes ist so viel mehr als ein angenehmes Konzept zum Nachdenken. Tatsächlich wirkt es immerzu bei uns. Jesus hat nicht nur über Gott geredet, er demonstrierte Gottes Kraft im Heilen. (B10) Das heißt aber nicht, dass Jesus keinen Herausforderungen begegnete. Im Gegenteil, er hatte mit mehr Herausforderungen zu tun als irgendjemand sonst in der Geschichte früher gehabt hat oder jemals haben wird. Doch er tat das, um uns zu zeigen, dass Gott mehr ist als ein theoretisches Konzept. Selbst, wenn es so aussähe, als gäbe es einen Teufel mit der Kraft, uns zu zerstören, eine solche Lüge kann durch das Verständnis von der Allmacht Gottes ausgetrieben werden. (B11)

Wer wollte nicht wissen, dass „Gott allmächtig, allerhaben ist.“? (S11) Das ist ein wesentlicher Bestandteil des Gebets. Wenn man nicht davon überzeugt wäre, dass Gott etwas tun kann, warum würde man dann beten? Angesichts des Bösen mag man meinen, dass etwas anderes als Gott die Szene beherrscht. Dann ist es natürlich, dass wir Gott bitten, uns dabei zu helfen, Ihn besser zu verstehen. Unsere Führerin hatte keine Zweifel an der Gegenwart oder Macht Gottes, und sie wusste, dass das alles andere ausschließt (S12). Sie sagt uns, dass wir, um wirkungsvoll zu beten, Gottes Allerhabenheit dort, wo wir gerade sind, anerkennen „müssen“. (S13) Sie verweist auf Jesu Beispiel: Er hat sich nicht nach menschlichen Umständen erkundigt oder Zugeständnisse an materielle Gesundheitsgesetze gemacht. Auch ist es interessant, dass unsere Führerin uns daran erinnert, dass Jesus „niemals betete, um zu erfahren, ob es Gottes Wille sei, dass ein Mensch lebe.“ (S14) Das zu wissen, ist ganz wichtig für uns, denn allzu oft meinen Menschen nicht nur, dass Gott Krankheit schickt, sondern auch, dass das Sterben „Gottes Wille“ sei. Wie können Krankheit und Tod der Wille des ewigen Lebens sein? Das ist unmöglich!

Unsere Führerin betonte, dass wir, um richtig zu beten, absolut überzeugt sein müssen, dass die Kraft Gottes allmächtig ist und „ausreichend, um den Bann zu brechen und Krankheit, Sünde und Tod zu zerstören.“ (S15) Wir können nicht damit zufrieden sein, darüber zu reden. Das muss bewiesen werden. Hier gebietet sie uns eine Reihe von „muss“. Unsere Einheit mit Gott „muss im praktischen Leben herausgearbeitet werden und der Wille Gottes muss allüberall geschehen.“ (S16)

Das Erfassen und Verstehen eines jeden der drei ersten Konzepte im Gebet des Herrn - Gottes Existenz, Gottes Allgegenwart, Gottes Kraft - können bemerkenswerte Wirkungen auf unser Gebet haben. Wenn wir diese feste Grundlage für unser Verständnis Gottes gelegt haben, sind wir bereit, das auf unserer gegenwärtige Erfahrung anzuwenden. 

Abschnitt 4: Gott ist die Quelle alles Guten.

Wenn unser Gebet dazu übergeht, was das Verständnis von Gott für den Menschen bedeutet, weist uns die Heilige Schrift zunächst an, Gott für das Gute, das er schon getan hat, anzuerkennen und zu loben. (B13) Gott versorgt uns mit allem Notwendigen. Die ganze Weisheit, das Verständnis und die Gnade, die wir benötigen, ist immer da. Das Neue Testament erinnert uns daran, nicht auf die rein materiellen Dinge zu schauen. Wir sollten auf Gott schauen und zuerst das Himmlische suchen. (B14) Es ist leicht, in Gleichgültigkeit zu verfallen, wenn wir materiellen Komfort haben. Gewiss, wir können Gott zunächst als die wahre Quelle für alles, was wir brauchen, erkennen, doch wenn es uns dann zu wohl geht, mag unsere Aufmerksamkeit vom himmlischen Streben abkommen. Im ganzen Gebet des Herrn stehen die Bitten im Plural und nicht im Singular. Es beginnt mit „Unser Vater“, und wenn wir zu den spezifischen Bitten kommen, dann heißt es, „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Auch Paulus erwartete, dass Gottes Gnade so reichlich sei, um durch unsere guten Werke anderen zu helfen. (B15) Das Schlüsselwort ist „reichlich“. Das sterbliche Gemüt neigt dazu, an allem zu hängen, was man hat und alle anderen davon fern zu halten. Im Grunde hängen alle an ihrem „Kram“. Aber die Bibel rät uns, keine Furcht vor dem Verteilen zu haben. In der Tat ist die Tendenz, Dinge anzusammeln und zu  behalten, durch die Furcht begründet, dass Gott unsere Nöte nicht immer stillen wird. Gottes Versorgung ist gleichmäßig und konstant. (B16) Im Geist gibt es kein Defizit. Benson weist darauf in, dass wir alle - Reiche und Arme - aufgerufen sind, unseren Lebensunterhalt und unsere Versorgung von Gott zu erwarten. Nicht auf Reichtum und Fürsoge durch Menschen zu vertrauen, auch nicht auf die lebenslange Versorgung auf einmal, sondern auf fortlaufende Versorgung, die uns Tag für Tag gibt, was wir brauchen.

Das Gebet des Herrn gebietet uns, nicht mehr zu verlangen, als was wir im Augenblick brauchen, und die „geistige Bedeutung“ geht noch einen Schritt weiter, indem sie uns zeigt, dass wir wirklich die Gnade brauchen (S17). Unser Lehrbuch versichert uns, dass Gott liebevoll die ganze Schöpfung mit genau dem, was sie braucht, versorgt. Wenn wir uns des väterlichen und mütterlichen Wesens Gottes bewusst sind und wirklich erkennen, dass Jedermanns Bedürfnis von Gott allein befriedigt wird, dann werden wir keine Angst haben zu geben, was wir haben. Sogar noch wichtiger, Mrs. Eddy sagt, dass das Austeilen eines Gefühls von Frieden, Geduld und eines bleibendes Bewusstsein von Gottes Liebe für uns nützlicher ist, als praktische Gaben. (S19) Alles, was wir brauchen, hat die göttliche Liebe immer, und sie gibt es immer her. Davon war unsere Führerin überzeugt, und sie wies darauf hin, dass „die göttliche Liebe ... die ganze Menschheit und zu jeder Stunde mit allem Guten [versorgt].“ (S20) Die Vergeistigung unseres Verlangens öffnet das Ventil für überfließende Segnungen. Die Ausrichtung auf materielle Betätigung wird notwendiger Weise an begrenzte Ressourcen gebunden sein, aber geistige Dinge haben unbegrenztes Potential, um Früchte zu tragen. (S21)

Abschnitt 5: Gott heilt Sünde und Krankheit.

Im vorigen Abschnitt hatten wir gesehen, dass Gott uns mit allem Nahrhaften versorgt. In diesem Abschnitt werden wir daran erinnert, dass jede einzelne Segnung, die wir für unsere moralische und physische Gesundheit erhalten, auch von Gott kommt. (B17) Ein größeres Hindernis für unsere Anerkennung der Fähigkeit Gottes, uns zu heilen, ist die Sünde. So ist es sinnvoll, dass wir im Gebet, um den Segen der Kraft und Gegenwart Gottes zu fühlen, aktive Schritte unternehmen wollen, um alles aufzugeben, was uns daran hindert, unser wahres Wesen als Kinder Gottes zu erfassen.

Das Leben Christi Jesu war ein andauerndes Gebet. Er hat die Gegenwart und Kraft Gottes nicht nur ständig anerkannt, er hat sie auch konsequent demonstriert. Jesus selbst war wohl der reinste, sündloseste Mensch, der je auf der Erde gewandelt ist. Das gab ihm einen klaren Vorteil beim Heilen anderer. Im Bericht von dem Gelähmten (B19) bewies Jesus Gottes Allwissenheit in seiner eigenen Wahrnehmung der Gedanken seiner Gegner. Er veranschaulichte auch Gottes Allmacht, indem er zeigte, dass Reinheit eine heilende Kraft und Vollmacht hat.

Die Zeile „vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben,“ bedeutet ein Versprechen von Seiten des Bittenden, alles zu tun, um seine eigenen Handlungen so Gott-gleich wie möglich zu machen. Er bittet Gott um nicht mehr, als er selber bei anderen anzuwenden gedenkt. Mrs, Eddys Interpretation lautet: „Liebe spiegelt sich in Liebe wieder.“ (S22) Sie unterstreicht, wie wichtig die Verantwortung des Menschen ist, in Übereinstimmung mit Gott zu leben, und dass jede gute Tat im Menschen eine Reflexion der Güte Gottes ist. 

Kommentatoren weisen darauf hin, dass man zu Jesu Zeit glaubte, dass die Heilung von Sünde der körperlichen Heilung vorausgeht. Ja, meist wurde Krankheit als Konsequenz der Sünde betrachtet. Dieses Denken zieht sich bis heute hin, wenn Leidende oft ihre Seelen durchsuchen, wenn sie in physischer Not sind. Wir kennen alle die Geschichten, in denen Menschen anfangen, Gott Besserung zu geloben, wenn Er sie von ihren Übeln befreit. Doch diese Art Situationsgebet ist irreführend. Mrs, Eddy erinnert uns daran, dass Gott Liebe ist. Da das so ist, so können wir wirklich nichts Geringeres erbitten, oder irgend etwas Geringeres oder Größeres von Gott erwarten. (S23)

Das Ausrichten unseres Denkens auf Gott durch das Aufgeben der Sünde ist ein notwendiger Schritt, um Vergebung zu erhalten, aber nur Gott um Vergebung zu bitten, das reicht nicht. Damit Sünde vergeben wird, muss sie zerstört werden. (S24) Wie schon zu Anfang erwähnt, richtet das Gebet unser Denken auf Gott aus, und damit wir die Dinge aus Seinem Blickwinkel sehen. Um das zu erreichen, sagt uns unser Lehrbuch, „brauchen sich die Sterblichen nur von der Sünde abzuwenden und das sterbliche Selbst aus den Augen zu verlieren.“ (S25) Das klingt recht einfach, nicht wahr? Jesus bewies, dass das aktive Leben des Christus die Kraft hat, Krankheit und Sünde zu heilen. Also lasst uns sichergehen, dass das Versprechen der Reinheit in unsere Gebete eingeht. 

Abschnitt 6: Gott erlöst uns vom Bösen.

Manchmal glauben die Menschen, dass Gott uns Hindernisse und Versuchungen in den Weg legt, um uns zu prüfen. Die Heilige Schrift ist in diesem Punkt sehr deutlich, dass Gott keinen Anteil am Bösen hat. Im Gegenteil, Gott erlöst uns von allen möglichen Herausforderungen, denen wir begegnen mögen. (B20) Das Buch des Jakobus bestätigt das, indem es uns daran erinnert, dass Versuchungen das Produkt menschlicher Annahmen sind, denn Gott kann nicht versucht werden und Er kann auch nicht mit dem Bösen versuchen.  (B21) 

Der Psalmist bittet um Führung, um auf dem Weg der Rechtschaffenheit zu bleiben. Er weiß, dass Gott ihn vor seinen Feinden bewahren wird, und dass Gottes Geist vollständig gut ist, und er wird ihn in die Freiheit von allen Schwierigkeiten führen. (B22) Im Brief an Timotheus bittet Paulus nicht um Befreiung aus der Gefangenschaft oder gar vom Tod. Paulus‘ großes Anliegen ist, dass er von aller Art des Bösen befreit werde - dass, egal was ihm widerfährt, er einen gerechten Weg und einen geistigen Ausblick behält. (B23) John Calvin nennt diesen Vers „... eine bemerkenswerte Passage über die Erhaltung der ununterbrochenen Kommunikation der Gnade Gottes.“

Mary Baker Eddy wendet diese Bitte, vom Bösen erlöst zu werden, in eine positive Tatsachendarstellung - „Und Gott führt uns nicht in Versuchung, sondern erlöst uns von Sünde, Krankheit und Tod.“ (S26) Sie bestätigt, dass das wahre Wesen des Menschen in der Tat frei von Sünde, Krankheit und Tod ist. (S27) Wie konnte sie so sicher sein, das Gott nichts mit dem Bösen zu tun hat und dass der Mensch frei von diesen bösen Angriffen ist? Sie fand das in der ganzen Geschichte und in ihrer persönlichen Erfahrung bestätigt. (S28) Die Geschichte, die in S29 berichtet wird, ist eines von unzähligen Beispielen, bei denen die Berichtigung von falschen Annahmen über Gott und den Menschen Heilung bringt. Alles in dem Gebet des Herrn bringt das Denken in Übereinstimmung mit Gott. Wenn wir das Gebet des Herrn als Vorlage benutzen, können wir die feste Überzeugung von der Allgegenwart, Allmacht und Allwissenheit Gottes gewinnen; und wir können sie auf jede menschliche Not anwenden.

Der wohlbekannte Absatz auf S. 495:14 (S30) in Wissenschaft und Gesundheit gibt uns spezifische Anweisungen, die der Vorlage im Gebet des Herrn folgen. Es beginnt mit: „... halte dich unerschütterlich an Gott und Seine Idee.“ Wir sollen nichts als Sein Gleichnis in unser Denken einlassen. Wir sollen alles verbannen, was unseren „klaren Sinn“ und unser „ruhiges Vertrauen“ trübt. Wenn wir einmal unser festes Vertrauen auf Gott verankert haben, sollten wir jenes geistige Verständnis unterstützen und jede irrige Annahme mit der Wahrheit ersetzen.

Abschnitt 7: Preist Seinen heiligen Namen!

Des Gebet des Herrn endet mit einer Doxologie des Lobes für Gottes große Güte. (B24,B25) Viele meinen, dass die letzte Zeile von Übersetzern hinzugefügt wurde, aber sie passt vollkommen, wenn wir sie als Vorlage für das Gebet betrachten. Wir begannen mit der Wahrheit, und wir enden mit der Wahrheit. Das ist es, wie wir beten sollen. Und das Lob und die Anerkennung der Größe Gottes ist auch eine Form der Dankbarkeit und eine starke Zeichensetzung für unser Gebet.

Die Ausrichtung unseres Denkens auf Gott ist das „Erkennen“ Gottes. Es ist die Anerkennung Seiner Gegenwart, Macht und unendlichen Weisheit. Es schließt das Verständnis der ununterbrochenen Beziehung des Menschen zu seinem Schöpfer mit ein und gibt uns den Mut und die Gewissheit, dass Gott alle unsere Bedürfnisse stillt. Dazu gehört die Umwandlung unseres Lebens und die Freiheit von Sünde, Krankheit und Tod.

Die letzte Zeile der geistigen Auslegung ist in sich eine felsenfeste Aussage der geistigen Tatsache und beseitigt alles, was Gott entgegenstehen würde oder uns an Seiner Gegenwart zweifeln ließe. „Denn Gott ist unendlich, die Allmacht, alles Leben, alle Wahrheit, alle Liebe, über allem und Alles.“

 

 

 

[Die oben wiedergegebenen Ideen zur Anwendung  sollen in erster Linie den CedarS-Campern und Mitarbeitern (und auch ihren Freunden) dazu dienen, täglich den großen Wert des Studiums der Bibellektionen während des ganzen Jahres (und nicht nur im Camp) zu erfassen! Sie kommen montags in Englisch mittwochs in einer freien Übersetzung - dank Manfred auf Deutsch, durch Ana, Erick, Claudia und Patricio auf Spanisch oder durch einige Helfer von Orlando Trentini in Brasilien auf Portugiesisch. Eine freiwillige französische Übersetzung kommt von Rodger Glockpor, einem Christlichen Wissenschaftler aus Togo.

Du kannst dich auch eintragen, um wöchentlich durch e-mails über diese Ausarbeitungen ehemaliger CedarS Mitarbeiter informiert zu werden, damit Du sie mit älteren und jüngeren Sonntagsschülern teilen kannst, indem Du den „subscribe now”  Button (unten links auf der Seite http://www.cedarscamps.org/metaphysical/) anklickst.]

[Für Spenden sind wir immer sehr dankbar! Online oder per Telefon (+1 636 394 6162) oder per Post ( US- Scheck): CedarS Office, 1314 Parkview Valley Dr, Ballwin, MO 63011]

[Zusätzliche Anmerkung des Direktors:  Diese metaphysische Ausarbeitung ist die jüngste einer fortlaufenden 13-jährigen Serie der CedarS Bibellektionen – den sogenannten „Mets“, die im wöchentlichen Wechsel von Praktikern aus dem CedarS Camp und gelegentlich auch anderen Metaphysikern beigesteuert werden. Die wöchentlichen Angebote sind dazu gedacht, das weitere Studium und die Anwendung der Ideen aus der Lektion anzuregen sowie Schüler und Lehrer in den Sonntagsschulen zu stärken. Ursprünglich wurden sie nur an meine Sonntagsschüler und die Lehrer im CedarS Camp geschickt, die zuhause und in ihren Sonntagsschulen auf die gleiche Weise studieren wollten wie im Camp. Die CedarS metaphysischen Ausarbeitungen sind nicht als „endgültige Schlussfolgerungen“ zu verstehen und sie sollen keineswegs das tägliche Studium der Lektion ersetzen. Die Gedanken in den Ausarbeitungen bieten lediglich Hintergrundinformationen und weitere Einblicke innerhalb des Studiums der Wochenlektion an. Die wöchentlichen Bibellektionen sind von der christlich-wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft urheberrechtlich geschützt, werden im Vierteljahresheft abgedruckt und sind in vielerlei Formaten in den christlich-wissenschaftlichen Leseräumen oder online unter  eBibleLesson.com oder myBibleLesson.com erhältlich. Zitate, auf die sich die metaphysische Ausarbeitung („Met“) bezieht (z.B. B-1 und S-28) stammen aus der Bibel (B-1 bis B-26) und dem christlich-wissenschaftlichen Lehrbuch Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S-1 bis S-32). Die Bibel sowie Wissenschaft und Gesundheit sind die einzigen Prediger der christlich-wissenschaftlichen Kirchen. Die Bibel-Lektion ist die Predigt, die weltweit in den Gottesdiensten der Christlichen Wissenschaft gelesen wird. Die Lektionspredigt spricht durch Christus zu jedem Menschen, liefert einzigartige Einblicke und ist für jeden praktisch anwendbar. Wir sind dankbar, dass du diese Ausarbeitung angefordert hast und hoffen, dass einige Ideen hilfreich sind - für deine tägliche geistige Reise, deinem tieferen Verständnis der Bücher und einer innigen Beziehung mit Christus - dem Tröster und Pastor.]

 

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