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Reinige dein Herz und sei mit Gott versöhnt!

Craig L. Ghislin, C.S., Glen Ellyn (Bartlett), IL
Posted Monday, October 12th, 2015

[Reinige dein Herz und sei mit Gott versöhnt!]

Metaphysische Ideen zur Anwendung für die Bibellektion mit dem Thema

Die Versöhnungslehre

Für die Woche vom 12. bis 18. Oktober 2015

ausgearbeitet von

Craig L. Ghishlin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett) craig.ghislincs@icloud.com / +1(630) 830-8683

Hast Du jemals über die Versöhnung nachgedacht? Hauptsächlich bedeutet sie die „Reparatur“ schlechten Handelns. Im religiösen Zusammenhang gehört dazu die Sühne für die Sünde, um die Menschen wieder in Harmonie mit Gott zu bringen. In vielen Kulturen hat man sich dafür entschieden, um die Beziehung zu Gott zu erneuern, Ihm ein Opfer darzubringen -, um ihn zu beschwichtigen. Dabei haben die gut gemeinten Zeremonien allerdings wenig dazu beigetragen, dass die Menschen weniger sündigen, und deshalb müssen diese Zeremonien regelmäßig wiederholt werden. In der herkömmlichen christlichen Theologie gilt das Leben Christi Jesu und insbesondere sein Kampf in Gethsemane und seine Kreuzigung als das höchste und endgültige Opfer für die Sünden aller Menschen und aller Zeiten. Damit wird der Weg zur Versöhnung aller Menschen gewiesen, die Jesus als den Erlöser akzeptieren.

Das Wort „Doktrin“ oder Lehre bedeutet: „was gelehrt wird ... ein Prinzip, das in jeder Wissenschaft festgelegt wird.“ (Nach dem Student‘s Reference Dictionary) Diese Wochenlektion dient der Untersuchung dessen, was die Christliche Wissenschaft über die Versöhnung lehrt, wie sie durch den Meister Christus Jesus und unsere Führerin Mary Baker Eddy dargestellt wurde. Eine Online-Suche für das Wort Versöhnung (atonement) brachte unter anderem eine interessante Definition für die Versöhnung vom Standpunkt der Christlichen Wissenschaft aus. Sie lautet: „Erfahrung der Einheit der Menschen mit Gott wie durch Jesus Christus veranschaulicht“. (http://dictionary.reference.com/browse/atonement) Diese Definition kommt dem Zitat S4 aus unserem Lehrbuch sehr nahe: „Versöhnung ist die Veranschaulichung der Einheit des Menschen mit Gott, durch die der Mensch göttliche Wahrheit, göttliches Leben und göttliche Liebe widerspiegelt.“ Aus diesen Definitionen können wir ersehen, dass die Christliche Wissenschaft lehrt, dass Jesu Versöhnung mehr war, als das, was er für uns tat. Vielmehr zeigte uns Jesus durch das Beispiel den wahren Weg zur Versöhnung.

Der Goldene Text enthält eine christliche Darlegung des Glaubens. Zunächst erkennt er Gott als Vater an, „von dem alle Dinge sind und wir zu ihm“. Das Wort von erkennt Gott als Quelle alles Seins. Der zweite Teil der Aussage betrifft Christus Jesus als den Einen, „durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“ Das Wort „durch“ weist darauf hin. dass Christus Jesus die Instanz ist, durch die Gott und der Mensch miteinander versöhnt werden.

Bei den Bemühungen der Juden, sich mit Gott zu versöhnen, werden immer die vielen Ereignisse in ihrer Geschichte aufgeführt, die die Fürsorge Gottes für sie demonstriert haben. Die Verse aus dem Nehemia im Wechselseitigen Lesen sind ein gutes Beispiel dafür. Der Eckstein der religiösen Aktivitäten der Israeliten war immer und ist immer noch das Gesetz Moses. Dieser Verhaltenskodex dient dazu, die Menschen zu erheben und bildet den Rahmen, in dem Heiligkeit ermessen wird. Diese Gesetze sind „Wahre Gesetze; nicht solche Gesetze, wie sie einige Heiden haben, die Lüge, Aberglaube, Götzenanbetung und andere Irrtümer lehren; sondern solche, die die Wahrheit aufdecken und das wahre Gemüt und den Willen Gottes entdecken, und den wahren und einzigen Weg zum Leben“ (Poole’s English Annotations on the Holy Bible)

Die Zitate aus den Sprüchen veranschaulichen, wie viel Gewicht der Ausübung solcher Gesetze gegeben wird. Adam Clarke (etwa 1760-1832) drückt das so aus: „Kommt, meine Schüler und hört, wie der Vater sein Kind lehrt. Wie ich es von meinem Vater erhalten habe, so gebe ich es euch, und das waren die Lehren eines weisen und liebevollen Elternteils für den einzigen Sohn, eines besonderen Objektes seiner Hinwendungen, und auch die einer stolzen Mutter.“

Clark sagt, diese Präambel „soll zeigen, dass die Lehre, die er erhalten hat und die er ihnen gerade geben wird, das Großartigste ihrer Art ist. Dadurch sicherte er sich ihre Aufmerksamkeit und fand den Weg zu ihren Herzen. Lehren durch Vorschrift ist gut; Lehren durch Beispiel ist besser; aber Lehren durch Vorschrift und Beispiel ist das Beste von allem.“ Diese Worte richten sich auch an uns heute, wenn wir unser Denken für ein tieferes Verständnis der Versöhnung öffnen.

So nützlich und wohlmeinend die Gesetze Moses auch sein mögen, durch die vielen Verhaltensregeln und mit der Zeit laufen sie Gefahr, übermäßig technisch und ächtend zu erscheinen. So war es schon, als Jesus auftrat. Die Sünde durch Vorschriften anzusprechen, die nur das Verhalten unterdrücken, bedeutet, dass man nur auf die Spitze des Eisbergs achtet und die riesigen Eismassen unter der Oberfläche ignoriert. Das auf der Oberfläche schwimmende Eis stellt das Verhalten dar - aber die wahre Veränderung ergibt sich, wenn man das System der Annahmen unter der Oberfläche berücksichtigt. Um sich wirklich mit Gott in Einklang zu bringen, muss sich das Herz verändern. Dort setzt das Lehren Jesu an. Johannes sagt: „Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit sind durch Jesus Christus geworden.“

Strong‘s Exhaustive Concordance of the Bible definiert Gnade als den „göttlichen Einfluss auf das Herz und seine Reflexion im Leben.“ Das ist der Schlüssel. Um wahrhaft für Sünde zu sühnen und in Einklang mit Gott zu kommen, muss die Veränderung aus dem Herzen kommen - aus dem Kern unseres Seins. Das ist es, was Jesus veranschaulichte und was wir erstreben.

Die Pharisäer waren zufrieden mit einer Liste von Vorschriften, aber sie waren selten aufrichtig. Jesus förderte die religiöse Ausübung von der bloßen Beachtung des Buchstabens zum Leben des Geistes und dem ins Herz geschriebenen Gesetz. Liebe den Herrn „von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft.“ (Mk 12: 13)

Abschnitt 1: Versöhnung - Der erste Schritt: „Prinzip und seine Idee ist eins.“

Der erste Abschnitt öffnet mit der Schma (B1). [Nach Wikipedia: „Das Schma Jisrael (hebräisch ‏שְׁמַע יִשְׂרָאֵל ‎ Sch'ma Jisrael, Schᵉma Jisrael oder kurz Sch'ma ‚Höre Israel!‘) und die folgendenToraverse sind zentrale Bestandteile des täglichen Gebets: Schacharit (hebr. ‏שחרית‎), das ist das jüdische Morgengebet,...] Das Schma ist das Herz des jüdischen Glaubens - Der Glaubenssatz, auf den alles andere aufgebaut ist. Viel mehr als die Erklärung der Einheit Gottes im Gegensatz zum Polytheismus der Zeit, bestimmt diese Aussage, „dass Gott das Sein des Seins ist, ein selbstexistierendes Sein, das ewig und unveränderlich ist; und er ist nur einer im Wesen und in Essenz; das ergibt sich aus der Vollkommenheit seines Wesens, seiner Ewigkeit, Allmacht, Allgegenwart, Unendlichkeit, Güte, Autarkie und Vollkommenheit; denn es kann nur einen Ewigen, einen Allmächtigen, einen Allgegenwärtigen, einen Unendlichen geben, einen, der ursprünglich und durch sich selbst gut ist; ein Selbst und für alles ausreichendes vollkommenes Sein“ (Gill‘s Exposition of the whole Bible). Gottes Lehre ist so unaufhaltsam wie der Regen (B2), und sie nährt alles, was sie berührt. Und wie der Tau wird sie mit der Dämmerung bemerkbar und erfrischt die Erde nach einer kalten Nacht.

Gott etwas zu opfern, soll nichts Oberflächliches sein. Gott sagt Mose, dass das Opfern bereitwillig und von Herzen kommen soll. (B3) Selbst der Altar, auf dem geopfert wird, soll gereinigt und geheiligt sein. (B4)

So aufrichtig und bedeutungsvoll diese Reinigungsriten auch waren, mehr und mehr endeten sie, indem sie eher zeremoniell als heilig wurden. Der Theologe John Calvin schrieb: „Der Geist wurde tatsächlich im Schatten des Gesetzes verborgen ...“ Die rein mechanischen Riten brachten keinerlei Heiligkeit, und als Jesus die Szene betrat, legte er die Latte der Geistigkeit wesentlich höher. „... die wahren Anbeter [werden] den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten ...“ (B5) Für Jesus ist die neue Norm der Anbetung das einfache Opfer eines reinen Gebets ohne Pracht und Herrlichkeit. Daniels Dankgebet (B6) ist einfach und wunderschön. Es zeigt die von Herzen kommende Verbindung, die stark und rein ist.

Während Mose die Theologie seines Volks über Heidentum und Vielgötterei zu geistigerer Anbetung erhob, (S1) ging die Führerin der Christlichen Wissenschaft noch einen Schritt weiter. Sie sah Mensch und Gott - das göttliche Prinzip und die Idee - als Einheit, als Schöpfer und Schöpfung untrennbar miteinander verbunden. (S3) Einigen mag die Vorstellung von Gott als Prinzip kalt und leblos erscheinen. Aber das Prinzip ist der eigentliche Ursprung unseres Seins - lebendig und liebevoll. Mrs. Eddy verwendet bewusst das singuläre Verb „ist“, um die wahre Beziehung des Menschen zu Gott zu kennzeichnen. Der Mensch ist untrennbar mit seinem Schöpfer verbunden. Zitat S4 aus Wissenschaft und Gesundheit ist eine sehr präzise Definition für die Versöhnung: „... die Veranschaulichung der Einheit des Menschen mit Gott, durch die der Mensch göttliche Wahrheit, göttliches Leben und göttliche Liebe widerspiegelt.“ In dieser Einheit hat der Mensch kein Gemüt oder Willen von Gott getrennt. (S5) „Der Mensch ist der Ausdruck von Gottes Sein.“ Bedenke, wie bedeutungsvoll das ist. Der Mensch muss nicht darum kämpfen, um Gott zum Ausdruck zu bringen, der Mensch ist der Ausdruck von Gottes Sein - Gott bringt uns zum Ausdruck! Wie können wir Gott noch näher kommen?

Zitat S6 klingt wie ein Glaubenssatz - wie der der Schma. Das ist der Aufruf, Gott „die Herrlichkeit, Ehre, Herrschaft und Macht“ zu geben, die seinem Namen gebühren. Der erste Schritt zur Versöhnung ist, eine ewige, direkte Beziehung zwischen Gott und Seiner Idee zu begründen.

Abschnitt 2: Gebet aus reinem Herzen

John Calvin schreibt: „Gott ist einer, weil er ständig fortfährt, wie er selbst zu sein und mit unveränderlichen Regelmäßigkeit an dem Ziel festhält, das er einmal festgelegt hat.“ Der Ausdruck, „Gott ist einer“ weist darauf hin, dass es in Wirklichkeit keine Notwendigkeit für einen Vermittler gibt, weil, wie in Abschnitt 1 besprochen, „Prinzip und Seine Idee ... eins [ist].“ Doch gewiss brauchen diejenigen, die meinen, von Gott getrennt zu sein, einen Vermittler. Die Notwendigkeit für einen Vermittler zwischen Gott und Mensch ergibt sich aus des Menschen Ungehorsam.

Den Juden war klar, dass Jesus seine Doktrin oder Lehre nicht über die gewöhnlichen Unterrichtskanäle erworben hatte und bezweifelten deshalb die Gültigkeit seiner Botschaft. Allerdings machte Jesus keinen Versuch, sein Lehre durch menschliche Kanäle zu bestätigen. Er erklärte mutig, dass seine Lehre direkt von Gott kam (B8). Jesu Lehre war keine intellektuelle Übung. Sie war durch seine Beziehung zu Gott in ihn eingebettet. Auch seine Nachfolger konnten nicht erwarten, Gott auf weltliche Weise zu finden. Nur „die reinen Herzens sind ... die werden Gott schauen.“ (B9)

Da Jesus sich nicht länger an die Beachtung religiöser Riten und Zeremonien gebunden fühlte, um Gott zu erreichen, führte er das von Herzen kommende Gebet als praktischen Weg zur Versöhnung des Menschen mit Gott ein. Das beginnt damit, alle weltlichen Einflüsse auszuschalten. (B10) Abgesehen von dem Vorteil, dass man nicht abgelenkt wird, bedeutet der Gang in das Kämmerlein auch, dass unser Gebet nicht von Zuschauern beeinflusst wird. Es ist nichts zum Angeben, es muss vom Herzen kommen - nur zwischen dir und Gott.

Das Gebet des Herrn ist eine Vorlage für unsere eigenen Gebete. Beachte, wie tief und ehrlich es ist! Es ist ein Gebet, das alles einschließt. Es ist nicht nur für den Bittenden, sondern für alle da. Es beginnt mit Gott, erkennt Seine Allgegenwart, Majestät, Herrschaft, Macht, Allwissenheit, Reinheit und Heiligkeit an; schaut dann für alles Notwendige auf Gott und fordert uns auf, in Übereinstimmung mit unserem Gebet zu leben. Es schließt, wie begonnen, mit der Bestätigung, dass Gott der Ursprung und der Herrscher über alles ist.

Jesus lehrte, dass diejenigen, die Gott ehrlich folgen, intuitiv wissen würden, dass Gott die Quelle für seine Lehre ist (S7). Ein ehrliches Herz erkennt die Wahrhaftigkeit der Wortes durch seine eigene Verwandtschaft mit der Wahrheit. Wenn wir auf Gott ausgerichtet sind, dann schaltet sich unser geistiger Sinn ein, und wir können nur noch den Menschen erkennen, den Gott gemacht hat. (S8) In der Christliche Wissenschaft wird Gebet durch unsere Einheit mit Gott veranschaulicht. (S9) Die ersten Zeilen des Gebets des Herrn sind vom Sinn der Einheit und Liebe erfüllt. Der Ausdruck „Vater-Mutter“ impliziert eine starke familiäre Bindung mit unserem Schöpfer, und dieser Schöpfer ist der „Einzig Anbetungswürdige“. (S10) In modernen Wörterbüchern bedeutet das englische Wort „adore“ (anbeten) „sprechen oder beten;“ doch im „The Student‘s Reference Dictionary“ kommt es von „zum Mund führen wie bei einem Handkuss“. Beide Versionen erzeugen Gefühle im Herzen - eine innige Nähe, die nur durch ehrliche Zuneigung hervorgebracht werden kann. Wenn es einen Gott gibt, gibt es nichts anderes, zu dem man Zuneigung empfinden kann. „Die Allheit der Gottheit ist ihre Einheit,“ (S11)

Abschnitt 3: Liebe zu Gott und Mensch

Wir beginnen den dritten Abschnitt mit einer Wiederholung des Goldenen Textes, der uns daran erinnert, dass Gott die Quelle aller Dinge ist, aber Jesus derjenige, durch den wir mit Gott versöhnt werden. (B11) Wie schon erwähnt, war das religiöse Establishment den Lehren Jesu nicht freundlich gesinnt. Er war ganz sicher nicht auf konventionale Weise gelehrt worden. Die Schriftgelehrten und Pharisäer beanspruchten Autorität durch ihre Gemeinde, Jesus beanspruchte göttliche Autorität. (B12) Als ihn die Schriftgelehrten mit der Frage konfrontierten, „Welches ist das erste Gebot von allen?“ begann Jesus mit der Schma oder dem jüdischen Glaubenssatz (B13). Doch dann fügt er das Element des Herzens hinzu, das so wichtig ist, wenn man sich in Liebe an Gott wendet - von ganzer Seele - und auch seinen Nächsten liebt. Es wird gesagt, Jesus habe als Erster diese beiden Gebote miteinander verbunden. Deutlich verlangte er eine tiefere Überzeugung als nur das Befolgen von Regeln.

Unsere Führerin nahm sich diese Gebote auch zu Herzen, und erwartete von ihren Nachfolgern, dass sie das gleiche tun. (S12) Sie verstand Jesu Mission so, dass er uns zeigte, wie wir eine heiligere Erfahrung erreichen können, aber nicht, dass er es für uns tun würde. Ihr seht, dass die traditionelle Theologie glaubt, dass Jesus durch die Kreuzigung alles für die Versöhnung Notwendige für uns getan hat. Aber Tatsache ist, dass wir Jesu Beispiel immer noch folgen müssen und unsere eigene Arbeit tun müssen (S13). Wie wir im letzten Abschnitt gesehen haben, dass nur diejenigen mit reinem Herzen Gott sehen (verstehen) können, so weist Jesus hier darauf hin, dass die tiefen Dinge Gottes nicht durch den Buchstaben des Gesetzes erworben werden können. Wenn das Herz nicht für die Güte Gottes geöffnet ist, ist der Buchstabe alleine unzureichend. (S14) Den Menschen widerstrebt es, ihre Zeremonien gegen die von Herzen kommende Umwandlung aufzugeben, denn das erfordert mehr von ihnen, als sie bereit sind zu geben. In der Christlichen Wissenschaft haben wir wirklich keine große Auswahl. Wir müssen Jesu Gebot folgen, Gott von ganzem Herzen zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst. (S15)

Abschnitt 4: Unseren Boden behaupten

Beim Johannesevangelium finden es die Kommentatoren bemerkenswert, dass Jesu Rückkehr „in der Kraft des Geisten“ das Ergebnis seines Kampfes in der Einöde gewesen ist. (B14) Statt durch seinen hart erkämpften Sieg in der Wüste müde zu sein, ist er in seinem Entschluss gestärkt und in seinem geistigen Empfinden gesteigert. Wegen der ständigen Zurückweisungen durch das religiöse Establishment musste Jesus stärker sein. Er war sich bewusst, dass er in den Augen der Schriftgelehrten und Pharisäer mit der Verletzung des Sabbats ein schweres Verbrechen beging. Also kam er ihrer Kritik zuvor, indem er sie fragte, ob es besser sei, am Sabbat Gutes oder Böses zu tun. (B15) Der Abbington Bible Commentary weist darauf hin, dass Jesu Frage „sich nicht nur auf das bezieht, was er gerade vorhat zu tun, sondern auch auf die Verschwörung gegen sein Leben, wovon er wusste, dass seine Feinde gerade an diesem Sabbat darüber nachdachten.“ Aus reiner Liebe ging er daran, die Hand des Mannes zu heilen, trotz dessen, was die Schriftgelehrten und Pharisäer gerade dachten; und - was nicht verwunderlich ist - seine Kritiker schäumten vor Wut. Weise zog er sich darauf zum Beten in die Berge zurück.

Jesus wusste, dass es immer Widerstand gegen geistige Tätigkeit gibt. Das fleischliche Gemüt ist gegen alles, was zu seiner unvermeidlichen Zerstörung beiträgt. Auch uns begegnet beim Heilen Widerstand. Ein Artikel aus dem Journal vom Februar 2015 mit dem Titel „Noch keine Heilung? Bringe den Antichrist zum Schweigen!“ befasst sich genau mit diesem Thema. Das fleischliche Gemüt befasst sich mit aller Art menschlicher Güte und Wohltätigkeit, aber zieht eine [rote] Linie, wenn es um Heilung geht. Im Brief des Paulus an Timotheus (B16) wird der Kampf und das Opfer Jesu anerkannt, das er erduldete, um der Menschheit den heilenden Christus zu bringen. Ohne seine Lehre und sein Beispiel hätten wir kein Heilen. Im Geiste der Arbeit Jesu empfiehlt Paulus, alle Gläubigen, unapologetisch zu beten , nicht um aufzufallen oder von den Menschen gesehen zu werden, sondern vertrauensvoll im Angesicht der Opposition fest zu stehen.

Dieses Gebet muss , wie es die Seligpreisung anregt, aus reinem Herzen kommen, „ohne Zorn und Zweifel“. Nach Gil ist das Aufheben der Hände „ein Symbol für die Erhebung des Herzens zu Gott ... und diese Hände müssen heilig und rein sein; es muss Reinheit des Herzens da sein ... oder eine Freiheit von jedweder herrschenden Sünde, die das Gebet für Gott unakzeptabel machen würde.“

Mrs. Eddy stimmt mit Paulus‘ Einschätzung überein, dass es Jesu Aufgabe war, „als Mittler zwischen Gott und den Menschen“ zu wirken. (S16) Jesus bewies durch seine heilenden Werke, dass Christus der Mittler bei allen geistigen Heilungen und beim religiösen Fortschritt ist. Er war der Wegweiser. Die Pharisäer hingen an ihren materiellen Denkweisen und wiesen Jesu heilende Lehre zurück (S17). Mrs. Eddy weist mit Recht darauf hin, dass Jesu Heilsystem noch nicht allgemein akzeptiert wird.

Aber Jesus ließ sich bei seiner heilenden Tätigkeit nicht durch menschliche begrenzende Gesetze einengen. Er lebte allein für Gott und forderte auch seine Nachfolger auf, es ihm gleich zu tun. (S18) Jesus war unbeeindruckt von den Hindernissen, die ihm begegneten. Er trug die Beweislast und führte für alle Nachfolgenden den Weg aus dem Fleisch heraus. (S19) Er verkörperte, was die erste Zeile im Kapitel über das Gebet zum Ausdruck bringt.

Er hatte den „absolute[n] Glaube[n], dass bei Gott alle Dinge möglich sind - ein geistiges Verständnis von Ihm, eine selbstlose Liebe.“ (S20) Hier ist wieder das Herz - das offene Herz der selbstlosen Liebe.

Abschnitt 5: Liebe auf die Probe gestellt

Diese selbstlose Liebe wurde bei Jesu Kreuzigung auf die Probe gestellt. Calvin weist darauf hin, dass Jesus nicht gejagt und gefangen genommen wurde. Er ergab sich freiwillig (B17). Die Pharisäer arbeiteten geheim und hinterhältig. Sie schnüffelten herum und nahmen ihn in der Nacht gefangen. Es mag ausgesehen haben, als wäre Jesus hilflos in die Hände barbarischer Verfolger gefallen, aber er hatte das Heft in der Hand. Sein Handeln war nicht selbstsüchtig oder selbsterhaltend. Es war Selbstaufopferung für die Erlösung der ganzen Menschheit.

Die krampfhaften Bemühungen des fleischlichen Gemüts, sein Handeln zu rechtfertigen, legt die Tiefe seiner Verderbtheit offen. Zahlenmäßig verstärkt verspotteten die Schriftgelehrten und Priester Jesus und seine Mission ungestraft. Pilatus dagegen, der kein besonderes Interesse an der Sache hatte und der von einem objektiven Gesichtspunkt aus arbeitete, findet „keine Schuld“ bei Jesus (B18). Obwohl das nicht in der Lektion vorkommt, versucht Pilatus doch, Jesus loszulassen. Doch erwartungsgemäß ziehen die Massen es vor, einen aufrührerischen Mörder freizubekommen, statt Pilatus zu gestatten, den besten Menschen, der je gelebt hat, zu retten. Poole schreibt: „Strenge und Heiligkeit von Lehre und Leben ist es, was die weltlichen Menschen gegen die Prediger und Lehrer des Evangeliums in Rage bringt.“

Es fällt schwer, sich einen solchen Hass gegen einen so guten Menschen vorzustellen. Aber so scheint das Wirken des sterblichen Gemüts zu sein. Die Pharisäer waren offensichtlich bereit, sich aller Mittel zu bedienen, um Jesus ein Ende zu bereiten. Adam Clark bemerkt: „Böse Leidenschaften betrügen jene, die ihnen als Sklaven dienen. Eine vorgespielte Mäßigung hätte diese Kläger weniger verdächtig gemacht, ihre Anschuldigungen wären glaubhafter geworden und die Eifersucht weniger sichtbar als diese Heftigkeit; aber Eifersucht berät sich selten durch der Weisheit. ...“

Durch alles das, vergibt ihnen Jesus. Sein wahrer Charakter wird in dem offenbart, was er für die Menschheit getan hat, indem er für alle im Gemüt oder Körper Unterdrückten Heilung brachte. (B19) Jesu Mission war und ist der zentrale Punkt jeder Prophezeiung. Er erfüllte seine Mission mit Herrschaft und Gnade. Die Menschen haben sich selber von Gott entfremdet, indem sie ungehorsam gegen Gottes Gesetz waren - Selbstsucht, Stolz, Eitelkeit, Sinnlichkeit und Rebellion. Christus Jesus kam, um den Menschen mit Gott zu versöhnen. (B20)

Das konnte nur durch Liebe geschehen. Die meisten traditionellen Religionen sind der Auffassung, dass man, um gerettet zu werden, einfach seine Sünden bekennen und Jesus als Herrn und Erlöser anerkennen muss. Die Christlichen Wissenschafter meinen oft, dass es keine Sünden zu bekennen gibt, weil der Mensch zu Gottes Gleichnis geschaffen worden ist und deshalb keine Notwendigkeit besteht, Sünden zu bekennen. Aber das wäre ein Fehler. Wir müssen Sünde erkennen und sie tadeln, indem wir bewusst unser Leben bessern.

Jesus war das Modell für die Versöhnung. Er demonstrierte des Menschen Einheit mit Gott durch alles, was er tat, und das zeigt uns wohl ganz sicher den Weg zur Erlösung.(S21) Wir erkennen an, dass Jesus den Menschen mit Gott versöhnt (S22), und er tut das, indem er durch Demonstration zeigt, was wahre Liebe zu Gott und Mensch bedeutet. (S23) Wirksamkeit heißt: „die Macht, eine beabsichtigte Wirkung zu erreichen.“ Die Kreuzigung demonstrierte die höchste Liebe zur Menschheit auf so greifbare Weise, wie sie keine Wortgebilde vollständig erklären könnten (S24).

Um welche Opfer werden wir gebeten? Es geht um kleine und große Opfer. Aber wenn wir ehrlich sind, werden wir durch Demonstration und praktische Erfahrung zu verstehen anfangen, was Versöhnung bedeutet - was es heißt, das Herz zu öffnen und seinen Charakter in der Versöhnung mit dem Göttlichen zu reinigen. Der alte sich wiederholende Kreislauf von Sündigen und Versöhnen, Sündigen und wieder Versöhnen verfehlt das Ziel. (S25) Ursprünglich war genau das die Bedeutung von Sünde - „das Ziel verfehlen“. Das Lehrbuch sagt uns, dass die Versöhnung „... beständiges Opfern des Selbst von Seiten des Sünders“ fordert. (S26) Die alte Theologie bleibt immer noch beim Kreis von Sünde, Leiden und Bereuen, doch das wahre Verständnis, dass unser natürlicher Zustand ohne Sünde ist und rein, wird uns befähigen, die Sünde ein für alle Mal abzulegen. Dadurch wird die Macht der Kreuzigung von einem auf Leiden beschränktes Ereignis zur Pforte des ewigen Sieges erhoben. (S27)

Abschnitt 6: Das Wunder der Gnade

Paulus sagt: „Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht;“ (B21) Wie schon vorher festgestellt, definiert Strong‘s die Gnade als: „göttlichen Einfluss auf das Herz und seine Reflexion im Leben.“ Hier ist der Schlüssel, dass der göttliche Einfluss nicht einfach in intellektuellen Schlussfolgerungen liegt, er muss unsere Herzen berühren und in unseren Leben reflektiert werden. Damit die Versöhnung authentisch wird, muss es eine Auswirkung auf unsere Lebensweise geben. Wie Jesus vor seiner Auferstehung für die Welt tot zu sein schien, so sagt auch Paulus. dass er für die Sinne und die Sünde „tot“ war. Er lebt einzig durch Christus. (Bei der Übertragung aus der englischen Lektion ins deutsche Lektionsheft ist leider dieser Satz weggefallen: „Ich bin mit Christus gekreuzigt.“, wohl weil er nicht wie in der KJV als erster Satz im Vers 20 steht, sondern als letzter Satz im Vers 19 und so übersehen wurde.)

Die Hebräer werden aufgefordert, ihre Herzen in Gottes Gnade zu gründen (B22) und nicht durch die Winde menschlicher Theorien in verschieden Richtungen tragen zu lassen. Manchmal wird das Herz als launisch dargestellt, aber wahrlich, das Herz der Liebe ist fest verwurzelt und so gut gegründet, dass es durch nichts geändert werden kann. Dieser göttliche Einfluss der Gnade ergießt sich wie ein Sturzbach auf jeden Einzelnen (B23). Der Prophet Joel ruft dazu auf, Gott zu loben für alles, was Er für Seine Kinder getan hat (B24, nur in der englischen Lektion: Joel 2:26 „preist den Namen des Herrn eures Gottes, dass er sich wunderbar mit euch befasst hat:“) Jeder, der voll mit Gottes Gesetz übereinstimmt und ihm gehorcht, der Gott und die Menschen liebt, ist wirklich etwas Wunderbares und zu loben.

Wissenschaft und Gesundheit gibt der Bedeutung der Versöhnung die volle Anerkennung. Nach Jahrhunderten alter Theologie, die uns zur Sünde verdammte und lehrte, dass der Mensch von Gott getrennt ist, hat Christus den Weg für die mögliche Versöhnung mit Gott freigemacht. (S28). Die Auswirkung dieser Lehre von der Einheit mit Gott wird durch die Erneuerung und Neuheit des Lebens (S29) demonstriert. Die alten theologischen Lehren gehen von der Trennung aus, dagegen hat die Lehre Christi eine umwandelnde Kraft (S30) Die Lehre von dem einen Gott und Vater aller, vom dem alle Dinge ausgehen und von dem einen Christus als göttlicher Mittler, durch den wir alle mit Gott versöhnt werden, ist nicht länger eine theologisch Abstraktion. Sie ist eine gegenwärtige Möglichkeit. Sie ist wahrlich ein „Wunder der Gnade“ (S31).

[Die oben wiedergegebenen Ideen zur Anwendung sollen in erster Linie den CedarS-Campern und Mitarbeitern (und auch ihren Freunden) dazu dienen, täglich den großen Wert des Studiums der Bibellektionen während des ganzen Jahres (und nicht nur im Camp) zu erfassen! Sie kommen montags in Englisch mittwochs in einer freien Übersetzung - dank Manfred auf Deutsch, durch Ana, Erick, Claudia und Patricio auf Spanisch oder durch einige Helfer von Orlando Trentini in Brasilien auf Portugiesisch. Eine freiwillige französische Übersetzung kommt von Rodger Glockpor, einem Christlichen Wissenschaftler aus Togo.

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