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Gib und empfange im Überfluss!

Craig L. Ghislin, C.S., Glen Ellyn (Bartlett), IL
Posted Sunday, March 8th, 2015

Gib und empfange im Überfluss!

Gedanken zur Anwendung für die christlich-wissenschaftliche

Bibellektion über

Substanz

für die Woche vom 9. bis 15 März 2015

ausgearbeitet von

Craig L. Ghishlin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett) craig.ghislincs@icloud.com / +1(630) 830-8683

Wo liegt Deine Wertschätzung? Wie viel ist ausreichend? Heute macht man sich viele Gedanken darüber, welcher „Teil“ einem zusteht. Welchen Teil meines Einkommens soll ich für die Zukunft sparen? Wie groß oder klein sollte ein bestimmter Teil der Nahrung sein? Wie viel meiner Zeit sollte ich meiner beruflichen Arbeit, dem Schlaf, der Übung, der Erholung, der Anbetung usw. geben? Der Anteil an einer bestimmten Sache mag unterschiedlich sein, je nach Qualität oder Seltenheit einer Sache oder nach den Umständen des Empfängers.

Im Goldenen Text spielt der Psalmist auf die Größe eines Erbteils an. Während andere Wert auf Grundbesitz oder Wertsachen legen, sucht er nach wahrer Substanz, die von Gott ausgeht.

Viele Sorgen in der heutigen Welt kreisen um Mangel und Ungerechtigkeit. Besorgnisse darüber, ob es genug des Guten gibt, um klarzukommen und wer wie viel und warum bekommt - das alles geht von der Voraussetzung begrenzter Versorgung und endlicher Ressourcen aus.

Das Wechselseitige Lesen geht auf alle diese Bedenken direkt ein, indem es die Voraussetzung von der Begrenzung zum Überfluss verändert, indem es Gott als die Quelle aller Güte einsetzt. Gott verteilt keinen Kleinkram. Er gibt nicht zufällig dem einen und nicht dem anderen. Er verwandelt Knappheit in das Gegenteil, in das Ausreichende. Die Bedürftigen werden durch das göttliche Gesetz versorgt. Wahre Substanz nimmt niemals ab, sie vermehrt sich.

Wer sein Vertrauen fest auf Gott setzt, kommt nicht eben so zurecht, er blüht auf. Wie der Psalmist erkennt auch Paulus Gottes überreiche Gnade an. Bei ihm gibt es nicht den leisesten Hinweis auf einen Mangel. Die gerade überfließende Güte befähigt uns, einige gute Werke zu tun, doch „in allen Dingen“ reich „zu werden“. Das erfüllt uns natürlich mit Dankbarkeit für alles, was Gott gibt.

Abschnitt 1: Wahre Substanz kommt von Geist.

Da Gott Geist ist, braucht man nur noch daraus folgern, dass das Gute, das er austeilt, auch geistig ist. Gott hat alles gemacht, was gemacht ist (B1), aber Er hat keine materiellen Objekte geschaffen, die Begrenzungen und dem Verfall unterliegen. Er hat großartige geistige Ideen geschaffen. Gottes Schöpfung braucht keinen Urknall oder viele Milliarden von Jahren, um sich zu entwickeln. Alles, was existiert, kam aus dem „Hauch seines Mundes“ und war immer da. Achtet auch darauf, dass eine gewisse Großartigkeit in Gottes Schöpfung liegt - „die Erde ist voll der Güte des Herrn.“ Der Psalmist fordert alle auf, Gott für Seine wunderbaren Werke zu loben. (B2) Paulus erinnert uns daran, dass die Dinge, die wir sehen, nur ein Hinweis auf die Unermesslichkeit der geistigen Schöpfung sind. (B3) Das bedeutet auch, dass hinter all den Dingen, die wir sehen, die wahre Substanz steht - das eigentliche Wesen, oder die Idee eines Dinges, das in der Ewigkeit existiert. Selbst die materielle Wissenschaft lehrt, dass Gleiches Gleiches erzeugt. Alles, was Gott erschafft, muss Ihm gleichen.

Mary Baker Eddy führt diese Logik zu der Schlussfolgerung, dass alles, was Gott geschaffen hat, Ihm nicht nur gleicht, sondern dass nur Gott, Geist, die wahre Substanz ist (S1). Geistige Dinge sind wirklich und ewig - ohne Anfang und ohne Ende. Materielle Dinge haben keine Substanz, und sie sind zeitlich. Sie sind endlich, und ihr Maß ist die Zeit. Mrs. Eddy fährt dann fort und sagt, dass wenn die wahre Substanz der Schöpfung erscheint, „das Nichtsein der Materie erkannt“ wird. (S2) Ihre Argumentation ist so klar, dass sie jeglichen Gegenargumenten standhält. Das erschließt sich uns - oder auch nicht - dadurch, dass wir ihre Prämisse akzeptieren: dass Gott Geist ist und dass Er alles „in und aus sich selbst erschaffen“ hat. Sie ist sich ihrer Überlegungen so sicher, dass sie dem Leser die Frage stellt: „Was sollte für uns Substanz sein?“ (S3) Nimm Dir etwas Zeit, um diese Frage ehrlich zu beantworten. Deine Antwort wird einen Einfluss auf jede Entscheidung, die Du triffst, haben und darauf, wie Du jeder Herausforderung begegnest, die auf dich zu kommt.

Abschnitt 2: Woraus bist Du gemacht?

Wenn es nach der Mehrzahl der Theorien geht, die wir in der Schule lernen, dann scheint es, dass der Mensch nicht mehr ist, als ein Sammelsurium mikroskopischer Partikel, die sich zusammenschließen, um organisches Leben zu bilden. Das Problem dabei ist, dass das manchmal richtig funktioniert und manchmal eben nicht. Obwohl die Theoretiker uns Gesetze präsentieren, die bestimmen, wie alles zusammenarbeitet, kann uns keine dieser Entdeckungen vor schädlichen Umständen bewahren. Und weiterhin, je weiter sie in die Materie hineinschauen, um so wenige Materie finden sie. Und nach der Internetseite physics.org findet man, dass, wenn man allen Zwischenraum aus den Atomen aller Menschen herauspresst, dass die ganze Menschheit in das Volumen eines Zuckerwürfels passen würde. Die Quintessenz ist, dass sogar nach sterblichen Messungen die Materie nicht sehr substanziell ist. Doch selbst das ist nicht die geistige Tatsache. Die geistige Tatsache ist, dass wir überhaupt nicht aus Materie bestehen, gleich wie winzig die tatsächlichen Teilchen sein mögen. Wir sind „wunderbar gemacht“. (B5) Wir sind die Idee, und alles Gute, das wir haben, kommt von Gott. Die Zitate B6 und B7 erkennen Gott als Quelle alles Guten an. Gott ist die einzige schöpferische Kraft, und Seine Schöpfung ist vollkommen.

Alles, was Gott erschafft, wird nach Seinem Bild gemacht, und alles, was existiert, ist die Reflexion von Gottes Sein. Gott ist die einzige Substanz, und die einzige Substanz, die wir haben können, ist die Substanz des Geistes. Wir scheinen materielle Substanz zu sein, aber wir sind „Bildnis“ oder „Idee“. (S5) Was materielle Substanz zu sein scheint, und die Sünde, die Krankheit und der Tod, die sie begleiten, sind keine tatsächlichen Bedingungen, sondern verzerrte Ansichten der wahren Substanz des Geistes. Der wirkliche Mensch hat niemals in der Materie existiert. Er unterlag auch nicht den Annahmen der Sünde, der Krankheit und des Todes. Der wirkliche Mensch, den Gott geschaffen hat, war „immer jenseits und über der sterblichen Illusion“ des Lebens in der Materie (S6). Der Mensch ist immer vollkommen, weil Gott immer vollkommen ist. Wir sind nicht durch oder wegen materieller Gesetze geschaffen worden. Wir sind von Gottes Gesetz gemacht und regiert - nicht nur teilweise, sondern komplett (S7).

Man muss materielle Gesetze irgendeiner Art nicht fürchten. Du bist nicht Materie. Du bist eine Idee, und Deine Substanz ist im Geist. Das ist es, woraus Du bestehst, und nichts kann das berühren.

Abschnitt 3: „Möchtest Du Fritten dazu?“

Auf das, was wir essen, richtet sich eine ungewöhnlich große Aufmerksamkeit. Kalorienkontrolle, Qualität, was man essen sollte, wovon man mehr bekommen sollte - alle diese Ratschläge gehen von der Annahme aus, dass wir organisch sind und von Chemie und Genetik bestimmt werden. Kürzlich hat ein christlicher Fernsehsender damit begonnen, Diäten und Körperübungen nach der Bibel zu empfehlen. Ernährung und Fitness sind riesige Industrien in der westlichen Kultur. Der Psalmist lädt uns ein, die Dinge aus einem anderen Winkel zu sehen: „Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist.“ (B9) Gott ist die Quelle aller Güte und Ihm zu vertrauen, bringt Segen. Der Theologe John Gill (1697-1771) kommentiert die Aufforderung des Psalmisten, „Schmeckt und seht“ aus einer anderen Perspektive. Er weist darauf hin, dass der Unverbesserliche oft einen verdorbenen Geschmack hat und lieber den sündigen Gelüsten des Fleisches folgt, wogegen der Bekehrte einen erneuerten Geschmack hat und bereit ist, von Gott allein ernährt zu werden.

Die Geschichte von Daniel und seinen Mitgefangenen, die sich weigerten, die Speisen des Königs zu essen (B10), wird gewöhnlich dafür angeführt, dass die Nahrung selbst keine besondere Kraft habe, die Gesundheit zu fördern, im Vergleich zu der Fähigkeit Gottes, den Menschen zu erhalten, unabhängig davon, wie reichhaltig eine bestimmte Nahrung sein mag. Doch John Calvin weist noch auf einen anderen interessanten Gesichtspunkt hin. Die siegreichen Könige gebrauchten oft einen gewissen Luxus, um den Widerstand ihrer Gefangenen abzuschwächen. Daniels Abstinenz von Luxusverpflegung war kein einfaches Fasten. Sie sollte ihn an seine Abstammung erinnern und an seine Gefangenschaft. Er wollte vermeiden, durch die sinnliche Verführung seiner Eroberer verleitet zu werden. Er wies nicht nur ihr Essen zurück, sondern ihre gesamte Lebensführung, und er schützte sich davor, selber darin unterzugehen.

Christus Jesus lehrte auch, dass die Verlockungen des Fleisches dem geistigen Wachstum entgegenstehen. Fleisch und Geist sind Gegensätze, und nur der Geist ist förderlich (B11).

Die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft hat den Konflikt zwischen Geist und Fleisch klar erkannt. Geist, Gott, wird als die einzige Substanz definiert (S9) und das Fleisch als Irrtum der Annahme, die Leben, Substanz und Intelligenz in der Materie behauptet (S10). Sie erwartete nicht, dass wir aufhören zu essen; aber sie blieb bei ihrer Überzeugung, dass der Mensch im Geist lebt, nicht in der Materie (S11). Sie wusste, dass wir durch geistigen Fortschritt Schritt für Schritt die Annahme aufgeben würden, dass Nahrung uns erhält. Um zu diesem Standpunkt zu kommen, muss man von der richtigen Prämisse ausgehen, dass Gott die einzige wahre Substanz ist (S12). Mrs. Eddys Überlegungen dazu waren sehr logisch. Der sterbliche Glaube geht immer von zwei Standpunkten aus. Er sagt, dass Nahrung manchmal gut für uns ist und einem zu anderen Zeiten schaden kann. Ständig schwingt das Pendel der sterblichen Meinung hin und her (S13). Man sagt, „Eier sind gut, ... dann sind sie schlecht, ... dann sind nur Teile der Eier gut und andere schlecht.“ Getreide haben den gleichen Zyklus durchgemacht, auch gewisse Gemüsesorten, Fleischwaren und andere Lebensmittel. Jede Methode hat ihre Befürworter und ihre Gegner.

Im Endeffekt sind wir geistig, und Lebensmittel spielen keine Rolle bei der Bestimmung unserer Gesundheit oder Geistigkeit. Gemüt regiert alles, und die Materie hat nichts damit zu tun (S14). Calvin schrieb: „... wir sollten bedenken, dass unser Leben weder von Brot noch irgend einer anderen Ernährung abhängt, sondern vom Segen Gottes.“ Unsere Führerin fordert uns auf, uns „auf den erhaltenden Unendlichen [zu] verlassen.“ (S15) Wenn unser Hunger nach geistigen Dingen den Appetit auf materielle Nahrung überwiegt (auf Delikatessen oder irgendwelche andere von uns gewählte menschliche Diät), dann werden wir unsere wahre Substanz in geistiger Nahrung finden.

Abschnitt 4: Die Substanz einer rechten Idee öffnet die Tür zu geistigen Möglichkeiten.

Jeremias Bitte um Heilung (B12) ist ein Beispiel dafür, was es heißt, Gott vollständig zu vertrauen. Ein solcher tief empfundener Glaube ist eine mächtige Kraft beim Heilen. Paulus vergleicht die Kraft des Christus mit dem Licht, das in die Dunkelheit strahlt. (B13) Das Licht ist eine Gegenwart - es hat Substanz. Die Dunkelheit ist keine Gegenwart, sondern eine Abwesenheit. Deshalb kann sie dem Licht nicht widerstehen.

Lukas berichtet von der Heilung der zehn Aussätzigen (B14). Der methodistische Theologe Adam Clark verbindet den Anspruch von Lepra mit Sünde. Er schreibt: „ Sünde ist die schlimmste Form von Lepra; sie trennt die Betroffenen nicht nur von den Gerechten, sie trennt sie auch von Gott; und nichts als die mitleidige Hand Christi Jesu kann eine Seele davon befreien.“

Als die Aussätzigen Jesus um Hilfe baten, forderte er sie auf, sich den Priestern zu zeigen. Das jüdische Gesetz forderte, dass der Priester die Reinheit feststellt und damit die Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Dafür musste man bereits geheilt sein. Das bedeutete, dass die zehn Männer die feste Erwartung haben mussten, das ihre Heilung vollendet ist, wenn sie dort hin kamen. Würdest Du ein solches Vertrauen haben? Einige Menschen würden nicht glauben, bevor sie das Ergebnis sehen, doch Jesus forderte, dass sie in der vollen Erwartung dort hin gingen, dass die Heilung bereits geschehen ist. Einer von den Zehn, den die Juden als Samariter für gottlos und unerwünscht betrachteten, war vielleicht nicht mit diesem Protokoll vertraut. Doch was ihm im Buchstaben fehlte, besaß er reichlich im Geist. Bevor er zu dem Priester ging, hielt er inne und dankte und pries Gott für seine Heilung. Die Dankbarkeit, die er zum Ausdruck brachte, hatte mehr Substanz als die Krankheit und war der Schlüssel zu seiner Heilung.

Die Zitate aus Wissenschaft und Gesundheit in diesem Abschnitt betonen, dass Dankbarkeit ein Kernpunkt für alles Heilen ist. Dankbarkeit hat viel mit der Anerkennung des Guten zu tun, das Gott tut und mit der Ausübung des geistigen Sinnes. Clarks Kommentar zu der Heilung der Aussätzigen nannte Sünde als Hindernis für die Heilung. Jemandem, der in die [materiellen] Sinne verwickelt ist, mag es schwerfallen zu erkennen, was Gott tut und wird folglich ein Problem haben, dankbar dafür zu sein. Wie unser Lehrbuch sagt, „Eine falsche Auffassung von Leben, Substanz und Gemüt verbirgt die göttlichen Möglichkeiten ...“ und die „geistige Wahrnehmung fördert die Möglichkeiten des Seins ...“ (S17 u. S18) Dankbarkeit richtet sich auf das Gute und verwirklicht es dann. Wenn wir wirklich dankbar sind, verwandelt sich unser Aussicht, und unser Leben kommt in Übereinstimmung mit unserer neuen Ansicht. (S19)

Manchmal zögern die Menschen damit, sich voll und ganz an Gott zu wenden, denn sie fürchten, ihre materiellen Annahmen aufzugeben. Aber niemals werden wir irgendetwas verlieren, wenn wir uns an Gott wenden. Unsere wahre Identität - das, was wirklich Substanz hat -, führt immer zu mehr Segen und zu einem vollständigeren Verständnis unserer Beziehung zu Gott. Je geistiger wir werden, um so weniger werden wir den Sog irdischer Begierden fühlen. (S20)

Es ist wichtig, dass die Äußerungen unsere Dankbarkeit nicht oberflächlich sind. Die oben erwähnte Umwandlung muss wirklich in unserem Leben ausgetragen werden. Die Aussätzigen sind vollständig umgewandelt worden. Auch wenn wir selbst nicht in ihrer Lage sind, so ist doch der Hinweis Adam Clarks auf die „Lepra der Sünde“ sehr passend. Lasst uns so bereitwillig wie die Aussätzigen unsere falschen persönlichen Neigungen und die sündigen Gelüste ablegen und gereinigt werden. Lasst die wahre Bedeutung der Substanz durch das fadenscheinige Nichts der Materie hindurch scheinen und unsere Herzen für die göttlichen Möglichkeiten öffnen.

Abschnitt 5: Die Substanz der Kirche

John Gill schreibt, dass die leidenschaftliche Liebe, die im ersten Petrusbrief gefordert wird, „ein unterscheidendes Merkmal des Christentums sei, ... ohne das jedes Bekenntnis einer Religion vergeblich und leer sei.“ Das weist darauf hin, dass die Substanz der Kirche brüderliche Liebe ist. Das Wort „leidenschaftlich“ kommt vom griechischen ektenos, das sich auf die Metapher eines Bogens bezieht. Je stärker er gebogen wird, um so größer ist die Kraft des Pfeils, der von der Sehne fliegt. Um so stärker also unsere Liebe zueinander ist, um so reicher ist ihr Segen. Wie stark ist unsere Liebe zueinander? Halten wir einen Teil davon zurück oder ziehen wir die Bogensehne voll durch, um den größten Aufschlag zu erreichen? Die ersten Christen brauchten leidenschaftliche Arbeiter. Beachtet, dass in der Apostelgeschichte angeführt wird, dass der Kirche eine große Zahl „Gläubiger“ hinzugefügt wurden. Sie waren nicht in erster Linie an großen Zahlen interessiert. Sie wollten Ehrlichkeit und Hingabe. Der Theologe Albert Barnes (1798-1879) merkt an, dass eine kleine Zahl ersthafter und treu ergebener Anhänger einer großen Mitgliedschaft vorzuziehen seien, deren Interessen eher als lauwarm zu bezeichnen sei. (B16) Diejenigen, die als Heilige bezeichnet werden, sind diejenigen, die zum Dienst für Gott aufgerufen worden waren. Das bedeutete, dass sie sich von weltlichen Zielen und Bestrebungen trennen mussten und ihre ganze Hingabe an Gott und an ihre Sache geben mussten. (B17) Wie Petrus so hat auch Paulus seine Christen in Rom ermahnt, „liebevoll einander zugetan zu sein“ (B18, KJV). Diese Art von Liebe war nicht unehrlich oder obligatorisch. Sie war ganz und gar echt. Der Ausdruck „liebevoll zu einander“ (englisch „kindly affectioned“) kommt vom griechischen philostorgos, das sich aus den Worten philos und storgeh zusammensetzt und die liebevolle, unbeschreibliche Liebe einer Mutter zu ihrem Kind und die Freude daran bezeichnet. Sie behandelten einander wie in einer Familie, selbst wenn sie füreinander ihr Leben aufs Spiel setzten. (B19) Sie waren alle dabei, wie man sagt. Ihre Kirchen hatten keine Gebäude, aber die Gemeinden bestanden aus hingebungsvollen Gläubigen.

Für Mary Baker Eddy war die Substanz der Hingabe in der Tat die Liebe, doch das schloss auch die Demonstration der Liebe ein, durch das Heilen von Krankheit und das Austreiben der Sünde. (S23) Sie drängt uns, über den Glauben hinaus voran zu gehen, tatsächlich der Weg zur Heiligkeit zu gehen. „Selbstlose Liebe“ ist der Schlüssel (S24). Nicht, was wir sagen, sondern was wir tun, darauf kommt es an. Und für uns, wie auch für die frühen Christen, bedeutet das, dass wir uns selber von den Verführungen der Welt trennen. Unsere Führerin schreibt: „Selbstvergessenheit, Reinheit und Warmherzigkeit sind ständiges Gebet.“ (S25) So wie der straff gespannte Bogen einen Pfeil mit größerer Kraft aussendet, so bringt unsere vergeistigte Liebe reichlich Frucht. (S26)

Als Gläubige und als diejenigen, die die Wahrheit demonstrieren, sind wir eine Familie; und wir lieben einander auf natürliche Weise, wenn wir uns vollständig vergegenwärtigen, dass wir alle einen Vater haben. Die Welt steht ernsthaften Bedrohungen des Frieden und der Sicherheit gegenüber. Christen werden wieder verfolgt und wegen ihres Glaubens umgebracht. Es mag scheinen, als ob Gewalt und Radikalismus die Sehnsucht nach Frieden überwältigten. Aber die Macht der Wahrheit wirkt diesen Aufständigen unter Einfluss des Bösen in jedem Winkel der Welt entgegen. Liebe ist stärker als Hass, und Liebe wird gewinnen. Die Frage lautet, lieben wir hingebungsvoll genug, um den Hass aufzulösen? Wir können nicht all die Motive derer kennen, die mit Gewalt versuchen, die Welt für ihren Glauben zu verbiegen. Aber es wäre nicht verwunderlich, wenn Furcht dabei eine Rolle spielte. Es stimmt natürlich, dass viele der Kämpfer nichts anderes als kriminelle Söldner sind. Aber es mag auch solche geben, die ehrlich meinen, dass es richtig sei, anderen ihre Meinung aufzuzwingen, weil sie fürchten, sonst ihren Lebensweg zu verlieren. Das ist nur eine Spekulation, aber was auch immer sei, wir wissen, das die vollkommene Liebe die Furcht austreibt. Unsere Kirche ist die Kirche der Liebe, und es liegt an uns, unseren Bogen bis an seine Grenze zu spannen, um die Pfeile der inbrünstigen Liebe ins Ziel zu bringen.

Abschnitt 6: Die Rendite

Wie schon vorher erwähnt, gibt es viele Sorgen über unsere Ressourcen und wer seinen fairen Anteil bekommen wird. Immer wieder debattieren Regierungen und Parlamente über die Fragen, und Menschen werden entweder von ihren Experten in Furcht versetzt oder sie versuchen auf ihre Weise, das System auszutrixen, um an ihr Stück von dem Kuchen zu kommen. Wohin wir auch schauen, überall scheint es Mangel an Nahrungsmitteln, Gesundheitsfürsorge, Bildung und anderen Dingen zu geben.

Zu jeder Zeit hat es Wohltätigkeitsorganisationen gegeben, die um Mittel wetteiferten, nicht zuletzt die Kirche. Von den Israeliten wurde erwartet, dass sie den zehnten Teil ihrer Ernten abgaben, um die Priester und Leviten zu ernähren. Einige versuchten, einen Teil ihrer Tempelsteuer zurückzuhalten. Der Prophet aber sagt den Menschen, dass sie statt Mangel zu leiden, dadurch, dass sie ihre Zehnten einbringen, so reichen Segen erhalten würden, dass sie nicht genug Raum hätten, um das alles aufzunehmen. (B20, nach KJV: „... ob er nicht die Fenster des Himmels öffnen wird und dir Segen herabschütten wird, sodass nicht genug Raum da sein wird, um ihn zu empfangen.“) Die wahre Substanz, die die Leviten versorgte, war nicht das Getreide, das man ihnen übergab, sondern die Großzügigkeit der Menschen, ihre Dankbarkeit und ihr Vertrauen auf Gottes Versorgung. Nie können wir etwas verlieren, wenn wir auf Gott vertrauen. Das wahre Geben bringt Dankbarkeit zum Ausdruck, und daran kann es uns nicht mangeln. Tatsächlich kann uns nichts fehlen, was Gott uns gibt. (B21) Gottes Güte kommt immer reichlich. Gott ist die Quelle aller wahren Substanz - niemals wieder aufbereitet oder stagnierend - immer frisch (B22). Wie schon früher angedeutet, ist es so wichtig, dass wir wissen, dass das wahre Verständnis von Gott nicht das Ergebnis menschlicher Überlegungen oder menschlichen Verständnisses ist. Es kommt direkt von Gott und wird durch den geistigen Sinn erkannt. (B23) Zu erkennen, „was uns von Gott geschenkt ist“, schließt Zweifel aus. Hier sehen wir wieder den Segen, den wir erhalten, wenn wir unser Gewicht in die richtige Waagschale werfen. Die frühen Christen riskierten ihr Leben, nicht für sich selbst, sondern zum Wohl künftiger Generationen. „Denn es geschieht alles um euretwillen, ...“ (B24)

Wir haben unseren Anteil, um für die noch kommenden Generationen unseren Beitrag zu leisten. Welchen Teil unserer Zeit geben wir der Kirche? Unserem eigenen geistigen Wachstum? Dem Gebet für die Welt? In Mrs. Eddys Definition für den Zehnten steht die Dankbarkeit - wie schon besprochen - und das Wort „Huldigung“. Der erste Eintrag im The Student‘s Reference Dictionary (eine gekürzte Version des Websters aus Mrs. Eddys Zeit) ist vielsagend. Es bezieht sich auf das Lehnsrecht und erklärt das Verfahren, wie ein Pächter seinen Herrn ehrt. ,Der Pächter kniet ungegürtet und unbekleidet vor seinem Herrn.

Mit seinen Händen zwischen den seines Herren, der vor ihm sitzt, gelobt er, er sei sein Mann von diesem Tage an mit seinem Leben und seinen Gliedern und mit irdischen Ehren. Sind wir bereit, unserem Herrn unser Leben und unsere Glieder zuzusagen? Darüber könnte man nachdenken.

So vieles, was die Welt Substanz nennt, ist schließlich wertlos. Unser Lehrbuch definiert Substanz als das, „was ewig und zu Disharmonie und Verfall unfähig ist.“ (S30) Alle Substanz gehört Gott, wie auch alle „Intelligenz, Weisheit, alles Sein, alle Unsterblichkeit, Ursache und Wirkung.“ (S31) Nach der Physik ist 98% des Universums unsichtbar (physics.org). Während die Physiker über die Substanz der Materie weiterforschen und theoretisieren, hat Mrs. Eddy schon mal den Sprung zur Substanz des Geistes gemacht. Sie sagt uns, dass, wenn wir in unserem Verständnis Gottes voran kommen, „zahllose Dinge der Schöpfung sichtbar werden, die vorher unsichtbar waren.“ (S32) Alles hat seine wahre Substanz im Geist. Leben ist niemals in der Materie. Statt einen Bruchteil der Schöpfung zu sehen, werden wir schließlich das ganze Bild, „all die Herrlichkeiten der Erde, des Himmels und des Menschen“, durch das Verständnis der Christlichen Wissenschaft erkennen.

[Die oben wiedergegebenen Ideen zur Anwendung sollen in erster Linie den CedarS-Campern und Mitarbeitern (und auch ihren Freunden) dazu dienen, täglich den großen Wert des Studiums der Bibellektionen während des ganzen Jahres (und nicht nur im Camp) zu erfassen! Sie kommen montags in Englisch mittwochs in einer freien Übersetzung - dank Manfred auf Deutsch, durch Ana, Erick, Claudia und Patricio auf Spanisch oder durch einige Helfer von Orlando Trentini in Brasilien auf Portugiesisch. Eine freiwillige französische Übersetzung kommt von Rodger Glockpor, einem Christlichen Wissenschaftler aus Togo.

Du kannst dich auch eintragen, um wöchentlich durch e-mails über diese Ausarbeitungen ehemaliger CedarS Mitarbeiter informiert zu werden, damit Du sie mit älteren und jüngeren Sonntagsschülern teilen kannst, indem Du den „subscribe now” Button (unten links auf der Seite http://www.cedarscamps.org/metaphysical/) anklickst.]

[Für Spenden sind wir immer sehr dankbar! Online oder per Telefon (+1 636 394 6162) oder per Post ( US- Scheck): CedarS Office, 1314 Parkview Valley Dr, Ballwin, MO 63011]

[Zusätzliche Anmerkung des Direktors: Diese metaphysische Ausarbeitung ist die jüngste einer fortlaufenden 13-jährigen Serie der CedarS Bibellektionen – den sogenannten „Mets“, die im wöchentlichen Wechsel von Praktikern aus dem CedarS Camp und gelegentlich auch anderen Metaphysikern beigesteuert werden. Die wöchentlichen Angebote sind dazu gedacht, das weitere Studium und die Anwendung der Ideen aus der Lektion anzuregen sowie Schüler und Lehrer in den Sonntagsschulen zu stärken. Ursprünglich wurden sie nur an meine Sonntagsschüler und die Lehrer im CedarS Camp geschickt, die zuhause und in ihren Sonntagsschulen auf die gleiche Weise studieren wollten wie im Camp. Die CedarS metaphysischen Ausarbeitungen sind nicht als „endgültige Schlussfolgerungen“ zu verstehen und sie sollen keineswegs das tägliche Studium der Lektion ersetzen. Die Gedanken in den Ausarbeitungen bieten lediglich Hintergrundinformationen und weitere Einblicke innerhalb des Studiums der Wochenlektion an. Die wöchentlichen Bibellektionen sind von der christlich-wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft urheberrechtlich geschützt, werden im Vierteljahresheft abgedruckt und sind in vielerlei Formaten in den christlich-wissenschaftlichen Leseräumen oder online unter eBibleLesson.com oder myBibleLesson.com erhältlich. Zitate, auf die sich die metaphysische Ausarbeitung („Met“) bezieht (z.B. B-1 und S-28) stammen aus der Bibel (B-1 bis B-26) und dem christlich-wissenschaftlichen Lehrbuch Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S-1 bis S-32). Die Bibel sowie Wissenschaft und Gesundheit sind die einzigen Prediger der christlich-wissenschaftlichen Kirchen. Die Bibel-Lektion ist die Predigt, die weltweit in den Gottesdiensten der Christlichen Wissenschaft gelesen wird. Die Lektionspredigt spricht durch Christus zu jedem Menschen, liefert einzigartige Einblicke und ist für jeden praktisch anwendbar. Wir sind dankbar, dass du diese Ausarbeitung angefordert hast und hoffen, dass einige Ideen hilfreich sind - für deine tägliche geistige Reise, deinem tieferen Verständnis der Bücher und einer innigen Beziehung mit Christus - dem Tröster und Pastor.]

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