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Richtig anfangen, mit Gemüt!

Craig L. Ghislin, C.S., Glen Ellyn (Bartlett), IL
Posted Monday, February 15th, 2016

[Richtig anfangen, mit Gemüt!]

Metaphysische Ideen zur Anwendung für die Bibellektion mit dem Thema

„Gemüt“

Für die Woche vom 15. bis 21. Februar 2016

ausgearbeitet von

Craig L. Ghishlin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett) craig.ghislincs@icloud.com / +1(630) 830-8683

Hast du dich schon mal gefragt, wenn du in Schwierigkeiten gerätst, wo soll ich anfangen? Eines der Themen dieser Wochenlektion beginnt richtig. Unsere Führerin schreibt: „Richtig anfangen heißt richtig enden.“ (S5) Wenn sich unsere Schwierigkeiten hinziehen, dann kann es sein, dass wir nicht an der richtigen Stelle angefangen haben.

Als unser Sohn in der Vorschule war, hatte er ein Jahr lang anhaltenden Husten. Es schien ihn nicht zu stören, aber es war hart für die Familie. Zwischendurch riefen wir auch schon mal einen Ausüber der Christlichen Wissenschaft zu Hilfe. Dann ging es ihm etwas besser, aber anschließend kam der Husten zurück. Auch wir verbrachten deswegen viel Zeit im Gebet, aber oft fühlte ich mich ratlos und fragte mich, was ich hier wissen musste. Zu einem Zeitpunkt wurde er plötzlich sehr mager und lustlos. Auf das Drängen meiner Frau rief ich jetzt jemand an, mit dem wir noch nicht zusammengearbeitet hatten. Es war ein Sonntag Morgen, und der Ausüber sagte, er würde direkt anfangen zu arbeiten, und ich solle ihn in etwa fünfundvierzig Minuten zurückrufen. Als ich das tat, fragte er, wie es geht. Ich sagte ihm: „Es gibt eine kleine Besserung“. Dann fragte er: „Sind sie dankbar dafür?“

Das war es, was fehlte. Ich hatte nicht richtig begonnen. Sofort fing ich an, Gott zu loben, und das war der Wendepunkt bei der Heilung. Unserem Sohn ging es schnell besser, und nach einigen Tagen war er vollständig geheilt.

Der Goldene Text gibt mit dem Befehl, Gott zu loben, den Ton für den richtigen Anfang an. Der Theologe Adam Clarke (1760-1832) bemerkt, dass es viele Stellen in der Heiligen Schrift gibt, die dazu auffordern, Jehova lobzupreisen, aber besonders ruft Psalm 150 dazu auf, Elohim zu loben - „das unendlich und durch sich selbst bestehende Sein ... den großen Gott im Bund mit den Menschen, der verspricht, sie zu segnen und zu beschützen bis ins ewige Leben.“ Der Unterschied mag klein sein, aber der Christliche Wissenschafter denkt da an den Unterschied zwischen den beiden Schöpfungsberichten in der Genesis.

Im ersten Kapitel der Genesis - in dem, was Mrs. Eddy „den geistig wissenschaftlichen Schöpfungsbericht“ nennt -, ist der Schöpfer Elohim. Vom 4. Vers im zweiten Kapitel an wird der Schöpfer Gott der Herr oder Jehova genannt. In der Christlichen Wissenschaft beginnen wir nicht damit, Gott unser Problem vorzutragen in der Hoffnung, dass wir erhört werden. Wir beginnen mit Gott - dem allwissenden Gemüt, das in jeder Not hilft -, und wir preisen Ihn für seine wunderbaren Werke.

Im Wechselseitigen Lesen wird das Thema des Lobes weiter ausgeführt. Der Psalmist ruft zum Loben auf, was durch eine Vielzahl von Instrumenten zum Klingen gebracht wird. Wenn ich über diese Stelle nachdenke, werde ich an einen Konzertsaal erinnert, in dem ich die massive Kraft des Crescendos eines vollen Orchesters empfinde. Der Klang ist so mächtig, dass er den ganzen Konzertsaal durchdringt - bis zu dem Punkt, wo er den ganzen Körper durchdringt, sodass man fühlt, wie die Schwingungen einen erfassen. Albert Barnes (1798-1870) bemerkt zu diesen Abschnitten, dass die Instrumente, die in diesem Psalm erwähnt werden, in den Pfeifenorgeln vorkommen, die in unseren Kirchen benutzt werden. Doch statt dass jedes einzelne Instrument von einer anderen Person gespielt wird, bringt die Orgel alle Klänge zusammen und wird von einem Einzelnen gespielt. Er schreibt: „So führt ein Gemüt die Wiedergabe und stellt vollkommene Einheit und Harmonie dar -, wenn sie kunstvoll ausgeführt wird.“ Das hat einen besonderen Bezug für uns, da diese Lektion sich mit dem Gemüt beschäftigt. Gott ist das eine Gemüt, an das wir unser Lob richten und auch das eine Gemüt, das unser Lob beflügelt.

Abschnitt 1: Beginne richtig, indem Du das Gemüt preist!“

Um bei unserem Thema zu bleiben, der Psalmist sagt: „... alle deine Werke und deine Heiligen [sollen] dich loben“ (B1) und schließt die ganze Menschheit ein. Alles Existierende spricht buchstäblich oder im übertragenen Sinn davon, dass Gott allerhaben ist. Es gibt keine andere Ursache, keinen anderen Schöpfer. Gott ist die einzige Quelle für alles, was es gibt. Jeder, der Gottes Macht erkennt, findet eine unanfechtbare Freiheit und Herrschaft und fühlt sich spontan dazu getrieben, das anderen mitzuteilen.

Die „Schma“ (B3) ist der Eckstein des jüdischen Glaubens und gleichzeitig eine Anweisung, eine Erklärung und eine Entdeckung. „Der Herr, unser Gott, ist Herr allein.“ Unsre Aufgabe ist es, Gott zu dienen, indem wir in Übereinstimmung mit diesem Gesetz leben und es auf jede Situation anwenden. Wir alle können uns fragen, ob wir Gott von ganzem Herzen mit aller Seele und Kraft lieben und ob wir die Bedeutung dessen verstehen.

Die Hebräer wurden regelmäßig daran erinnert, wie Gott Sein Volk versorgt, beschützt und geführt hat. Die Manifestation der Fürsorge Gottes stand im Verhältnis zu ihrem Gehorsam gegen die Gebote (B4). Auch wir können auf unsere Erfahrungen zurückschauen. So erkennen wir den direkten Zusammenhang zwischen unserem Fortschritt und unserem Verständnis von Gott und dem Gehorsam gegen Seine Gebote. Wenn wir Gottes Güte erkennen, ist es nur natürlich, dankbar zu sein. (B5) Wie wir schon oft gesagt haben, es ist unmöglich, gleichzeitig dankbar und entmutigt zu sein. Gott anzuerkennen und Ihm dankbar zu sein, das schließt die Tür für jede Entmutigung und fördert unsere Fähigkeit, noch mehr Gutes zu erkennen - unabhängig von unserer gegenwärtigen Lage.

Mary Baker Eddy betrachtete die Allheit Gottes als eine Offenbarung und als ein demonstrierbares Gesetz. (S1) Für die menschliche Annahme ist alles ein Hin und Her. Für die menschliche Annahme - oder das fleischliche, sterbliche Gemüt - scheint es so, als ob Gemüt, Gott, von der Materie abhängt. Das ist absurd. Das fleischliche Gemüt ist allerdings von der Materie abhängig, denn das fleischliche Gemüt und die Materie sind Bestandteil ein und derselben Lüge. Gott, das göttliche Gemüt, ist in keinem Fall von der Materie abhängig. (S2, S3) Gemüt bringt seine eigenen Ideen durch universelle, geistige Harmonie zum Ausdruck. (S4) Gemüt ist Alles-in-Allem. Wir können nicht erwarten, Gottes Schöpfung durch sterbliche Annahmen zu begreifen. „Richtig anfangen heißt richtig enden.“ (S5) Nichts beginnt im Gehirn. Alles fängt mit dem Gemüt an. Unser Lehrbuch stellt diese große Tatsache fest: „Gemüt erzeugt alle Tätigkeit.“ (S6)

Abschnitt 2: Schließ dem Klagen die Tür und wende dich ans Gemüt!

Nicht nur ist das göttliche Gemüt die Ursache von allem, was es gibt, Gott erhält und unterstützt auch die ganze Schöpfung. Jesaja verspricht, dass Gott jeden Hilferuf erhören wird. (B6) Nach Strong’s Exhaustive Concordance of the Bible ist das hier mit „hören“ (Jes 41: 17) wiedergegebene Wort nicht das gleiche wie in in den meisten anderen Fällen. In den meisten Fällen kommt das hier mit „hören“ wiedergegebene Wort vom hebräischen „shema“, aber hier kommt es von „anah“, was so viel heißt wie: „beachten, Beachtung schenken, erwidern.“ Gott muss nicht gebeten werden, weil Er schon auf uns achtet. Unsere Aufgabe ist es, das anzuerkennen.

Wenn die Dinge fordernd werden, scheinen wir vergesslich zu sein. Wenn wir das Gute vergessen, das Gott uns in der Vergangenheit getan hat, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das Problem, wir bejammern unseren Zustand. Die Kinder Israel waren typisch für diesen Mangel. (B8) Das steht zwar nicht in dieser Lektion, aber als das Volk sich bei Mose und Aaron beschwerte, reichten sie die Beschwerde an Gott weiter. Sie wandten sich einfach vom Volk ab und fielen im Tempel auf ihr Angesicht. Als sie dann empfänglich waren, sprach Gott zu ihnen. Sie erhielten präzise Angaben, wie sie dem Volk Wasser geben sollten. Und so gab es genug Wasser für Mensch und Vieh.

Samuel benutzt Mose und Aaron als Beispiel für die Hinwendung zu Gott und dafür, wie man Ihm von ganzem Herzen dient. (B9) Auch wir können der Versuchung widerstehen, zu jammern und zu klagen und stattdessen still sein und uns an Gott halten.

Wissenschaft und Gesundheit erinnert uns daran, dass Gemüt immer gegenwärtig ist, um uns zu erlösen. (S7) Alles Gute kommt von Gott. Zitat (S8) sagt: „Disharmonie versucht die Materie sowohl zur Ursache als auch zur Wirkung von Intelligenz oder Seele zu machen und so Gemüt von Gott zu trennen.“ Wenn das wahr wäre, würde Gemüt, Gott, aus der Gleichung herausfallen. Doch die Materie ist weder Ursache noch Wirkung der Intelligenz. Gemüt ist die einzige Ursache, und alle Intelligenz und Weisheit geht vom Gemüt aus. Die Materie kann überhaupt nichts erzeugen, und sie wird auch nicht erzeugt. Die Materie ist ein in sich geschlossenes System, eine Lüge, die sich selber belügt, die das Gemüt und seine Idee niemals berührt. Andererseits kann Gemüt niemals von der Weisheit und Intelligenz getrennt werden, die Er verleiht. (S9) Alle Weisheit ist Seine Weisheit.

Mrs. Eddy erinnert uns daran, dass wir Gott nicht bitten müssen, um seine Aufmerksamkeit zu erhalten. Er weiß bereits, was wir brauchen. Erinnert ihr euch, dass das hebräische Wort „hören“ auch „erwidern“ heißt. Von unserem menschlichen Standpunkt aus betrachtet werden unsere Bedürfnisse befriedigt, wenn wir uns verständnisvoll an Gott wenden. Doch von Gott aus gesehen tut er bereits, was er immer tut - Er versorgt Seine Idee mit allem Guten und erhält sie. Nur vom Menschlichen aus betrachtet scheint es uns so, als ob Gott „uns“ hört. Gott kann niemals weniger tun, als „Sein eigenes Bild und Gleichnis“ zu erhalten. (S11)

Abschnitt 3: Beginne damit, die Herrschaft Gottes zu sehen!

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen im Allgemeinen davon sprechen, dass Gott rätselhaft und unbegreiflich sei. Im Gegensatz dazu lädt uns der Psalmist ein: „Kommt her und seht die Werke Gottes an!“ (B10) Daraus geht hervor, dass nichts Rätselhaftes dabei ist. Alles, was wir tun müssen, ist, die Augen zu öffnen und zu sehen.

Christus Jesus hat alles getan, um die „Werke Gottes“ für alle, die er erreichen konnte, verfügbar und erkennbar zu machen. (B11) Sein Beweggrund war nicht Ansehen, Reichtum oder Anerkennung. Sein einziges Motiv war zu zeigen, was Gott ist und was Gott für den Menschen tut. Viele, die Jesu Lehren hörten, waren überrascht und erstaunt über das, was er sagte, aber das reichte nicht immer, um seinen Lehren zu folgen. (B12) Die Juden waren es gewöhnt, von den Rabbis gelehrt zu werden, deren Lehre sich auf Jahrhunderte alte Gelehrsamkeit gründete. Im Vergleich dazu war Jesus „vom Lande“. Er hatte keine formale Ausbildung, doch er sprach mit Autorität.

Seine Autorität hörte nicht bei den Worten auf. Er bewies, was er sagte durch das Heilen. Indem er Lähmung heilte (B13), trat er nicht nur der Krankheitsannahme entgegen, sondern er trat auch den größeren theologischen Annahmen der Zeit entgegen. Die Kommentatoren weisen darauf hin, dass die Juden meinten, dass Krankheit nur geheilt werden könne, wenn vorher die Sünde ausgelöscht werde. Einige Kommentatoren meinen, das der Gelähmte vielleicht leidend war, weil er glaubte, er habe gesündigt und dass er daran arbeitete, erst die Sünde auszulöschen. Sie nehmen an, dass er besorgt gewesen sein mag, als seine Freunde ihn zur Heilung brachten, ohne dass zuvor die Sünde angesprochen wurde. Zugegeben, das mag die Geschichte etwas überfordern, aber Jesus begegnete diesen Bedenken zuversichtlich: „Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben.“

Jesu Erklärung erboste einige, die dachten, dass es nicht denkbar sei, dass Jesus die Macht hatte, Sünden zu vergeben. Jesus ging auf ihren Einwand ein und bewies sowohl seine Macht, Krankheiten zu heilen als auch seine Autorität, Sünden zu vergeben. Es ist für mich reichlich kurios, dass in jenen Tagen die bösen Zungen seine Autorität, Sünden zu heilen, stärker bezweifelten, als Jesu Fähigkeit, Krankheiten zu heilen. Heutzutage herrschen die entgegengesetzten Einwände vor.

Für Mrs. Eddy war Jesu Herrschaft über Sünde, Krankheit und Tod auch heute noch durch das Verständnis der Kraft des göttlichen Gemüts nachvollziehbar. (S12) Sie verstand, dass Jesus seine Kirche auf die heilende Kraft des Gemüts gründete und dass er „weder Intelligenz, Tätigkeit noch Leben getrennt von Gott [beanspruchte]“. (S13)

Unser Lehrbuch erläutert uns, wie wir die Annahme von Lähmung heilen können (S14). Ähnlich kann man jedem Angriff von Krankheit begegnen. Von dem Verständnis ausgehend, dass Gemüt die einzige Kraft ist, schauen wir über die Symptome hinaus, um den Anspruch zu erkennen - nämlich, was das sterbliche Gemüt zu tun versucht -, um dann diesen Anspruch zu zerstören, indem wir ihn umkehren und durch die Allmacht des Gemüts dem sterblichen Gemüt alle Kraft nehmen.

Zitat (S15) wendet sich besonders an die Annahme, dass Muskeln selbsttätig seien. Und wieder weisen die geistigen Tatsachen die Behauptung der Sinne direkt zurück. Muskeln sind bewegungslos und kraftlos, wenn das Gemüt sie nicht bewegt. Mit andren Worten: Selbst, wenn die Bewegung unwillkürlich zu sein scheint, bewegen sich die Muskeln nicht, wenn sie den Befehl dazu nicht erhalten. Ja, Mrs. Eddy nennt Muskeln „Gedankenkräfte“. (W.u.G 199: 26-29) An anderer Stelle im Lehrbuch, auf Seite 399, benutzt unsere Führerin die Analogie des Schaufelrads einer Wassermühle. Das Rad bewegt sich nicht, wenn es nicht vom Wasser angetrieben wird. Auf die gleiche Weise tun Muskeln und Organe gar nichts, wenn sie nicht entsprechend angewiesen werden. Selbst, wenn das sterbliche Gemüt behauptet, die Macht zu haben, Muskeln und Organe zu bewegen, im Grunde gehört alle Kraft dem Gemüt.

Abschnitt 4: Das Geschenk des Heilens ist die Anwendung der Kraft des Gemüts.

An der erwähnten Heilung unseres Sohnes haben wir lange gearbeitet. Als sich aber unser Denken änderte, kam die Heilung ganz schnell. Auch der Psalmist beschreibt ein großes Erwachen und einen Wandel in seinem Denken (B14). Adam Clarke beschäftigt sich ausführlich mit dem Wort „Schlamm“ (englisch „miry clay“) - „Je länger ich dort stand, um so tiefer sank ich und war völlig unfähig, mir selber zu helfen.“ Die Aussicht des Psalmisten ändert sich völlig, als er anfängt, Gott zu loben.

Christus Jesus hat immer mit Gott angefangen, denn er wusste, dass es neben Gott kein Gemüt gibt. Er war immer zum Heilen bereit, und er lehrte auch seine Jünger wie man heilt. (B16) Die Jünger wandten ihr neues Verständnis praktisch an.

Der Gelähmte an der Tür zum Tempel ist ein Lehrbeispiel. Er war offensichtlich im „Schlamm“ und erwartete wahrscheinlich nicht, geheilt zu werden. Er erwartete die Mildtätigkeit der Leute. Das war damals die einzige Zuflucht für Menschen in seiner Lage. Petrus und Johannes müssen hier wohl praktiziert haben, was Jesus ihnen beigebracht hatte, denn sie akzeptierten das Bild der Behinderung nicht. Sie sahen, was das Gemüt sah. Sie hätten auch nur einen Spruch von sich geben und weitergehen können. Doch sie erwarteten augenblickliche Ergebnisse und reichten ihm die Hand, um ihn aufzurichten.

Der Gelähmte wurde vollständig umgewandelt. Die Wahrheiten der Christlichen Wissenschaft bringen heute Heilung. Wissenschaft und Gesundheit stellt fest: „Die Wirkung dieser Wissenschaft besteht darin, das menschliche Gemüt so aufzurütteln, dass es seine Grundlage verändert, von der aus es dann der Harmonie des göttlichen Gemüts Raum geben kann.“ (S17) Die Heilung ist ein besonderes Geschenk. Jesus lehrte seine Jünger, wie man es macht - wie man richtig anfängt und dran bleibt, bis die Heilung verwirklicht wird. (S18) Die Grundlage für die Heilung ist der vollkommene Gott und der vollkommene Mensch, und so fängt man richtig an (S19).

Wenn wir vom vollkommenen Gott und vom vollkommenen Menschen ausgehen, dann ist das eine so dramatische Abweichung von dem, was die Sinne uns sagen, dass diese Inspiration nur von Gott kommen kann. Je mehr unsere Gedanken „auf das Dauernde, das Gute und das Wahre“ gerichtet sind, um so mehr werden wir Heilung in unserer Erfahrung finden. (S20) Denke daran, Heilung ist keine Funktion des menschlichen Gemüts. Gemüt, Gott, ist der Heiler. Das ist unsere Autorität oder Vollmacht. Unsere Führerin fordert uns auf, „diese von Gott gegebene Autorität“ auszuüben. Wir sind nicht von der Materie abhängig, und der Körper hat nichts zu sagen. Wir haben die Fähigkeit und die Autorität, den Körper zu beherrschen und uns „in der Stärke des Geisteszu erheben. (S21) Unsere Führerin rät uns, fest in unserem Verständnis davon zu sein. Wenn wir uns diese Allmacht des Gemüts über jede Funktion unseres Seins vergegenwärtigen, haben das Böse und die Krankheit keine Chance und können uns nichts antun. (S22)

Abschnitt 5: Wir wissen, wen wir anbeten.

Ist es zu viel verlangt, ein fassbares und praktizierbares Verständnis von Gott zu erlangen? Für viele ist Gott etwas, was man nicht kennen kann. Und wieder muss der Psalmist sein Denken vom Problem zum Bewusstsein der Macht Gottes wenden. Er setzt sein vollkommenes Vertrauen für sein ganzes Leben auf Gott, und er betet, dass er nicht in „Verwirrung“ verfällt (KJV B18). Andere gebrauchen hier das Wort „beschämen“ statt „verwirren“. Also bittet der Psalmist darum, dass sein Vertrauen nicht vergeblich sei. Der Verfasser des Predigers fand durch harte Erfahrungen heraus, dass die menschlichen Wege Sackgassen sind, die uns nicht die Antworten geben können, nach denen wir suchen. (B19)

Die International Standard Bible Encyclopedia beschreibt das Athen zur Zeit Paulus‘ als „ein großes Zentrum der Philosophie, der Architektur und der Kunst“. Aber die Stadt war auch mit Götzen aller Art übersät, die Paulus nicht übersehen konnte. Paulus führte auf dem Areopag kein einfaches Plaudergespräch. Er traf auf die aristokratische Elite, auf die Angesehendsten im Altertums. (F.F:Bruce: Kommentar zur Apostelgeschichte) Die verschiedenartigsten Interessen waren vertreten. Einige glaubten an einen oder an mehrere Götter, und einige glaubten an gar keinen Gott. Die beiden Hauptgruppen waren die Stoiker und die Epikureer. Wir haben hier nicht den Platz, um diese Philosophien angemessen zu erklären, aber auf einfachste Art gesagt, glaubten die Epikureer, dass es außerhalb der materiellen Welt keine geistlichen Wirklichkeiten gibt und dass alles aus Atomen besteht; und dass es kein Leben nach dem Tod gibt; und dass es die Funktion des menschlichen Gemüts ist, Schmerz zu vermeiden und Vergnügen (als Abwesenheit von Schmerz) zu suchen. Die Stoiker waren Pantheisten, die sich auf rationale Erkenntnis konzentrierten. Sie vertraten eine materialistische und deterministische oder fatalistische Weltanschauung und akzeptierten alles, was ihnen als „Gottes Wille“ begegnete. Es scheint, dass Paulus‘ Zuhörer damals nicht so anders waren als die allgemeine Öffentlichkeit heute.

Paulus war nicht daran interessiert, sich mit denen zu streiten oder zu beschimpfen. Er begann höflich und suchte nach Gemeinsamkeiten. Die Wurzel des Wortes „unbekannt“ agnoew ist „Unwissenheit“. Vorsichtig benutzte er ihr Eingeständnis, nichts zu wissen, als Öffnung, um ihnen mitzuteilen, was sie zu wissen suchten, nämlich dass man den „lebendigen Gott“ tatsächlich kennen konnte.

Weiter im Gespräch zitierte er ihre Dichter. Nun schien es mir immer, dass Paulus sich auf das Zitat bezog: „Wir sind von seiner Art“; aber die Zeile davor lautet : „In ihm leben, wegen und sind wir“ und das ist auch ein Zitat aus einem Gedicht an Zeus (F.F. Bruce, Paul, Apostle of the Heart Set Free , 242) Aber hier spricht Paulus nicht von Zeus. Er nutzt die Gelegenheit, eine Ansicht von dem einen Gott zu verbreiten, dem Schöpfer aller Dinge im Himmel und auf der Erde, von dem Gott, der keinen Tempel braucht, aber allen das Leben gibt. Paulus taucht hier nicht „in die Untiefen einer sterblichen Auffassung“ (W.u.G. 262: 9-11), er taucht in die „Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes!“ (B21)

Mary Baker Eddy lässt Paulus‘ Worte für unser modernes Zeitalter in unserem Lehrbuch widerklingen. (S23) Gott blind und unwissend zu akzeptieren und ohne die Erwartung, Ihn zu verstehen, ist für unsern Glauben nicht hilfreich. (S24) Unwissenheit hält uns in unseren eigenen Annahmen gefangen. (S25) Unsern Gott können wir in der ganzen Schöpfung kennen und erkennen. Aber da müssen wir vorsichtig sein. Wir akzeptieren nicht die heidnische uns pantheistische Ansicht, dass Gott „in“ Seiner Schöpfung ist - ganz im Gegenteil. In der Christlichen Wissenschaft lernen wir, das alles „in Ihm“ ist. Wir sind Gottes Bild - Seine Idee - der Mensch, der „Ausdruck des unendlichen Gemüts“ (S27). Denkt daran, dass wir keine Menschen sind, die über Gott nachdenken. Wir sind der Ausdruck des einen Gemüts. Gott denkt uns. Gott ist das einzige Gemüt, der Ursprung und Herrscher über alle Dinge. Das göttliche Gemüt regiert alles Bewusstsein und alle Tätigkeit (S28).

Abschnitt 6: Richtig enden.

Wir haben richtig mit dem Lob Gottes und seiner herrlichen Werke begonnen; und wir enden auf die gleiche Weise. Der Psalmist erkennt, dass die menschliche Sprache nicht ausreicht, um um die tiefe, von Herzen kommende Dankbarkeit auszudrücken. (B22) Im Buch Hiob finden wir die Anweisung: „Steh doch still und bedenke die Wundertaten Gottes!“ (B24) Das ist eine starke Einstellung. Wie schon früher gesagt, wenn wir mit Loben anfangen, dann öffnet das unser Denken, um für Gottes Güte empfänglich zu sein. Wir müssen nicht hektisch herumsuchen. Wir müssen still sein und erkennen. Nimm dir Zeit, halte inne bei dem, was du tust, und halte dein Denken „beständig auf das Dauernde, das Gute und das Wahre gerichtet“! (W.u.G 261:4) Erkennen Seine herrlichen Werke, und sage Dank! (B25, B26)

In der Christlichen Wissenschaft beginnen und enden wir mit Gott. Die Materie ist weder Ursache noch Wirkung. Alle Tätigkeit (alles, was getan wird) und alles Wollen (Das Wollen, es zu tun) kommt vom Gemüt (S29). Also bestimmt Gott, Gemüt, alles was wir tun und gibt uns unseren Sinn. „Gemüt ist die Quelle aller „Bewegung.“ (S30) Alles, was passiert, passiert im Gemüt. Die Materie spielt überhaupt keine Rolle. Der Ausdruck „Alles ist unendliches Gemüt“ bedeutet nicht, dass Gemüt alles ist, was wir sehen. Es heißt, dass alles, was wirklich vorgeht, das ist, was Gemüt tut. Denkt daran, Gott ist nicht getrennt von der Weisheit, die Er verleiht. Seine Weisheit ist die einzige Weisheit, die es gibt.

Es ist eine große Erleichterung -, alles in Gottes Obhut zu wissen und dass wir uns auf Ihn verlassen können (S32). Gemüt regiert alles. Gott sei Dank! Lasst uns Ihn loben!

[Die oben wiedergegebenen Ideen zur Anwendung sollen in erster Linie den CedarS-Campern und Mitarbeitern (und auch ihren Freunden) dazu dienen, täglich den großen Wert des Studiums der Bibellektionen während des ganzen Jahres (und nicht nur im Camp) zu erfassen! Sie kommen montags in Englisch mittwochs in einer freien Übersetzung - dank Manfred auf Deutsch, durch Ana, Erick, Claudia und Patricio auf Spanisch oder durch einige Helfer von Orlando Trentini in Brasilien auf Portugiesisch. Eine freiwillige französische Übersetzung kommt von Rodger Glockpor, einem Christlichen Wissenschaftler aus Togo.

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