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Entdecke den Ich bin, damit du im Leben „ich kan“ sagen kannst!]

Craig L. Ghislin, C.S., Glen Ellyn (Bartlett), IL
Posted Monday, July 11th, 2016

[Entdecke den Ich bin, damit du im Leben „ich kan“ sagen kannst!]

Metaphysische Ideen zur Anwendung für die Bibellektion mit dem Thema

„Leben“

Für die Woche vom 11. bis 17. Juli 2016

ausgearbeitet von

Craig L. Ghishlin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett) craig.ghislincs@icloud.com / +1(630) 830-8683

Was ist dein Leben? Viele würden sagen, dass unser Leben unser Dasein ist. Die meisten würden zugeben, dass die Vielzahl menschlicher Bemühungen sich darauf richten, das Leben zu verstehen, alles Mögliche zu unternehmen, um es zu erhalten und es problemlos zu gestalten. Selbsterhaltung ist ein grundlegendes menschliches Bemühen. Das hat zu verschiedenen philosophischen Diskussionen geführt, zu denen gehört unter anderemdie Debatte, ob das Bewusstsein oder die Seele eines Menschen unabhängig von seiner physischen Form existiert oder nicht. Ein Philosoph, René Descartes (1595-1650), folgerte in diesem Sinne: Wenn alles, was er durch die Sinne wahrnimmt, eine Illusion wäre und selbst wenn er betrogen würde, seine Existenz dennoch intakt wäre, denn er könnte immer noch denken, dass er betrogen wird. Eine Übersetzung lautet: „ ... lasst ihn mich betrügen, so viel er will, er kann mich niemals dazu bringen, nichts zu sein, so lange ich denke, dass ich etwas bin.“ (In der englischen Übersetzung von Elisabeth S. Haldine und G.R.T. Ross, Cambridge University Press) Das gut bekannte Zitat von Descartes „Cogito ergo sum“ (Ich denke, also bin ich.), stimmt mit diesen Überlegungen überein. Somit kann man zumindest für das rationale Dasein sagen: Leben ist bewusste Existenz.

Bis zu diesem Punkt ist das „Ich bin“ auf die individuelle Person bezogen. Aber wie steht es mit der göttliche Person? - oder mit dem unendlichen Einen?

Der Goldene Text enthält die Schriftstelle: „... Ich bin, der ich bin, ...“ Das ist alternativ übersetzt worden mit: „Ich bin, was ich bin“ und mit „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Gott ist das selbst-existente Wesen, das weiß, wer Er ist und was Er ist. Er ist unveränderlich - immerdar Seine Funktion als Schöpfer, Führer und Beschützer erfüllend. Wenn Gott der „Ich bin“ ist, - , welche so-genannte sterbliche Persönlichkeit behauptet das gleiche?

Auf Seite 189, Zeile 23-29 in den Vermischen Schriften schreibt Mary Baker Eddy: „Die Heilige Schrift erklärt das Leben als den unendlichen Ich bin, der nicht der Materie innewohnt. Dem Menschen, der das Leben erkennt als das, was es ist, Gott, das ewige Gute, ist nicht nur ein Daseinsgefühl gegeben, sondern gleichzeitig ein ständiges Bewußtsein geistiger Kraft, die sich die Materie unterwirft und Sünde, Krankheit und Tod zerstört.“ So ist unser wirkliches Leben nicht unsere persönliche Existenz, sondern unser wirkliches Leben ist Gott.

Das Wechselseitige Lesen öffnet mit Jesajas Darstellung von Gott und erklärt Seinen Namen -- Jahwe bedeutet: „selbst existierend oder ewig“ (nach Strong‘s Exhaustive Concordance der Bibel). Dieser Name ist exklusiv - weder geteilt noch irgend einem anderen gegeben. Die drei Zitate aus Jesaja 47 sind direkt an Babel gerichtet, wegen seiner Übertretungen. Der Prophet weist darauf hin, dass Babel durch falsche Gelüste pervertiert worden ist und die Dreistigkeit besitzt zu behaupten: „Ich bin und niemand sonst neben mir“, wo doch Gott die Autorität hat, solche Erklärungen zu machen. Der englische Bibelgelehrte John Gill (1697-1771) zitiert den römischen Historiker Curtius, der sagt: „Keine Stadt war korrupter in ihren Manieren oder geeigneter für Irritationen und unmoralische Vergnügen.“ Gill fährt fort und sagt: „Ihre (Babels) hohe Meinung von ihrer eigenen Weisheit und ihr Wissen bei politischen Angelegenheiten oder in magischen Künsten betrog sie selbst und brachte sie von den rechten Wegen auf die falschen Wege, woraus ihr Ruin sich ergab.“

Während Babel ein extremer Fall war, gilt die Beachtung der Warnung für alle. Diejenigen, die meinen, sie könnten alleine zurechtkommen, oder dass sie ein Produkt ihres eigenen Handelns seien, werden nicht gut zurechtkommen. Wie wir schon viele Male vorher gesehen haben, erinnert uns der Prophet daran, dass Gottes Darstellung unumstößlich ist. Israel hat eine starke Geschichte über die von Irrtum freie Fürsorge Gottes. In dieser ganzen Lektion wird man immer wieder die Verwendung der Worte „Ich bin“ finden. Die Sterblichen werden diese Aussage immer wieder imitieren, weil sie meinen, dass sie die Macht haben, Dinge geschehen zu lassen. Aber nur Gott kann etwas geben und erschaffen, was Ihm gefällt. Für Gott ist nichts unmöglich - selbst die Erschaffung von Flüssen in der Wüste. Er hat Seine Menschen zu Seiner Ehre geformt, und wir werden Ihn schließlich als den einzigen Ich bin kennen.

Abschnitt 1: Gott ist der einzige Ich bin.

Der Psalmist gibt sich keiner Illusion hin, ein von Gott unabhängiges Leben zu haben. (1) Er ist sich vollständig bewusst, dass Gott jeden Aspekt seiner Existenz regiert. Auf die eine oder andere Weise müssen wir alle diese Lektion lernen. Einen Vorteil hat es, wenn wir lernen, dass Gott unser Leben ist: je mehr wir über Gott erfahren, um so mehr wissen wir über uns selbst. Wenn wir wissen, das Gott unser Leben ist, erfahren wir mehr über uns selbst und den Sinn unseres Lebens.

Unsere erste Geschichte handelt davon, wie Gott sich Mose offenbart. Wir könnten sagen, dass Mose auf einer Reise war, um sich selbst zu finden. An verschiedenen Punkten seines Lebens hätte er den Satz „,ich bin ...“ mit den Worten „ein ägyptischer Prinz, ein Flüchtiger, ein Wanderer, ein Hirte oder ein Führer“ vollenden können. Doch bevor er ein Führer werden konnte, musste er mehr über den unendlichen Ich bin erfahren. (B2) In der Wüste erhält er den Befehl, zum Pharao zu gehen und die Entlassung des Volkes Israel zu verlangen. Als er seine Einheit mit Gott noch nicht vollständig begriffen hatte, ließ er sich vom Status des Pharao beeindrucken und meinte, dass er in Pharaos Gegenwart nicht bestehen könne. Habt ihr euch auch schon mal so minderwertig gefühlt? Oder von einem anderen so beeindrucken lassen, dass ihr meintet, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein? Unter den gegebenen Umständen schien die Liste der Widerstände, die ihn bei der Ausführung seiner Aufgabe behinderten, recht lang zu sein. Als Gott sich Mose offenbarte, gewann Mose Zuversicht. Die Heilige Schrift sagt, dass Gott zu Mose sprach, wie zu einem Freund. (B3) Wenn wir auf diese Weise mit Gott vertraut wären, würden wir uns dann nicht ermutigt fühlen, dem machtvollsten Menschen auf der Erde zu begegnen? Indem Gott Mose und jedem von uns Seinen Namen offenbart, offenbart Gott Sein heiliges Wesen. (B4) Ich bin zeigt, dass Gott die einzige Existenz ist - das einzige Leben.

Unsere Führerin sagt uns: „Leben ist der ewige Ich bin“, und Gott ist Leben. (S1, S2) Ich bin wird als „das einzige Ego“ definiert. (S3) Wenn das einzige Ego Gott ist, ist das einzige Bewusstsein Gott, und darum ist Gott das einzige Leben. Alle Probleme, die uns je begegnen könnten, gründen sich auf die falsche Prämisse, dass unser Leben von Gott getrennt sei, von unserem wahren Bewusstsein, dem einen Gemüt oder Ich bin. Wenn es möglich wäre, von Gott, unserem Leben, getrennt zu sein, würden wir aufhören zu existieren. Doch nichts kann uns vom Bewusstsein trennen.

Unser Lehrbuch sagt uns: „Der ewige Ich bin ist nicht an die engen Grenzen der physischen Menschheit gebunden ...“ (S4) Wie wir schon oft besprochen haben, ist es wichtig zu verstehen, dass Gott nicht in uns ist; wir sind in Ihm. Wie Mose und andere biblische Figuren entdecken, ist das materielle Leben voller Enttäuschungen. Moses starke Erfahrungen bringen ihn schließlich zu Gott, und unsere Herausforderungen bringen auch uns in die Arme der Liebe. (S5) Während rauer Zeiten sind wir zum Lernen bereit, und wenn wir in der Wissenschaft etwas über das Leben lernen, lernen wir etwas über Gott und umgekehrt. Zur Betonung wird wiederholt, dass Gott nicht in Seiner Schöpfung ist, sondern dass Seine Schöpfung Ihn zum Ausdruck bringt. (S6) Also können wir sagen, dass die Schöpfung Gott ist, der sich selbst zum Ausdruck bringt.

Abschnitt 2: Entdecken, wer wir sind

Der Psalmist nimmt einen idealen Standpunkt ein. Er hat ein solides Empfinden von seinem Verhältnis zu Gott – antwortet sofort auf Gottes Ruf (B5), und er erkennt Gott als nie endende Quelle seines Seins an (B6). Aber so einfach ist es nicht immer. Jakob z.B. musste schon kämpfen, um heraus zu finden, wer er wirklich war. Er hatte widerrechtlich die Stellung seines Bruders in der Familie an sich gerissen, sein Geburtsrecht und seinen Segen gestohlen. Jakobs Name bedeutet „Mistkerl oder Angeber“ (Strongs). Man kann gut verstehen, warum sein Bruder Esau ihn hasste (B7).

Nachdem er geflohen war, um sein Leben zu retten und Laban ihn trickreich dazu gebracht hatte, für ihn 14 Jahre zu arbeiten, um Rachel als Frau zu gewinnen und weitere sechs Jahre, um einen eigenen Viehbestand zu erwerben, soll er nach Hause zurückkehren. Jakob weiß nicht, wie Esau ihn empfangen wird; deshalb schickt er Boten voraus, um Esau seine Rückkehr anzukündigen. Obwohl es nur eine Randbemerkung in der Lektion ist, hat die Tatsache, dass Esau seinerseits dabei war, ins Land Seir zu ziehen, vielleicht auch eine Bedeutung.

Dem Theologen Johannes Calvin (1509-1564) erscheint Esaus Wanderung in einem trüben Licht. Er vermutet, dass Esau seine Familie verließ, weil er den Verlust seines Geburtsrechts nicht verwinden konnte. Calvin schreibt, „er war über seine Mutter erzürnt“ und „hatte alle Achtung vor seinem Vater verloren.“ Calvin vermutet, dass die Verlockung von Reichtum und Selbstwertgefühl Esau nach Seir gezogen hatte, wo er seines Vaters Autorität abschütteln und an einem unwirtlichen Platz leben konnte, wo er als großer Mann erscheinen konnte. Ich überlege, ob Esau nicht auch aus anderen Gründen weggezogen sein konnte. Könnte es nicht sein, dass Esau aus seiner Heimat nach Seir gezogen war, weil ihm klargeworden war, dass er nicht an einen vergifteten Familiensinn gebunden sein musste? Dass er sich auf eigene Füße stellte, erlaubte ihm erfolgreich zu werden, da er seinen Erfolg nicht länger an ein Erbe band und Jakob nicht länger dafür verantwortlich machte, ihm sein Anrecht zurück zu erstatten. Er war jetzt selbständig. Deshalb konnte er seinen Groll fahren lassen.

Wir können nicht sicher wissen, was Esaus Motive gewesen sind, aber es ist klar, dass bei Jakobs Rückkehr auch Esau eine Umwandlung erfahren hatte. Als Jakob mit einem falschen Selbstsinn rang (B8), wird ihm nicht nur klarer, wer er selbst ist, sondern auch wer sein Bruder ist. Er nennt den Ort seiner Entdeckung Pniel – das Antlitz Gottes, und Jakobs Name wurde zu Israel geändert – was bedeutet, dass er wie ein Fürst Gottes gekämpft hatte. Er erkannte sich selbst ganz klar, als er das Gesicht Gottes erkannt hatte, und er erkannte seinen Bruder ebenso klar (B9).

Die Definition von Jakob in Mrs. Eddys Glossar (S7) zeigt einen Aufwärtstrend von körperlicher Selbstheit zur Offenbarung. Sie beschreibt Jakobs Ringen als einen, auf den wir uns alle beziehen können (S8). Wenn wir den sterblichen Glauben an das, wer wir sind, besiegen, werden unsere Namen – oder unser Wesen – geändert. Unsere Leben werden nicht durch unseren materiellen Verlauf definiert. Wir finden unseren wahren Lebenszweck, indem wir mehr von Gott verstehen und Seinem Bild entsprechen (S). In unserem Lehrbuch steht: „In der göttlichen Offenbarung verschwindet das materielle und körperliche Selbst, und die geistige Idee wird verstanden.“ (S10)

Abschnitt 3: Der Ich bin kann nicht sagen „Ich bin krank“

Die Bibel lehrt uns, dass das Anerkennen des wahren Ich bin der Pfad zu Gesundheit und Leben ist (B10, B11). Wir betrachten oft die Verse aus Jesaja (B12) so, als bezögen sie sich auf einen geistigen Seinszustand, wo Krankheit keinen Platz hat. Aber der Theologe Albert Barnes (1798-1870) stellt diese Verse in einen anderen Zusammenhang. Er geht davon aus, dass Israel als Strafe für seine Sünden überfallen worden war und dass ein Sieg über die Assyrer ein Zeichen dafür sein würde, dass Israel in einem solchen Maße der Sünde entsagt hätte, dass „selbst die Kranken, die Alten und die Leidenden vorangehen, um mit neuer Tatkraft die Beute einzusammeln“. Hier sehen wir, dass Freiheit von Krankheit durch Freiheit von Sünde erworben wird.

Diese Betrachtungsweise stimmt mit der Geschichte von Naaman überein (B13). Er war ein bedeutender Mann, aber sein Stolz gewann die Oberhand über ihn. Zu seinem Vorteil stimmte er wenigstens zu, den jüdischen Propheten zu besuchen. Aber er bestand auf seinem Status und fühlte sich beleidigt, weil sich Elisa nicht an das Protokoll hielt, einem besuchenden Würdenträger den nötigen Respekt zu zeigen. Dazu beleidigten ihn Elisas Anweisungen. Wie zuvor bemerkt, schienen Naamans Diener ihn zu lieben, und fühlten sich in der Lage, ihn auf seinen Fehler hinzuweisen. Wiederum gewinnt er zu seinem Vorteil seine Gelassenheit zurück, und er befolgt demütig Elisas Anweisungen. Die Anweisung, siebenmal im Jordan unterzutauchen, knüpft an die Anweisung in 3. Mose 14:7 an, wo von Aussatz Geheilte als Teil einer Reinigungszeremonie siebenmal mit Wasser zu bespritzen sind. Das konnte für Naaman das Stichwort sein, um die Überlegenheit von Gottes Gesetz anzuerkennen. Naaman erkennt, nachdem er geheilt war, den Gott Israels an.

Die Geschichte Naamans ist ein anderes Geschehnis, wo das Beiseiteschieben einer falschen Persönlichkeit Heilung bringt und ein umfassenderes Erkennen davon, was „Ich-bin“ wirklich bedeutet. Lassen wir eine falsche Ansicht darüber, wer wir sind, sich unserer Heilung in den Weg stellen? Sind wir irritiert, weil sich die Art und Weise, nach der wir meinen, geheilt zu werden, von dem unterscheidet, was wir tatsächlich brauchen? Was wir tun müssen, ist, einen falschen Sinn von „ich bin“ oder Ego aufzugeben und zu dem „Ich-bin“ zu erwachen, das Gott ist und Gottes Anweisungen zu folgen.

Das wirkliche „Ich“ ist unabhängig von Materie und von materiellen Umständen (S11). Wir glauben fälschlicherweise an unser Selbst in der Materie. Aber die Materie kann nicht für sich selbst sprechen und einfach sagen „Ich bin“. Es ist das sterbliche Gemüt, ein vermeintliches Ego, das sagt: „Ich bin krank“ (S12). Aber das wirkliche „Ich bin“ – das wirkliche Ego – ist Gemüt (S13) und sagt niemals „ich bin krank“. Wenn der Körper dies zu sagen versucht, müssen wir dem widersprechen und uns niemals schuldig bekennen (S14). Wenn wir versucht sind zu sagen „Ich bin krank“, können wir fragen, „Wer spricht hier?“ Wer ist das „Ich“, das hier spricht? Das sterbliche Gemüt? Oder Gott? In unserem Lehrbuch schreibt unsere Führerin: „Wie ein Wassertropfen eins ist mit dem Ozean, wie ein Lichtstrahl eins ist mit der Sonne, so sind Gott und Mensch, Vater und Sohn, eins im Sein.“ (361:15-18). Wahres „Sein“ ist Gott und Mensch – Gott, immer sich seiner Idee bewusst. Wenn wir das verstehen, werden wir das unendliche Leben erkennen und der falsche Sinn von Leben wird verschwinden (S15).

Abschnitt 4: Der Glaube an viele Personen widerspricht dem einen „Ich bin“.

Die Lektion wechselt nun ein wenig zu dem, was ich für den wichtigsten Aspekt in der Christlichen Wissenschaft halte. Im Allgemeinen neigen die Sterblichen dazu, sich selbst erst einmal im Mittelpunkt zu sehen und dann an zweiter Stelle alle anderen. Große Persönlichkeiten beten sie gerne an oder verachten sie. Sie richten ihr Leben nach denen aus, die sie verehren und ärgern sich über die, die sie verachten. Persönlichkeiten zu betrachten und zuzulassen, dass sich unsere Entscheidungen nach ihnen richten - auf gute oder schlechte Weise -, hilft uns nicht dabei, den „Ich bin“, der Gott ist, zu verstehen. Der Psalmist hat die richtige Idee, indem er sein Denken fest auf Gott richtet, statt auf Personen (B14). Schon vor dem Psalmisten hat der Verfasser des 5. Buches Mose erkannt, wie wertvoll es ist, wenn man sein Urteil nicht auf persönliche Elemente gründet. (B15) Nach herben Erfahrungen hat der Psalmist eine Lektion über Persönlichkeit gelernt. Er ist in höchstem Maße beunruhigt darüber, dass es kein Feind war, der ihn betrogen hat, sondern ein enger Freund, den er gekannt und mit dem er gebetet hatte. (B16) Zweifellos hatte Esau ähnlichen Kummer angesichts der Manipulationen seines Bruders.

Wahrlich, es ist schwer zu ertragen, wenn jemand, den man kennt und dem man vertraut, sich gegen einen wendet und besonders, wenn man es nicht erwartet. Die Tendenz ist, das persönlich zu nehmen und den Menschen als Täter und sich selbst als Opfer zu sehen. Und es ist nur einen Schritt weiter, dass man alle ähnlichen Menschen als potentielle Feinde kategorisiert. Genau auf diese Weise machen uns Vorurteile und negative Klischees blind für das wahre Selbst eines jeden.

Nach einer Vision und einer Erfahrung, die ihn weit aus seiner Bequemlichkeit hinaus trug, kam Petrus zu der Erkenntnis, dass „Gott die Person nicht ansieht“. (B17) Indem er darüber nachdenkt, weist John Wesley (1703-1791) darauf hin, dass für die Erhaltung der richterlichen Unabhängigkeit „die griechischen Gesetzgeber anordneten, dass die Richter ihre Urteile im Dunkel verkünden, damit sie die Gesichter der Menschen nicht sehen können.“ An diese Praxis mögen wir uns erinnern, um falsches Verurteilen zu vermeiden, das sich auf Äußerlichkeiten und Vorurteile gründet; und genauso ermahnt es uns, vorsichtig bei unserer Entscheidung zu sein, wen wir für einen Freund halten und wen nicht. Barnes weist darauf hin, dass die Tatsache, dass „Gott die Person nicht ansieht“, „die Begünstigung aufgrund von Rang, Familie, Vermögen oder Parteilichkeit aus irgendeinem Grunde zu verurteilen sei.“

Im Buch Hiob unterstreicht Eliphas, dass der einzige Weg zum Frieden darin liegt, dass wir uns mit Gott vertraut machen. (B18) Barnes kommentiert die Misere derer, die sich nicht mit Gott vertraut machen: „Da sie die Sünde lieben, können sie den nicht lieben, der ohne Sünde ist und das Böse nicht mag; Und diese Gegnerschaft gegen den wirklichen Charakter Gottes muss abgelegt werden, ehe sie mit ihm versöhnt werden können. Es verlangt eine Veränderung des Herzens - einen Wandel von Sünde zu Heiligkeit; und das ist die Arbeit, die in der Regeneration vollzogen wird. „Barnes zeigt auch den Lohn für jene, die Gott lieben: „Der Versöhnung folgt immer der Friede des Gemüts, wo vorher Abweichungen waren, und nirgends ist der Friede so vollständig und erfreulich, als wenn man fühlt, mit Gott versöhnt zu sein.“

In Wissenschaft und Gesundheit wird darauf hingewiesen, dass „die Welt glaubt, dass es viele Personen gibt ...“, aber es gibt „nur eine Person, weil es nur einen Gott gibt.“ (S16) Das ist eine extrem wichtige Aussage. Wie schon gesagt, haben wir die meisten Probleme mit anderen Leuten. Missverständnisse, Rivalitäten, Wettbewerb, Neid, Eifersucht, finstere Gesinnung und so weiter. Sie stammen alle aus der Voreingenommenheit mit der Annahme von vielen Personen. Statt „mit dem materiellen Selbst beschäftigt“ zu sein, sollten wir es bestreiten. (S17) Zwischen der menschlichen Persönlichkeit und der geistigen Identität eines Menschen, liegt ein großer Unterschied. „Die Persönlichkeit ist nicht die Individualität des Menschen.“ (S18) Die Persönlichkeit ist nur die menschliche Geschichte, und sie kann trügerisch sein; darin liegt die Weisheit, nicht nach der persönlichen Erscheinung zu urteilen. Wenn wir unsere Hoffnungen nach Glück an eine bestimmte Person heften, kann das genau so abträglich sein, wie sie zu fürchten. (S19) Unser Führerin mahnte uns, sehr vorsichtig mit denen umzugehen, die wir Freunde nennen. Sie warnt vor falschen Brüdern (s. W.u.G. 444: 26-27) und flüchtigen menschlichen Beziehungen (s. Verm. 9: 16) Zitat S20 warnt: „Freunde werden dich betrügen und Feinde dich verleugnen,“ bis wir die Lektion lernen, von der Persönlichkeit weg und auf Gott zu schauen, um unser Glück zu finden. Freunde enttäuschen uns oft, wie auch die, die wir auf den Altar stellen. Die Lösung liegt darin, dass „wir uns vergegenwärtigen, dass Leben Geist ist.“ Dann werden wir „alles in Gott, dem Guten, finden und kein anderes Bewusstsein benötigen.“ (S21)

Abschnitt 5: Jesus lenkte das Denken weg von der Persönlichkeit und hin zu Gott

Selbst Jesus, der es mehr als alle anderen verdiente, geliebt und verehrt zu werden, der auf der Erde wandelte, ermahnte seine Nachfolger, ihn nicht anzubeten oder von seiner Persönlichkeit fasziniert zu sein. Er wies seine Nachfolger an, allein auf Gott zu schauen. (B19) Jesus lehrte, dass diejenigen, die ihn richtig sahen, tatsächlich Gottes Reflexion sahen. Er tat alles, was der Vater tat. Jesus in seiner geistigen Natur zu verstehen, führt zum Verständnis dessen, was Leben wirklich ist. (B20) Jesus verstand, dass er untrennbar vom Vater war. (B21) Tatsächlich gilt das auch für uns, aber wir müssen es anerkennen, und wir müssen so handeln.

Durch die Geschichte ist der Christus immer für uns gegenwärtig und erkennbar gewesen, indem er uns unser wahres Wesen zeigt, wie wir es in unsere Herzen empfangen. (S22) Jesus verkörperte den Christus vollständig und brachte ihn zum Ausdruck. Er zeigte uns, was unser wirkliches Leben ist und gab uns den greifbaren Beweis dafür, dass Gott das einzige Leben ist, das es gibt. Jedes Zitat in diesem Abschnitt stützt die Idee der Einheit mit Gott, die nicht unterbrochen werden kann. Die Botschaft ist direkt und deutlich. Wenn wir sie wirklich verstehen, dann können wir kein anderes Gemüt, keine andere Liebe, Weisheit, Wahrheit und keinen anderen Sinn des Lebens haben (S26). Das Verständnis von unserer untrennbaren Beziehung zum Göttlichen gipfelt in der Auflösung des falschen materiellen Sinns vom Selbst.

Abschnitt 6: Der Mensch ist die Reflexion des Lebens.

Der Offenbarer sieht im Himmel „ein gläsernes Meer wie Kristall.“ (B22) John Gill interpretiert diesen Kristallsee als Symbol für „die Reinheit, die Durchsichtigkeit und den Beweis der darin enthaltenen Wahrheit und als feste, stille und ruhige See, denn es ist das Evangelium des Friedens, der Liebe, der Gnade und der Barmherzigkeit und bringt Frieden, Freude und Ruhe für die bekümmerten Gemüter, wo das [weltliche] Gesetz Zorn verursacht; aber hier gibt es keine stürmenden, schäumenden, wütenden Wellen des Zorns und der Wut, sondern Sanftheit, Stetigkeit, Festigkeit, Ruhe und Stille.“

Der Kristallsee symbolisiert die ruhige Reflexion des wahren Selbst. Auch Paulus spricht von der Reflexion. Er merkt an, dass je länger wir das wahre Bild sehen und je mehr wir uns damit vertraut machen, um so mehr wird unser Leben dadurch geformt. (B23) Der Offenbarer bringt uns das Bild der Lebensquelle zurück, die für alle Durstigen frei verfügbar fließt. (B24) Adam Clarke (ca. 1760-1832) sieht in dieser Quelle nicht lediglich eine durch Teiche, Vorratsbehälter oder gar Regen garantierte Versorgung, sondern die „Lebensader“. Wie das Herz Lebens-Blut in jeden Teil des Körpers pumpt, so „bringt der Christus die Leben spendenden Ströme der glücklichen Güte zu ... jedem Teil der Schöpfung Gottes.“ Wenn wir die Quelle des Lebens als unseren Teil und unsere Versorgung sehen lassen, werden wir in Sein Bild verändert. Das ist ein ständiges Aufwallen von innen her, das wir nicht aufhalten können.

Gott wird in Seiner Schöpfung so natürlich offenbart, wie die Reflexion in einem Spiegel. (27) Gott ist das einzige Ego - das einzige selbstbewusste, selbst-existierende Gemüt, das „alle Form und Anmut verleiht“. (S28) Wir sind Seine Reflexion und Sein Leben, das sich in unendlicher Vielfalt und Verschiedenartigkeit ausdrückt. Mrs. Eddy schreibt: „Leben demonstriert Leben.“ (S29) In diesem Satz kommt das Wort „Leben“ zwei mal vor. Da das erste „Leben“ am Anfang des Satzes steht, kann man nicht wissen, was es bedeutet? Mrs. Eddy hat sicher nicht gemeint, dass das materielle Leben Leben oder Gott demonstriert. Nur Gott kann sich selbst demonstrieren. So wird das wahre Leben nicht sterblich belebt, sondern durch Gott, der sich selbst ausdrückt als das Leben von allem, das existiert. Wir sind Sein Ausdruck. Wenn wir die menschliche, sterbliche Auffassung von uns selbst auflösen und uns erheben, um mehr über Gott und unser einziges Leben zu erfahren, werden wir Sein Ausdruck sein und wahrlich eins mit dem einen Ich bin.

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