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Entdecke die substanziellen Segnungen des himmlischen Glücks in dem praktischen und bereichernden Wesen der reinen Substanz, die uns immerdar „segnet und beglückt“. (Lied 270)]

Rick Stewart, C.S., Dresden, Germany
Posted Monday, September 5th, 2016

[Entdecke die substanziellen Segnungen des himmlischen Glücks in dem praktischen und bereichernden Wesen der reinen Substanz, die uns immerdar „segnet und beglückt“. (Lied 270)]

Metaphysische Auslegungen
zur christlich-wissenschaftlichen Bibellektion

für die Woche vom 5. bis 11. September 2016

Thema:

Substanz

ausgearbeitet von

Rick Stewart, C.S., Dresden, Germany
(+49 351 312 4736),
rickstewartcs@aol.com

Diese Woche kommt der Goldene Text aus den Sprüchen, die oft auch „Sprüche Salomos“ genannt werden. Die Sprüche sind eine Sammlung überlieferter Bibelweisheiten, die sich sowohl in der hebräischen Bibel als auch im christlichen Alten Testament finden. Man nimmt an, dass Salomo, der Sohn Davids, über dreitausend Sprüche geschrieben hat, aber in diesem Buch befinden sich auch Sprüche von anderen weisen Menschen der damaligen Zeit. Und es mögen tatsächlich mehrere hundert Jahre gewesen sein, während denen diese Sprüche aufgezeichnet wurden. Aber was ihr in diesen Sprüchen finden werdet, sind großartige Ratschläge für ein erfolgreiches Leben. Überall in den Sprüchen werdet ihr Fragen über Werte, über moralische Gesichtspunkte, über das, was das Leben wirklich bedeutet und darüber, wie man die Dinge richtig erledigt, finden. Die Weisheit Gottes, die uns zum Erfolg führt, ist nach den Sprüchen unser wirkliches Ziel, aber es geht nicht nur um reinen materiellen Wohlstand, es geht auch darum, dass wir unser endgültiges Ziel erreichen, in der Weisheit Gottes zu leben. Diese Weisheit zu suchen, das ist es, was segnet, wie es im Goldenen Text dieser Woche versprochen wird. Das sind die Segnungen, die schließlich in die größte Segenssammlung eingehen, in die „Seligpreisungen“.

Sprüche 10: 22 „Der Segen des Herrn macht reich ohne Mühe, und eigene Mühe fügt ihm nichts hinzu.“

Geht es also in den Sprüchen nur darum, reich zu werden? Oder geht es darum, im Leben einen Weg zu finden, der jeden von uns dadurch segnet, dass er den großen Reichtum der göttlichen Substanz versteht.

Das Wechselseitige Lesen (WL) setzt sich aus Bibelstellen zusammen, die Gottes Verlangen, uns zu segnen, ansprechen. (Lk 6:20-23 und 5. Mose 28:2-6) Es geht hier um die Seligpreisungen der Bergpredigt, die sich sowohl bei Matthäus als auch bei Lukas finden. Die Bibelgelehrten sind sich nicht ganz einig, ob es sich hier um zwei unterschiedliche Ereignisse oder nur um unterschiedliche Darstellungen des gleichen Ereignisses handelt. Ein Studium beider Darstellungen wird Euch ganz gewiss segnen.

Jesu Worte nach Lukas und nach Matthäus führen zu einem tiefgreifenden geistigem Segen. Die Wörter „Glückseligkeit“ und „Segen“ haben beide etwas mit einem höchsten Glück zu tun. Da ist der Hintergrund der Segnungen, die im 5. Buch Mose versprochen werden, ein bisschen anders. Schließlich hatten die Menschen, die diesen Worten im 5. Buch Mose lauschten, gerade eine Knechtschaft von 400 Jahren hinter sich. Das Versprechen praktischer Segnungen, wie die Fruchtbarkeit in Form von Nachkommen, reichlicher Ernten und vergrößerter Herden wurden von den Kindern Israel bestimmt sehr willkommen geheißen.

Abschnitt 1: Die Substanz der göttlichen und praktischen Segnungen.

In diesem Abschnitt wird darauf hingewiesen, dass das Verständnis von Gottes wahrer Substanz wunderbare geistige Segnungen und Inspirationen bringt und auch unsere praktischen Bedürfnissen befriedigt. Das bestätigen die ersten beiden Zitate aus der Bibel und aus Wissenschaft und Gesundheit.

B1: (Maleachi 3: 10) „... prüft mich hierin, sagt der Herr Zebaoth, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen werde und Segen herabschütte in Fülle.“

S1: (vii: 1-2) „Für alle, die sich auf den erhaltenden Unendlichen verlassen, ist das Heute reich an Segnungen.“

Warren trägt hierzu einige Einsichten von Cobbey Crisler bei, dieses Mal hinsichtlich Mt 4: 23 (B4): „... und [Jesus] heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk“ durch die Gegenwart der Harmonie des Reiches Gottes in uns. „Hier gibt es menschliche Probleme, die sich einer Lösung widersetzt hatten, und Jesus löste sie alle auf der Grundlage [seiner] Theologie, der vom Reich. Beachtet, dass ein Reich kein Chaos ist. Es ist eine geordnete Regierung des Himmels und der gegenwärtigen Harmonie.“

Abschnitt 2: Der Trost wahrer Substanz.

Unser Meister versicherte, dass die Trauernden getröstet werden. Zitat B8 sagt: „Glückselig sind, die Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. (Mt 5:4)

Wir alle wissen, wie man sich fühlt, wenn man trauert, traurig ist, sich leer und verloren fühlt. Doch das Versprechen unseres Meisters lautet, dass wir getröstet werden. In der Zwischenzeit, bis der Tröster in unser Herz vordringt, haben wir möglicherweise zugelassen, entmutigt, verzagt und enttäuscht zu sein. Manchmal scheint das Unbehagen den Tröster zu überwiegen. Doch, Kopf hoch, schaut auf Gott, schaut auf den Tröster, schaut auf die ewige Substanz! Die Zitate in diesem Abschnitt werden jede einzelnen Träne wegwischen, und alles Trauern wird aufhören.

Wir werden nicht versucht werden, über einen verlorenen Arbeitsplatz zu trauern, über einen eigenen Fehler, eine verlorengegangene Gelegenheit, einen zu Ende gehenden Urlaub oder den schweren Verlust eines lieben Menschen. Wir werden einfach zum Tröster gebracht werden und werden gesegnet werden und uns an unsere Segnungen erinnern. In dieser Woche wurde ich an diese Dinge erinnert, als eine liebe Bekannte sich nach einer Erfahrung erkundigte, von der ich einmal im Jahr 2012 in einer CedarS-Ausarbeitung berichtet hatte. Vor einigen Jahren war ich einmal fast ein Jahr lang nicht zu Hause gewesen, weil ich in Süd-Amerika Vorträge gehalten hatte. Am Tag meines letzten Vortrags im Juni rief ich zu Hause an, und mein Vater nahm das Telefon ab. Wir gaben unserer Freude Ausdruck, dass die Vortragstour nun erfolgreich abgeschlossen war und dass ich in etwa zwei Tagen zu Hause sein würde. Am Sonntag erreichte mich dann meine Mutter in der Dominikanischen Republik und bat um gebetvolle Unterstützung. Mein Vater war gerade zu Hause friedlich eingeschlafen. Als ich nach Hause kam, unterstützten sich meine Mutter und meine Brüder alle gegenseitig mit unseren Gebeten und wir „liebten einander“. Wir kamen zurecht, nicht besonders glücklich, aber es war OK.

Meine Mutter blieb auf dem Gipfel der „Tatsachen“ des göttlichen Lebens. „Wäre ich traurig gewesen, wenn ich im Büro und euer Vater in der Küche gewesen wäre? Ganz gewiss nicht! Nun hat er seine Anschrift geändert, aber er wird immer eins mit Gott sein.“

An einem Punkt aber versank ich in Trübsinn und Kummer. Ich erhob mich nicht in die Gewissheit des ewigen Lebens. An einem Sonntag Nachmittag sah ich dann einen Film im Fernsehen - einen Western mit Lee Marvin, „Monty Wash“. Die Hauptfigur, ein wirklicher Cowboy, bekam ein Angebot, in einer Wild-West Show einen schicken Cowboy darzustellen. Er wollte das Angebot, schon wegen der guten Gage, annehmen, weil es ihm viel ermöglicht hätte - zum Beispiel, dass er dann seine langjährige Freundin hätte heiraten können. Als ihm aber klar wurde, das das nicht sein Ding war, lehnte er das Angebot mit einer einfachen Aussage ab: „Ihr lasst mich mein Leben in den Dreck ziehen!“ Mit anderen Worten: Hätte er das Angebot angenommen, so hätte er geleugnet, was sein wirkliches Leben immer gewesen war. Er war ein wirklicher Cowboy gewesen. Jeden Tag hatte er in Freiheit, mit Erlebnissen und reiner Lebensfreude verbracht. Er war nicht für eine Menge Geld und für das Leben eines schicken Dandys zu bewegen, einen gespielten Cowboy in modischer Bekleidung darzustellen.

Als ich diesen Satz hörte, war es, als ob mein Vater zu mir sprach: „Wirst du mein ganzes Leben verachten?“ Er hatte immer mit großer Achtung des Lebens und seiner Abenteuer gelebt. Er hatte in der Natur gelebt, auf der Jagd und beim Fischfang. Er hatte Menschen geliebt und geachtet. Er hatte sein Leben in Anerkennung des Lebens und seiner Abenteuer gelebt. In diesem Augenblick begriff ich, dass mein Trübsinn und Kummer ihn nicht ehrte. In diesem Augenblick, bei diesem Klarwerden, bekam ich ein Gefühl des Friedens und auch der Verpflichtung meinem Vater und meinem himmlischen Vater gegenüber, die wahre Bedeutung des Lebens zu ehren, die Bedeutung von Substanz, die niemals durch Trübsinn begrenzt ist.

Wie in B8 verheißen: „Glückselig sind, die Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.“

Abschnitt 3: „Größter Segen, erhobenes Glück, alles deins im Dasein.“

Habt ihr euch jemals gewünscht zu erfahren, wie es ist, im Himmelreich zu leben? Nun, dieser Abschnitt stützt sich auf drei Seligpreisungen, die Euch genau diese Gelegenheit bieten. Lebt diese Einstellungen, und ihr werdet Gelegenheit bekommen, die Füße in euer wahres Heim zu setzen, in das „Himmelreich“.

Die neue Lutherbibel übersetzt Mt 5: 5-7 wie folgt: „Glückselig sind die Sanftmütigen; denn sie werden die Erde besitzen. Glückselig sind, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Glückselig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ Eugene Peterson liefert in The Message eine mutige Auslegung: „Ihr seid gesegnet, wenn ihr mit dem zufrieden seid, wer ihr seid - nicht mehr, nicht weniger. Das ist der Augenblick, in dem ihr euch als stolze Besitzer alles dessen erlebt, was man nicht kaufen kann. Ihr seid gesegnet, wenn ihr einen guten Appetit auf Gott erlangt. Seine Speise und Sein Trank sind das Beste, das ihr je bekommen werdet. Ihr seid gesegnet, wenn ihr euch kümmert. Im Augenblick, wenn ihr „sorg-sam“ seid, werdet ihr versorgt werden.“ (Mt 5: 5-7 MSG)

Beim Lesen der Version von Eugene kommt mir der Gedanke, dass die kanaanäische Frau, die Jesu Segen für ihre Tochter suchte, etwas von diesem Mut hatte. Sie bat und wollte nicht abgewiesen werden. Erwartungsvoll, eifrig, von der Berechtigung ihrer Bitte überzeugt. Und sie wurde belohnt; der Meister sagte: „O Frau, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter wurde in jener Stunde geheilt.“ (B12)

Die Zusicherungen aus Zitat S12 sind für den Praktiker eine solche Ermutigung. „Greift die Gottheit zugunsten des einen Betenden ein und gewährt einem anderen, der ebenso viel betet, keine Hilfe?

In der göttlichen Wissenschaft, in der Gebete mental sind, können alle GOTT als gegenwärtige „Hilfe in den grossen Nöten“ für sich in Anspruch nehmen.“ (Eine kleine Anmerkung in meinem Lektionsheft weist darauf hin, dass dies ein Zitat aus dem 46. Psalm ist - ein guter Psalm, den man sich ansehen sollte.)

Ich weiß, dass Gott alle Seine geliebten Kinder liebt, sie tröstet und ermutigt. Er möchte uns alle gerne segnen. Und wir haben das Recht, ständig im Himmelreich zu leben, alles bestimmt von der Einstellung, die wir haben. Jesu Einstellung öffnet die Tür. (Anmerkung des Übersetzers: Rick vollzieht hier ein Wortspiel im Englischen. Die Seligpreisung heißt auf Englisch „beatitude“. Er löst das in „be-attitude“ auf - die Einstellung, die man sein soll.)

Abschnitt 4: Teich und Taufe und Reinheit

Zitat B16 verspricht: „Glückselig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5:8) Unser Meister hat sicher großen Wert auf diese „Sei-Einstellung“ (be-attitude->beatitude) gelegt. Es geht um die Verheißung, Gott zu schauen, Gott in unserem Leben zu sehen, in unserer Erfahrung, in den kleinsten Details unseres Tages, und wofür? Für das reine Herz!

Mary Baker Eddy kannte auch den Wert dieser Einstellung des Denkens, die Reinheit; sie schrieb: „Durch Läuterung des menschlichen Denkens durchdringt dieser Gemütszustand mit zunehmender Harmonie all die Einzelheiten der menschlichen Belange. Er bringt wunderbare Voraussicht, Weisheit und Macht mit sich; er entselbstet den sterblichen Vorsatz, verleiht dem Entschluß Festigkeit und dem Streben Erfolg.“ Verm. 204: 25-30 Das Zitat stammt aus dem Artikel „Teich und Taufe“ in den Vermischten Schriften. Mrs. Eddy nahm die Gelegenheit wahr, diesen Artikel zu schreiben, als sie als Geschenk einen wunderschönen kleinen Teich im Garten ihres Hauses in Pleasant View erhielt. Sie liebte den kleinen Teich. Sie schrieb darüber, dass sie den kleinen Teich aufsuchte und die kleinen Fische im Wasser zum Ufer kommen ließ, um sie zu begrüßen. Und die Liebe zu einem kleinen Teich ist etwas, das ich mit ihr teile.

Bis zu meinem 11. Lebensjahr lebte ich in Leesburg, Florida, in unmittelbarer Nähe zu einem kleinen Teich. Er hatte wohl einen Durchmesser von nur 150 bis 200 m. Aber er gehörte zu dem Wunderland unseres Spielplatzes. Wir badeten darin, angelten und rannten um den Teich herum. Manchmal spielten wir am Rand begeistert in der dicken Pampe, in dem Schlamm, der sich an einigen Stellen des Teichs befand. Oh, wie hat das einem kleinen Jungen Spaß gemacht. Doch eimal verletzte ich meinen großen Zeh in dem knietiefen Schlamm. Also befreite ich mich aus dem tiefen Schlamm und schwamm durch den Teich nach Hause. Als ich zu meiner Mutter kam, die Ausüber der Christlichen Wissenschaft war (professioneller christliche Heiler), reinigte sie die Wunde mit Seife und Wasser, verband den Zeh und entließ mich mit ihrem wirkungsvollen Gebet. Nach einer Stunde wollte ich wieder draußen spielen. Meine Mutter erlaubte das. Der Zeh war in Ordnung, und bald entfernte ich den schützenden Verband, der die Wunde sauber hielt. Alles war gut. Daran zu denken, welche Diagnose und Behandlung ein Mediziner gegeben hätte, wenn man an die gefährlichen, unsauberen Substanzen und Mikroben denkt, die sich in einem warmen Teich in Florida befanden, das wäre mir heute zuwider. Aber mein Denken war damals rein und von medizinischen Theorien und Annahmen der Zeit unberührt. Und meine Mutter hatte sich der Reinigung des Denkens durch geistige Erziehung gewidmet.

Diese Heilung hat mich mein ganzes Leben lang gesegnet, bei vielen Gelegenheiten: bei Besuchen in vier Kontinenten, beim Surfen, Schwimmen, Tauchen, beim Waten durch Sümpfe, um zu geheimnisvollen Plätzen zu gelangen - und das alles ohne Furcht vor Gefahren oder Verunreinigungen. Dazu kommen 40 Jahre Heilpraxis. Manchmal habe ich Patienten in scheinbar gefährlicher oder ansteckender Umgebung besucht - in vollständiger Freiheit und Beherrschung. Und ich habe erlebt, wie diese Reinheit des Denkens meine Familie und die vier Kinder beschützt hat.

Und in letzter Zeit hatten wir mehrere Jahre lang schon viel Freude an einem kleinen Teich außerhalb Dresdens. Den nennen wir nach seinem Eigentümer Ricos Teich. Dort schwimmen wir und spielen mit kleinen Schlauchbooten, und im Winter können wir dort Schlittschuhlaufen, und wir haben dort so viel Spaß wie ich in meiner Kindheit - ohne Furcht und in reiner Freude.

So schrieb Paulus an die Philipper: „... was wahrhaftig ist, was ehrbar, gerecht, rein, lieblich und wohllautend ist, irgendeine Tugend, irgendein Lob, darüber denkt nach! ... dann wird der Gott des Friedens mit euch sein.“ (B17)

Wenn wir diese Reinheit im Denken bewahren, können wir diese wundervolle Erde ohne Furcht und in reiner Freude erleben.

Abschnitt 5: Reine Religion, unbefleckt, ohne sektiererische Bitterkeit.

Die wahre Substanz religiösen Denkens hat nichts mit Hass und Streit zu tun. Die Menschen sprechen oft über tragische Geschichten von religiösem Streit, und selbst zahllose Kriege wurden aus religiösen Gründen begonnen. Aber ist dies die wahre Substanz der Religion?

Dieser Abschnitt beginnt mit Zitat B18. „Glückselig sind die Friedensstifter; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matth. 5:9)

Im Kapitel 15 der Apostelgeschichte lesen wir von einer Debatte unter den frühen Christen mit „viel Wortwechsel“ darüber, was nötig war, um „gerettet“ zu werden. Da gab es eine Lehre von denen aus Judäa, dass, wenn sie nicht buchstäblich Moses Vorschriften folgten, was eine Beschneidung einschloss, sie „nicht gerettet werden“ könnten. Paulus, Barnabas und Petrus sprachen darüber, dass Gott durch den Heiligen Geist „keinen Unterschied machte zwischen uns und ihnen, da er ihre Herzen durch den Glauben reinigte.“ „Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus Christus gerettet zu werden, genauso wie auch sie.“

Wir könnten uns fragen, „was kann ich tun, um sektiererische Bitterkeit und Streit aufzuhalten? Mrs. Eddy schreibt in Zitat S22 „Das christliche Zeitalter wurde durch Zeichen und Wunder eingeleitet. Reformen waren gewöhnlich von Blutvergießen und Verfolgungen begleitet, auch wenn sie zu Klarheit und Frieden führten; aber die gegenwärtige neue und doch alte Reform des religiösen Glaubens wird die Menschen lehren, geduldig und weise die Flut sektiererischer Bitterkeit aufzuhalten, wann immer sie auf sie zukommt.“ (W.u.G 139:8)

Meine Mutter trat der Kirche bereits als Dreizehnjährige in Perry, Iowa, bei. Bei der ersten Abstimmung ging es um den Bau einer neuen Kirche. Ich bin nach Perry gereist, um mir das kleine Backsteingebäude anzuschauen, das immer noch steht. Und später, wo auch immer meine Mutter lebte, machte sie es sich zur Gewohnheit, ein aktives Mitglied der örtlichen Kirche zu sein. Bei einer Gelegenheit war sie bei einer großen Aufregung in der Kirche zugegen. Sie war nach Florida gezogen, und viele Kirchenmitglieder waren aus anderen Kirchen, meistens aus den nördlichen Staaten, gekommen. Es gab eine Vielfalt von Ideen darüber, was für die Kirche gebraucht würde. Es schien, dass jeder es so tun wollte, „genau wie wir es zu Hause“ gemacht hatten. Als die Gegensätze immer heftiger wurden und sich die Gemüter erhitzten und jeder seine eigene Vorstellung darüber hatte, „wie es zu tun war“, stand meine Mutter auf. Als sie die Aufmerksamkeit hatte, meinte sie, „Ich möchte beantragen, dass die Kirche vier neue Schneeschaufeln kauft, um für den kommenden Winter bereit zu sein.“ Da gab es eine große Stille, bis jemand sagte: „Aber Glatha, wir brauchen keine Schneeschaufeln, hier schneit es nie.“ Und meine Mutter sagte schlicht: „Nun, ihr wollt hier alles so machen, wie ihr es zu Hause gemacht hab, warum also keine Schneeschaufeln?“ Damit endete die Kontroverse, der Wunsch eines jeden, es genauso zu machen wie zu Hause, endete. Und die Versammlung ging mit der Geschäftsordnung harmonisch weiter. Wir können Wege finden, das menschliche Bewusstsein aufzuwecken und eine gemeinsame Basis zu finden, wir können dazu geführt werden, Friedensstifter zu sein.

Wie es in Zitat S25 heißt, „wir sollten gründlich verstehen, dass alle Menschen ein Gemüt, einen Gott und Vater, ein Leben, eine Wahrheit und eine Liebe haben. In dem Verhältnis, wie diese Tatsache sichtbar wird, wird die Menschheit vollkommen werden, der Krieg wird aufhören und die wahre Brüderlichkeit des Menschen wird begründet werden. Wenn der Mensch keine anderen Götter hat, sich an kein anderes als das eine vollkommene Gemüt um Führung wendet, dann ist er das Gleichnis Gottes, rein und ewig, und hat das Gemüt, das auch in Christus war.“ (W.u.G 467: 8)

Beenden wir doch sektiererische Bitterkeit und Streit, wenn wir die Gegenwart des göttlichen Gemüts, die Reinheit des einen Vaters, des einen Lebens, der einen Quelle entdecken. Lasst uns die Stimme sein, die für die Einheit betet, und lasst uns mit dieser Lektion beginnen.

Abschnitt 6: Gehöre nicht zu den Verfolgten, freue dich, dass du im Himmelreich bist!

Wenn nun das Himmelreich mir gehört, weil ich verfolgt werde, dann lass es kommen! Zitat B21 verspricht „Glückselig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt. 5:10). Donnerwetter, wenn ich die Wahl habe, verfolgt zu werden, um ins Himmelreich zu kommen, oder nicht verfolgt zu werden und in der Hölle zu landen, muss ich doch sagen: „dann her damit!“

Aber sollten wir Verfolgung immer persönlich sehen? [Den CedarS-Betreuern werden als ständige Erinnerung immer N-Tipps gegeben: „Nimm’s nicht persönlich“.] Sind es immer nur andere Leute, die uns verfolgen? Werden wir nicht oft bombardiert, missbraucht, angegriffen und verfolgt von Furcht, Zweifeln, Kummer, sterblichen Annahmen mit allen Versuchen, Gottes Allheit zu leugnen? Verfolgt uns nicht der Glaube an das Böse, wenn er versucht, uns glauben zu machen, dass alles nicht in Ordnung ist, dass es keine Hoffnung gibt, dass wir alleine sind, verloren und uns quälen?

Jeder Versuch des Bösen, Legitimität zu erreichen, muss vernichtet werden. Und Gott zeigt uns wie. Es heißt in Zitat S28 „Zu allen Zeiten und unter allen Umständen überwinde Böses mit Gutem. Erkenne dich selbst, und Gott wird dir die Weisheit und die Gelegenheit zu einem Sieg über das Böse geben. Bist du mit der Rüstung der Liebe angetan, kann menschlicher Hass dich nicht erreichen. Der Zement einer höheren Menschlichkeit wird alle Interessen in der einen Göttlichkeit vereinen.“ (571:17)

Es gab eine Zeit, ganz am Anfang meiner Praxis, in der ich fühlte, dass alles gegen mich war und ich versucht war, das Handtuch zu werfen, schlicht aufzugeben. Natürlich gab es auch Momente großer Freude und Siege für Gott. Aber zu anderen Zeiten schien es schlicht einfacher zu sein, das Leben auf normale Weise zu leben, einer normalen Arbeit nachzugehen und die Früchte zu ernten, die jeder erntete. Ich war versucht, zu den Freunden zu schauen, mit denen ich zur Schule gegangen war und ihr Einkommen und ihren Erfolg mit dem Meinigen zu vergleichen. Einige, so wollte ich mir einreden, waren in der Schule nicht so gut gewesen wie ich, und jetzt waren sie erfolgreicher als ich. Es war eine subtile, schlechte Versuchung, und sie schien sich in meinen manchmal geringen Einkünften zu bestätigen.

Aber ich bin immer dankbar gewesen für frühe Lektionen in der Sonntagsschule – u.a. den Seligpreisungen. Sie waren früh ein Teil meines Denkens geworden, zusammen mit der Gewissheit, dass das Begreifen von Gott als Quelle geistigen Verständnisses und als praktische Richtschnur im Leben untrennbar voneinander waren. Ich erinnere mich an eine Zeit, wo ich betete, nicht für einen Patienten, sondern für das nächste praktische Zeichen meiner Versorgung. Ich hatte kein Geld. Ich hatte mein Auto in einem kleinen Park in der Nähe meiner Wohnung geparkt und fragte Gott einfach „Was nun?“ Es schien kein Geld da zu sein. Da erinnert ich mich daran, wie ich als kleiner Junge weggeworfene Sprudelflaschen gesammelt hatte, um das Pfand zu bekommen. Meine Kameraden und ich kauften dann Süßigkeiten oder Getränke mit unserem „gefundenen“ Geld. Daran erinnerte ich mich, als ich mir aufzählte, wofür ich alles dankbar sein musste, einschließlich der Tatsache, dass ich durch die Hilfsbereitschaft und Liebe von Verwandten ein Dach über meinem Kopf hatte. Aber da war doch die Notwendigkeit, dass in meiner Tasche etwas klimpern sollte, etwas Geld also. Als ich betete, um mein Bewusstsein für geistige Substanz zu vergrößern und dabei an viele Segnungen dachte, fiel mir auf, dass ich mich fragte „aber was hast du?“ Ich versuchte mich wegzubewegen von dem, was ich scheinbar nicht hatte, zu dem, was ich hatte. Als ich lauschte und von diesem Standpunkt aus weiterdachte, wurde ich durch die Erinnerung an das Pfand für die Sprudelflaschen auch daran erinnert, dass ich große leere Chlorbehälter in der Garage stehen hatte. Jeder dieser Behälter hatte einen Wert von 2,50 $. Ich brachte diese Behälter zurück und bekam das Geld dafür. Und mit diesem Geld konnte ich einige Lebensmittel kaufen und für mich und meine Mitbewohner ein Abendessen zubereiten.

Ich erwarte immer noch von Gott, dass er all meinen Bedarf deckt, aber ich habe mich konsequenter daran erinnert, dass mein Bedarf immer geistige ist. Wenn ich mein Denken vergeistige, stelle ich fest, dass mein praktischer Bedarf gedeckt ist. Und auf eine Art und Weise, die schier über menschliches Vorstellungsvermögen hinausgeht – so schön! Wie Mary Baker Eddy in einem kleinen Artikel in Vermischte Schriften mit dem Titel Engel Mut macht: „Gott gibt euch seine geistigen Ideen, und sie wiederum geben euch, was ihr täglich braucht. Bittet niemals für morgen, es ist genug, dass die göttliche Liebe eine immer gegenwärtige Hilfe ist, und wenn ihr wartet und niemals zweifelt, werdet ihr jeden Augenblick alles haben, was euch Not tut.“ (Verm. Schr. 307:1-6). Wenn ihr euch also manchmal inmitten einer Verfolgung fühlt, sei es durch Personen oder Glauben, macht euch bitte bereit, euren Platz im Himmelreich zu beanspruchen, direkt hier, direkt jetzt!

Abschnitt 7: Gott segnet alle mit wahrer Substanz, und darüber kann man fröhlich sein.

Wenn wir uns diese überaus glücklichen Segnungen zu eigen machen, wenn wir sie uns durch das Verständnis der Substanz des Geistes aneignen, welche Freude ist es, sie mit der ganzen Menschheit zu teilen. Ist es nicht das, was unser Meister tat? Er sah, er verstand, er bewies und er ließ andere teilhaben.

Wie der kleine Junge in Argentinien, der freudig ausrief: „Ich wusste gar nicht, dass ich der Sohn Gottes war.“ Oder wie der Mann, konfrontiert mit der Diagnose eines sicheren Todes, zu mir kam, um mit einem breiten Lächeln zu sagen: „Ich habe mich nie in meinem Leben so wohl gefühlt. Nichts tut mir weh!“ Oder die Neunzigjährige, die nicht mehr sehen konnte und der im Christian Science Journal Worte in absoluter Klarheit entgegenkamen und dann zum Haus meiner Mutter fuhr und sagte: „Ich kann alles sehen. Und ohne Brille.“ (Ich war dabei und hörte, wie sie das sagte.) Und ich vermute, dass dies der Grund ist, warum ich das mache, was ich mache. Ich hörte diese Erklärung. Ich wusste, was geschehen war. Ich sah in den Augen dieser lieben Dame, was wahres Glück und Gesegnetsein ist. Und wie so viele von uns bei CedarS in diesem vergangenen Sommer miterlebten, geschah Heilung um Heilung. Manche augenblicklich – manche erforderten etwas Arbeit – aber alle mit viel Liebe. Die Substanz des Geistes zeigte sich mit ganz großer Freude, mit dem Glück des Gesegnetseins. Und mit viel Glückseligkeit, d.h. „Sei was du bist, sei nicht, was du nicht bist.“

[Die oben wiedergegebenen Ideen zur Anwendung sollen in erster Linie den CedarS-Campern und Mitarbeitern (und auch ihren Freunden) dazu dienen, täglich den großen Wert des Studiums der Bibellektionen während des ganzen Jahres (und nicht nur im Camp) zu erfassen! Sie kommen montags in Englisch mittwochs in einer freien Übersetzung - dank Manfred und Volker Steinlein u.einigen anderen auf Deutsch, durch Ana, Erick, Claudia und Patricio auf Spanisch oder durch einige Helfer von Orlando Trentini in Brasilien auf Portugiesisch. Eine freiwillige französische Übersetzung kommt von Rodger Glockpor, einem Christlichen Wissenschaftler aus Togo.

Du kannst dich auch eintragen, um wöchentlich durch e-mails über diese Ausarbeitungen ehemaliger CedarS Mitarbeiter informiert zu werden, damit Du sie mit älteren und jüngeren Sonntagsschülern teilen kannst, indem Du den „subscribe now” Button (unten links auf der Seite http://www.cedarscamps.org/metaphysical/) anklickst.]

[Für Spenden sind wir immer sehr dankbar! Online oder per Telefon (+1 636 394 6162) oder per Post ( US- Scheck): CedarS Office, 1314 Parkview Valley Dr, Ballwin, MO 63011

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